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Öffentliche Vorlesung zum Thema „Krebs: Therapiesensitivität und Resistenz“
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Von: Redaktion

Öffentliche Vorlesung zum Thema „Krebs: Therapiesensitivität und Resistenz“

28.06.2017 - Am 12. September 2017 um 17:30 Uhr findet im Haus der Universität eine öffentliche Vorlesung zum Thema „Krebs: Therapiesensitivität und Resistenz“ statt. Die Veranstaltung ist Teil des diesjährigen internationalen Symposiums des Biologisch-Medizinischen Forschungszentrums (BMFZ) am 12. September, in dessen Rahmen auch der Ulrich-Hadding-Forschungspreis vergeben wird.

In einer öffentlichen Vorlesung erklärt Prof. Klaus-Michael Debatin, Universitätsklinik für Kinder- und Jugendmedizin Ulm, wie sich Krebszellen den normalen Kontrollmechanismen für Leben und Sterben von Zellen im Gewebe entziehen. Die Aufklärung dieser Mechanismen hat wesentliche Bedeutung für das Verstehen der Resistenzmechanismen gegen die Tumortherapie. Gleichzeitig bieten sich in der Überwindung von Resistenzmechanismen gegenüber der Zelltodregulation neue Ansätze für die Behandlung von Krebs und Leukämie, die derzeit ihre klinische Anwendung finden. Die Arbeitsgruppe von Prof. Debatin hat über viele Jahre Pionierarbeiten zur Entdeckung der Mechanismen des natürlichen Zelltods und ihrer Bedeutung für Therapiesensitivität und Resistenz von Tumorzellen geleistet.

In den letzten Jahren hat sich das Spektrum der medikamentösen Therapie gegenüber Krebszellen insgesamt deutlich erweitert. Es stehen neben der klassischen Chemo- und Strahlentherapie auch eine Vielzahl von speziellen Antikörpern, genetisch veränderten Immunzellen und Hemmstoffen gegenüber aktivierten Krebsgenen zur Verfügung. Vielfach werden diese neuen Therapieformen unter dem Begriff „Präzisionsmedizin“ (engl. precision medicine) zusammengefasst. Dennoch gelingt es Tumorzellen häufig, auch gegenüber diesen neuen Therapieformen der „precision medicine“ ungeahnte Widerstandsmechanismen zu entwickeln und unkontrolliert weiter zu wachsen. Unter dem Titel „Molecular Mechanisms of Therapy Resistance in Malignant Tumors“ werden auf dem Kongress von hochrangigen nationalen und internationalen Experten die neuesten Forschungsergebnisse präsentiert werden. Neben Leitern von führenden deutschen Arbeitsgruppen werden Redner aus Israel und England erwartet.

Im Rahmen des Kongresses wird auch der mit 5.000,- € dotierte Ulrich-Hadding-Forschungspreis 2017 verliehen, mit dem der wissenschaftliche Nachwuchs aus den Arbeitsgruppen der BMFZ-Mitglieder unterstützt wird.

Kontakt:
Prof. Dr. Sebastian Wesselborg, Institut für Molekulare Medizin, Heinrich-Heine Universität, Universitätsstr. 1, 40225 Düsseldorf, Tel.: 0211/ 81-12722, E-Mail: Sebastian.Wesselborg@uni-duesseldorf.de


Prof. Dr. Arndt Borkhardt, Direktor der Klinik für Kinder-Onkologie, -Hämatologie und klinische Immunologie, Universitätsklinikum Düsseldorf, Moorenstraße 5, 40229 Düsseldorf, Tel.: 0211/81-17680, E-Mail: lesch@med.uni-duesseldorf.de

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