Forschungsschwerpunkte

Signalmechanismen in Apoptose, Autophagie und Inflammation

 

  •  Chemoresistenzmechanismen bei Tumoren
  •  Rolle des PI3K/Akt-Signalweges in Apoptose und Autophagie
  • Mechanismen der Eliminierung sterbender Zellen
  • Entzündungsregulation
  • Proteinkinasen und Transkriptionsfaktoren

Die Molekulare Medizin ist eine neue, zukunftsorientierte Disziplin, die in der Forschung eine Schnittstelle von Medizin, Biochemie und Genetik bildet. Aufgabengebiet der Molekularen Medizin ist es, krankhafte Veränderungen des Gesamtorganismus auf Zellebene zu erklären und therapeutisch zu beeinflussen. Besonders interessant sind hierbei Veränderungen von Zellstrukturen, von Eiweiß- und anderen chemischen Verbindungen sowie der genetischen Information. Die Molekulare Medizin setzt zur Aufklärung von Krankheitsursachen und zur Entwicklung neuer Therapieverfahren Methoden der DNA-Analytik und des Protein-Nachweises sowie zellbiologische Verfahren ein. Hierbei werden Methoden und Erkenntnisse von Grundlagenfächern wie Molekularbiologie, Zellbiologie, Biochemie sowie Entwicklungsbiologie berücksichtigt und auf klinische Fragestellungen der Humanmedizin angewandt.

 

Forschung und Lehre

Das Institut für Molekulare Medizin übernimmt eine zentrale Brückenfunktion zwischen biomedizinischer Grundlagenforschung und angewandter klinischer Forschung. Am Institut verfolgen wir verschiedene Forschungsschwerpunkte. Ein Schwerpunkt liegt in der Zell- und Tumorbiologie – hierbei insbesondere auf dem Gebiet der Signaltransduktion des programmierten Zelltodes (Apoptose) und des zellulären Hungerprogramms (Autophagie) – wobei wir neben Grundlagen-orientierten Fragestellungen die Möglichkeit der Translation in die klinische Anwendung verfolgen. In unserem inflammatorischen Schwerpunkt untersuchen wir die Signalmechanismen der 'Entsorgung' (Clearance) sterbender Zellen durch Fresszellen (Phagozyten) und auf welche Weise hierbei apoptotische, post-apoptotische und nekrotische Zellen die Immunantwort modulieren und damit zur Entstehung von Inflammation und Autoimmunerkrankungen beitragen. Darüber hinaus untersuchen wir die Rolle des NF-kB-Inhibitors IkBz in Entzündungsprozessen und Apoptose.

Vita Universitätsprofessor Dr. rer. nat. Sebastian Wesselborg

1982-1987 Studium der Biologie an der Universität Mainz
1987-1988 Diplomarbeit am Deutschen Krebsforschungszentrum in Heidelberg unter Leitung von Prof. Dr. Stefan C. Meuer
1989-1992 Doktorarbeit am Institut für Immunologie der Universität Heidelberg unter Leitung von Prof. Dr. Dieter Kabelitz
1992-1993 Wissenschaftlicher Angestellter im Labor von Prof. Dr. Stefan C. Meuer am Deutschen Krebsforschungszentrum in Heidelberg
1993-1995 Stipendium für Infektiologie des Bundesministeriums für Forschung und Technologie
1993-1996 Auslandsaufenthalt im Labor von Prof. Dr. Steven J. Burakoff am Dana-Farber Cancer Institute der Harvard Medical School in Boston (USA)
1996-1997 Wissenschaftlicher Angestellter im Labor von PD Dr. Klaus Schulze-Osthoff am Institut für Biochemie der Universität Freiburg
1997-1999 Junior-Gruppenleiter im Labor von Prof. Dr. Klaus Schulze-Osthoff in der Forschungssektion für ''Molekulare Gastroenterologie'' der Medizinischen Klinik I der Universität in Tübingen
1999-2002 Kommissarischer Leiter der Forschungssektion für ''Molekulare Gastroenterologie'' der Medizinischen Klinik I der Universität Tübingen
2000 Habilitation für Molekulare Medizin an der Medizinischen Fakultät der Universität Tübingen
2000-2002 Kommissarischer Leiter der Forschungssektion für ''Molekulare Gastroenterologie'' der Medizinischen Klinik I der Universität Tübingen und Gruppenleiter an der Abteilung für Immunologie und Zellbiologie, Universität Münster
2002-2011 Universitätsprofessor (C3), Abteilung für Innere Medizin I der Universität Tübingen
2005-2011 Mitglied der Forschungskommission der Medizinischen Fakultät der Universität Tübingen
2008-2011 Sprecher des SFB 773 ''Therapieresistenz solider Tumoren und ihre Überwindung''
2009-2011 Sprecher des Internationalen Graduiertenkollegs GRK 1302 ''The PI3K Pathway in Tumour Growth and Diabetes'' (Tübingen/Dundee; UK)
seit 2011 Universitätsprofessor (W3) und Leiter der Instituts für Molekulare Medizin an der Medizinischen Fakultät der Universität Düsseldorf

Bild von:  Prof. Dr. Sebastian Wesselborg
Prof. Dr. Sebastian Wesselborg
Institutsleitender Direktor
Straße
Universitätsstraße 1
Ort
40225 Düsseldorf

Tel.: +49 (0) 211 81 12722

Diese Seite können Sie auch direkt abrufen:
www.uniklinik-duesseldorf.de/molekulare-medizin

 
  • bitte hier klicken um diese Seite zu druckenSeite drucken
  • Zuletzt aktualisiert am 20.10.2015
  • URL zur aktuellen Seite: http//www.uniklinik-duesseldorf.de/de/unternehmen/institute/institut-fuer-molekulare-medizin-i/