Stabsstelle Katastrophenschutz

Berichte über Terroranschläge, Unfälle und sonstige Ereignisse zeigen uns immer wieder, dass plötzlich eine Vielzahl von Patienten gleichzeitig medizinisch versorgt werden muss. Dabei gilt es, bei diesen für das UKD externen Ereignissen, schnellstmöglich dem einzelnen Patienten bestmögliche medizinische Versorgung zukommen zu lassen.Ereignisse, wie Brände in Krankenhäusern, machen uns deutlich, welche verheerenden Folgen diese internen Gefahren haben können.

In beiden Fällen sind die Ressourcen des UKD schnell erschöpft, und es entsteht ein Missverhältnis zwischen einem drastisch erhöhten Versorgungsbedarf und unserer Versorgungskapazität.

Um auf Brand, Bombendrohung, Infektionen oder Ausfall von Informationstechnologie gut vorbereitet zu sein, oder im Fall eines Massenanfalls von Geschädigten den Betroffenen auch unter schwierigen Rahmenbedingungen effiziente Hilfe gewähren zu können, ist eine ausführliche Vorsorgeplanung erforderlich. Dabei dürfen weder Patienten noch Besucher oder Mitarbeiter zu Schaden kommen.

Diese Vorsorgeplanung wird von der Stabstelle Katastrophenschutz in Zusammenarbeit mit Fachleuten aus dem UKD entwickelt und überwacht. Ablauf- und Alarmpläne werden erstellt und ständig aktualisiert, um möglichst effizient helfen zu können. Dabei werden hohe Anforderungen an Wissen und Können des medizinischen und auch des nicht-medizinischen Personals, gestellt. Um das zu gewährleisten sind regelmäßige Schulungen und auch realistische Übungen notwendig, die regelmäßig durchgeführt werden. Die Funktionsfähigkeit der medizinischen Versorgung hängt im Wesentlichen auch von der störungsfreien Nutzung der Krankenhausinfrastruktur ab. Das reibungslose Funktionieren dieser Infrastruktur ist für die Erfüllung des Versorgungsauftrages zwingend notwendig, kann jedoch durch verschiedene außergewöhnliche Ereignisse (interne, externe Gefahrenlagen) bedroht werden.

Alle Maßnahmen bei kritischen Ereignissen werden in dem Krankenhaus Alarm- und Einsatzplan (KAEP) geregelt und ständig aktualisiert. Die Stabstelle Katastrophenschutz stellt weiterhin die Schnittstelle zur öffentlichen Gefahrenabwehr dar. Sie hält Kontakt zu den Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BOS).

Katastropenschutz

Dr. Rainer Kram

Leiter Stabstelle Katastrophenschutz
Katastrophenschutz-Beauftragter

Universitätsklinikum Düsseldorf Moorenstr. 5, 40225 Düsseldorf

Insgesamt ergeben sich für die Stabstelle Katastrophenschutz u.a. folgende Aufgabenbereiche:

  • Vorsorgeplanung für interne und externe Gefahrenlagen wie z.B.
    • Vorsorgeplanung für einen Massenanfall von Verletzten oder Erkrankten
    • Vorsorgeplanung für Brand- und Explosionsereignisse
    • Dekontamination von Verletzten am Krankenhaus bei Gefahrenlagen mit Chemischen, Biologischen, Radiologischen oder Nuklearen (CBRN) Stoffen.
    • Risikoanalyse und Vorsorgeplanung Informationstechnologie (IT)
    • Vorsorgeplanung für eine Evakuierung
  • Vorsorgeplanung für eine Polizeilage
  • Ständige Aktualisierung des Krankenhausalarm- und Einsatzplanes
  • Organisation und Durchführung der Aus- und Fortbildung von Mitarbeitern des UKD
  • Vorsorgeplanung bzgl. der Alarmierung und der Kommunikation
  • Fachberatung des Vorstandes des UKD
  • Schnittstelle zur öffentlichen Gefahrenabwehr
  • Regelmäßige Übungen verschiedener Szenarien
  • Regelhafte Berichtspflicht an den Vorstand
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