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Asella

Erfahrungsbericht des ersten Düsseldorfer Doktoranden am Hirsch Institut

in Asella, Äthiopien

Hallo, Ich bin Johannes Hörner, Medizinstudent an der medizinischen Fakultät der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf. Mein 10. Semester verbringe ich als Doktorand in Asella, wo ich am Hirsch-Institut für Tropenmedizin über die Prävalenz von Sepsis und das Krankenhausmanagement septischer Patienten im Asella Teaching Hospital promoviere. Ziel des Projektes ist zudem die Evaluierung und Validierung der Sepsis-3-Definitionen und des Sofa-Scores im afrikanischen Setting. Meine Arbeit stellt mich und das Team vor immer neue Herausforderungen. So stießen wir auf höhenphysiologische Besonderheiten, deren Beschreibung im Zusammenhang der Studie nun Teil des Projektes ist.

Um eine Doktorarbeit bewarb ich mich bereits in meinem 5. Semester als ich das Wahlfach Tropenmedizin belegte und von dem Institut erfuhr. Als erster Doktorand am recht jungen Hirsch-Institut, soll ich mein Projekt weitestgehend selbstständig mit der Hilfe von wissenschaftlichen Mitarbeitern bewältigen. Viel Unterstützung bei der Planung und Logistik erhalte ich dabei von meinen Betreuern aus Deutschland und den koordinierenden Ärzten vor Ort. Die Betreuung empfinde ich als sehr gut und nicht vergleichbar mit dem, was man von manchem Kommilitonen so mitbekommt.

Als Teil des Teams bekommt man Einblick in die Arbeit und die Abläufe innerhalb des Institutes, sammelt viel Erfahrung und lernt die medizinische Forschung in Afrika kennen.

Man lebt sich schnell ein in Asella, gewöhnt sich an das Essen und die offenherzige, legere Mentalität der Einheimischen. Zusammen mit Tamara und Matthias, den Koordinatoren, bin ich in Asella auch der einzige deutsche Einwohner. Da sich zudem so gut wie nie ein Tourist auf die Straßen Asellas verirrt, ist man in Windeseile bekannt wie ein bunter Hund und erregt viel Aufmerksamkeit. Das ist zwar manchmal anstrengend, aber niemals böse gemeint.

Insgesamt sammle ich persönlich und fachlich unschätzbare Erfahrungen. Ich bin sehr froh, dass es mir ermöglicht wurde hierher zu kommen und möchte meinen Kommilitonen ein solches Vorhaben wärmstens empfehlen.

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