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Asella

Die Rekrutierung für eine Studie zur medikamentös-toxischen Hepatitis (drug induced liver injury – DILI) unter Tuberkulosetherapie hat begonnen

W.Hirsch-Institut am 08.10.2014

In Kooperation mit dem Asella Hospital und drei kooperierenden Gesundheitszentren in der Umgebung des Krankenhauses wurde nach entsprechendem Ethikvotum und logistischen Vorbereitungen die Rekrutierungsphase für die DILI-Studie begonnen. Die Studie untersucht die Prävalenz verschiedener funktionell relevanter Mutationen der Gallensalzexportpumpe BSEP bei medikamentös-induzierter Leberschädigung unter Tuberkulosetherapie. Bekanntermaßen erhöhen Einflussfaktoren wie höheres Alter, weibliches Geschlecht, Mangelernährung, bestehende chronische Lebererkrankungen oder eine zeitgleich eingenommene hepatotoxische Co-Medikation (z.B. ART bei HIV-Infektion) deutlich das Risiko des Auftretens eines DILI. Der Pathomechanismus ist noch nicht vollständig verstanden, erschiedene Mutationen der BSEP, wie z. B. der Polymorphismus V444A, wurden jedoch als funktionell relevante häufige Varianten der BSEP beschrieben. Therapeutische Optionen wie z. B. die Reduktion der Gallensalzlast durch den Einsatz von Ursodeoxycholsäure stehen zu Verfügung. Mit dieser Studie sollen die in der Oromyia-Region von Äthiopien auftretenden Mutationen untersucht werden. Im Rahmen der Studie erfolgt die Etablierung einer PCR in den Laborräumen unseres Instituts. Dies wird auch in Zukunft ein weiteres Spektrum an diagnostischen und wissenschaftlichen Möglichkeiten eröffnen.

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