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Institut für Anatomie II
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Prof. Dr. Syed G. Haider
Gebäude-Nr.: 22.03
Ebene: 00
Zimmer-Nr.: 74
Universitätsstr.  1
40225  Düsseldorf
Tel.:  +49 211 81 14816
haider@uni-duesseldorf.de

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www.uniklinik-duesseldorf.de/anatomiezwei

Aufgabe der Anatomie im Rahmen der Medizinerausbildung ist es, den Aufbau des menschlichen Körpers zu beschreiben. Dies umfasst Makroskopische Anatomie, d.h. Beobachtungen mit dem bloßen Auge, Mikroskopische Anatomie (Beschreibung mit Hilfe eines Lichtmikroskops bzw. eines Elektronenmikrokops) sowie Embryologie (Vorgänge von der Befruchtung einer Eizelle bis zur Geburt eines Kindes). Das Fach Anatomie wird in der Vorklinik während der ersten vier Semestern unterrichtet. Die Kenntnisse der Anatomie bilden eine Basis für die Ausbildung im klinischen Abschnitt des Studiums. Freiwillige Körperspender ermöglichen die Ausbildung der Studenten und Fortbildung der Ärzte. Dafür ist das Institut den Körperspendern sehr dankbar.

In der Forschung bearbeitet das Institut morphologische und biologische Fragestellungen sowie Aspekte der Medizindidaktik. Die Arbeitsmethoden sind: Lichtmikrokopie, Elektronenmikroskopie, Histochemie, Immunhistochemie, Mikrospektralphotometrie und quantitative Verfahren der Morphometrie. Die angewandten Methoden dienen der Optimierung der Diagnostik und der Aufklärung der Krankheitsentstehung.




Forschung und Lehre

Die Forschung am Anatomischen Institut II lässt sich in zwei übergeordnete Bereiche gliedern, die Makroskopie und die Mikroskopie in Kombination mit der Entwicklungsbiologie.
In der Makroskopie konzentrieren sich die Anatomen auf bildgebende Verfahren in der Medizin und deren Einsatz im vorklinischen Unterricht. Darüber hinaus führen sie biomechanische Studien an verschiedenen Geweben und Organen durch.
In der Mikroskopie und Entwicklungsbiologie konzentriert sich die Forschung auf die umweltabhängige Steuerung der Reproduktion von Wirbeltieren durch die Zwischenhirn-Gonaden-Achse. Schwerpunkt sind hier die photoneuroendokrinen Systeme als Effektoren der Zwischenhirn-Gonaden-Achse, also die Rezeptoren für Umweltveränderungen, und die Differenzierung der Leydig-Zellen in den Hoden der Tiere. In diesem Zusammenhang arbeitet das Institut auch an Studien zu gentechnisch veränderten Tieren.
Einen weiteren Schwerpunkt bildet die vergleichende Anatomie mit Studien zu den Zähnen der Saugschmerlen und zur Viviparie der Zahnkarpfen.
In der Lehre erhalten Studierende der Humanmedizin, der Zahnmedizin und der Pharmazie eine universitäre Ausbildung im Fachgebiet der gesamten Anatomie.
Neben den in der Approbationsordnung für Ärzte beschriebenen Aufgaben in der Ausbildung angehender Ärztinnen und Ärzte als Hauptanteil der Lehre bietet das Institut zusätzliche Projekte an. Dies ist zunächst eine interdisziplinäre Verknüpfung radiologischer Themen und bildgebender Verfahren mit dem vorklinischen Anatomieunterricht, das heißt der Schnittbildanatomie. Zudem arbeitet das Institut verstärkt an der Professionalisierung von Didaktik und Methodik.
Die Anatomie ist darüber hinaus eine Anlaufstelle für die klinikinterne Weiterbildung von Medizinern. Beispielsweise nutzen Chirurgen die Ressourcen der Anatomie II, um sich spezielle oder neue Methoden praktisch anzueignen.


Vita Professor Dr. rer.nat. Syed G. Haider

1965-71: Studium der Physiologie, Biochemie und Mikrobiologie an der University of Karachi, Pakistan (M.Sc.) und an den Universitäten Tübingen und Bochum (Dipl.-Biol.)
1971-75: Promotion (Dr. rer.nat.) an der Universität Bochum in vergleichender Endokrinologie (Zoophysiologie)
1975-77: Wiss. Mitarbeiter, Anatomisches Institut, Universität Bochum
1977-79:  Post.-Doc.-Stipendiat, Max-Planck-Institut für Physiologische und Klinische Forschung, Bad Nauheim
Ab 1979:  Wiss. Mitarbeiter, Anatomisches Institut, Heinrich-Heine Universität Düsseldorf
1986: Habilitation über die „Entstehung und Differenzierung der Leydig-Zellen im Hoden“. Venia legendi für das Fach Anatomie
1987: Preis für die Habilitationsschrift, Gesell. f. Freunde u. Förderer, Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf
1989 und 1991: Gastprofessur, Department of Anatomy, A.K. Medical University Karachi, Pakistan
1991: Außerplanmäßige Professur, Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf
1998-2005: Vorsitzender, Prüfungsausschüsse der Zahnmedizin
1999:  Forschungsfreies Semester, Visiting Scientist, Rockefeller University, New York, USA
  Wissenschaftliche Publikationen: 52 Originalbeiträge zum Thema Struktur und Erkrankung des Hodens.  Zwei „invited reviews“ in US-Fachzeitschriften.  Zwei Lehrbuchbeiträge


Forschungsschwerpunkte
Umwelteinfluss auf die Fortpflanzung des Mannes
Veränderungen der Struktur des Hodens nach Erkrankungen
Differenzierung der Leydig-Zellen und der Spermatogenese-Zellen
Vergleichende Anatomie (Knochen- u. Knorpelfische)
Biomechanik des Gewebes
Bildgebende Verfahren
Neue Wege in der Medizindidaktik