Institut für Toxikologie

Forschungsschwerpunkte:

Molekulare und genetische Toxikologie

  • Genotoxin-induzierbare zelluläre Stress-Antworten und Zelltod
  • DNA damage response (DDR) und DNA Reparatur
  • Suszeptibilitätsfaktoren der chemischen Kanzerogenese
  • Ras-homologe (Rho) GTPasen und Tumorprogression
  • Pharmakologische Modulation von Normalgewebsreaktionen nach Zytostatika- oder Strahlentherapie
  • Mechanismen der Organtoxizität
  • Regulation antioxidativer Faktoren
  • Zytotoxische und zytoprotektive Mechanismen von Naturstoffen

Toxikologie ist die Lehre von Giften

Ihr Aufgabengebiet ist die Erforschung der schädlichen Wirkung chemischer Stoffe (und Strahlung) auf Menschen und Ökosysteme. Neben der Analyse der molekularen Mechanismen, welche toxischen Wirkungen zugrunde liegen, besteht eine Aufgabe der Toxikologie auch darin, die von Giftstoffen ausgehenden Gefahren einzuschätzen. Neben akuten Vergiftungen stehen heute vor allem schwer zu beurteilende chronisch-toxische Wirkungen einzelner Stoffe im Mittelpunkt des Interesses. Des Weiteren sind Kombinationswirkungen kleiner Mengen von Substanzen, die der Mensch aus der Umwelt oder über die Nahrung zu sich nimmt von großer Bedeutung für die Toxikologie.Hierbei sind insbesondere gentoxische und tumorfördernde Substanzen von zentraler Bedeutung. Ziel ist es die Exposition des Menschen mit Kanzerogenen soweit wie möglich zu verhindern, um so das Risiko maligner Erkrankungen zu minimieren. In diesem Zusammenhang kommt der Identifizierung zellulärer Determinanten der Suzeptibilität gegenüber kanzerogenen Noxen eine besondere Bedeutung zu.

Die Tätigkeitsschwerpunkte des Instituts für Toxikologie liegen auf dem Gebiet der toxikologischen Grundlagenforschung, insbesondere der molekularen und genetischen Toxikologie. Aber auch toxikologische Beratung, z.B. von Behörden, zählt zum Tätigkeitsfeld des Instituts.

Forschung und Lehre

Das Institut für Toxikologie befasst sich mit den zytotoxischen und gentoxischen Wirkungen chemischer Stoffe und Strahlung auf den Menschen.  Im Mittelpunkt des Interesses stehen hierbei in der Umwelt vorhandene DNA-schädigende Noxen wie UV-Licht und chemische Kanzerogene (z.B. Alkylantien). Aber auch bei der Zubereitung von Nahrung (z.B. beim Braten) entstehen hoch potente Karzinogene. Die Erbinformation (DNA) ist der Hauptangriffspunkt solcher gentoxischen Noxen. Die Identifizierung von Faktoren die vor den aus einer Schädigung der DNA resultierenden Folgen wie Mutationen, maligne Entartung und Zelltod (u.a. Apoptose) schützen (z.B. DNA-Reparaturmechanismen) ist zentraler Gegenstand der Forschungs-aktivitäten des Instituts. Neben umweltrelvanten Noxen sind aber auch  konventionelle Tumortherapeutika (z.B. Platinverbindungen, Anthrazykline) und ionisierende Strahlung, welche Ihre Wirksamkeit ebenfalls durch Schädigung der Erbinformation der Tumorzellen entfalten, Gegenstand der vom Institut durchgeführten Forschung. In diesem Zusammenhang ist das Institut auch an der Entwicklung pharmakologischer Strategien zur Modulation zellulärer Stress-Reaktionen, DNA Reparatur und Zelltod nach Zytostatika-Exposition interessiert.

Bei der Einwirkung von chemischen Stoffen und Strahlung auf Gewebe kommt es häufig zur Freisetzung von Entzündungsmediatoren, u.a. reaktiven Sauerstoffspezies (ROS) und pro-inflammatorischen Zytokinen. Diese schädigen das Gewebe in vielfältiger Weise und können letztendlich zu Funktionseinschränkungen oder gar Funktionsverlust der betroffenen Organe führen. Antioxidativ und antiinflammatorisch wirksame Mechanismen stellen somit einen wichtigen zellulären Schutzmechanismus dar. Die Identifizierung und Charakterisierung von antioxidativ / antiinflammatorisch wirksamen Natur- und Nahrungsinhaltsstoffen ist daher  ein weiterer Schwerpunkt der aktuellen Forschungstätigkeit des Instituts.

Im Hinblick auf die Lehre ist das Institut zusammen mit dem Institut für Pharmakologie für die curriculare Ausbildung von Studierenden der Humanmedizin, Zahnmedizin sowie Pharmazie im Fach „Pharmakologie und Toxikologie“ verantwortlich und bietet zusätzlich auch Veranstaltungen für Studierende der Biologie an. Zudem ist das Institut für Toxikologie hauptverantwortlich für die Organisation und Durchführung des „NRW-Masterstudiengang Toxikologie“. Dieser Studiengang trägt der Tatsache Rechnung, dass der Bedarf an Toxikologen in Industrie und Behörde steigt, die Zahl der toxikologischen Ausbildungsstätten an den deutschen Universitäten jedoch abnimmt. Das Institut versucht mit Hilfe dieses Studienganges dem drohenden Mangel an qualifizierten Toxikologen in Deutschland entgegenzuwirken. Neben dem Institut für Toxikologie sind auch eine Reihe weiterer universitärer und industrieller Einrichtungen in Nordrhein-Westfalen an der Durchführung des Studiengangs beteiligt. Genauere Informationen hierzu finden sich unter der Rubrik „Masterstudiengang Toxikologie“.

Institutsleitung


Bild von:  Prof. Dr. rer. nat. Gerhard Fritz
Prof. Dr. rer. nat. Gerhard Fritz
Direktor
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Weitere Informationen

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Wichtiger Hinweis

Das Institut für Toxikologie hat keinerlei Aufgaben im Bereich der Krankenversorgung. Auch der analytische Nachweis von Schadstoffen in humanen Proben ist nicht möglich.

Bei Fragen zu Vergiftungen wenden Sie sich bitte an die Informationszentrale gegen Vergiftungen Bonn.

Giftnotruf Bonn: 0228 / 19240

 
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  • Zuletzt aktualisiert am 17.09.2015
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