Die Graphiksammlung „Mensch und Tod“ am Institut für Geschichte der Medizin der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf wurde im Jahre 1976 durch den Erwerb eines ersten großen Konvoluts begründet. Die etwa 1000 Blätter umfassende Sammlung des Chirurgen Prof. Dr. Werner Block (1893–1976) konnte durch die Vermittlung des damaligen Direktors des Instituts für Geschichte der Medizin, Professor Dr. med. Dr. h.c. Hans Schadewaldt (1923–2009), erworben werden.

Seit dem Ankauf dieser in Fachkreisen längst bekannten Sammlung konnte der Bestand kontinuierlich vergrößert werden. 1991 gelang schließlich der Ankauf eines zweiten Konvoluts von fast tausend Werken aus dem Besitz des Stuttgarter Journalisten Robert Matzek. Durch Neuerwerbungen – insbesondere durch aktuelle Werke zeitgenössischer Künstler – wird die Sammlung ständig bereichert und aktualisiert.

Die Betreuung und wissenschaftliche Auswertung der Sammlung wurde dem Institut für Geschichte der Medizin übertragen, das von Anfang an stets bemüht war, neben der Erforschung und Katalogisierung des Bestandes die Sammlung durch Veröffentlichungen, Vorträge und vor allem durch Ausstellungen im In- und Ausland einem möglichst breiten Publikum zugänglich zu machen.

Das Institut für Geschichte der Medizin bietet regelmäßig Seminare zur Sammlung und zu den Themen „Tod und Totentanz“ an. Für die Studierenden bietet sich hier die Möglichkeit zur Beschäftigung mit einem heute oft verdrängten Thema.

Gegenwärtig umfasst die Sammlung etwa 3000 Einzelblätter und 200 Bücher mit insgesamt über 3000 Originalgraphiken aus dem 15. bis 21. Jahrhundert. Es handelt sich sowohl um druckgraphische Blätter als auch um Zeichnungen, Aquarelle und Gouachen. Mit Ausnahme einiger Arbeiten aus Mexiko und Japan stammen die Werke aus Mittel- und Westeuropa, und hier vorwiegend aus dem deutschsprachigen Raum. Zu den vertretenen Künstlern zählen u.a. Albrecht Dürer, Hans Holbein, Rembrandt, Edvard Munch, Ernst Barlach, Emil Nolde, Käthe Kollwitz, Salvador Dali, Horst Janssen.

Alle Blätter der Sammlung widmen sich in allegorischen Darstellungen der Vergänglichkeit des Lebens und dem Tod. Neben den über 150 Totentanzzyklen sind mahnende Memento-mori-Darstellungen und erotische Tod-und-Mädchen-Motive vertreten.

Die Graphiksammlung „Mensch und Tod“ zählt heute zu den umfassendsten und qualitativ hochwertigsten Graphiksammlungen zu den Themen Sterben, Tod und Totentanz. Sie stellt einen reichen Schatz für die wissenschaftliche Lehre und Forschung dar. Gleichzeitig verpflichtet sie uns dazu, für die Bewahrung dieses kulturellen Erbes Sorge zu tragen.

Kontakt:
Prof. Dr. Jörg Vögele, Luisa Rittershaus, M.A. und Christa Reißmann
Institut für Geschichte der Medizin
Universitätsstr. 1, D-40225 Düsseldorf
Tel.: 0211/8113943, Fax 0211/8113949
Email: joerg.voegele@hhu.de
Shortlink dieser Internetseite: www.uniklinik-duesseldorf.de/graphiksammlung
Digitalisate: digital.ub.uni-duesseldorf.de/nav/classification/3113365

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 der Heinrich-Heine-Universität (Ges. F.u.F. HHUD)
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BLZ: 300 700 10  
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Prof. Dr. Jörg Vögele

Kurator

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Bildbearbeitung und Reproduktion

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Luisa Rittershaus

Wissenschaftliche Hilfskraft

 
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  • Zuletzt aktualisiert am 19.05.2017
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