Institut für Pharmakologie und Klinische Pharmakologie

Das Institut für Pharmakologie und Klinische Pharmakologie nimmt Forschungs- und Dienstleistungsaufgaben in allen Bereichen wahr, welche die Wirkung von Arzneimitteln betreffen. Im molekular-pharmakologischen Bereich umfassen diese Aufgaben die Aufklärung der Wirkungsmechanismen und gegebenenfalls die Weiterentwicklung von Medikamenten.

Das Institut optimiert die Arzneimittelbehandlung in der gesamten Universitätsklinik durch Beratung, Durchführung gemeinsamer Forschungsvorhaben und die Mitarbeit in zentralen Gremien wie der Arzneimittelkommission. Darüber hinaus ist das Institut aktiv an der Organisation und Durchführung von klinischen Studien über neue Arzneimittel am Koordinationszentrum für Klinische Studien beteiligt. Es arbeitet eng mit der Klinik für Nephrologie, der Klinik für Kardiologie, der Klinik für Gefäßchirurgie, dem Institut für Klinische Anästhesiologie sowie dem Institut für Hämostaseologie und Transfusionsmedizin zusammen.

Bei der Patientenversorgung konzentriert sich die Arbeit des Instituts auf Herz- und Kreislauferkrankungen. Im klinisch-pharmakologischen Labor werden regelmäßig Prostaglandine (Kreislaufhormone) für klinische Fragestellungen gemessen. Darüber hinaus werden dort auf Anforderung auch weitere wichtige Faktoren für eine Optimierung der Arzneimitteltherapie im Blut oder Urin bestimmt. Das Institut bietet einen telefonischen Auskunftsdienst zu allen aktuellen Fragen der Arzneimittelbehandlung an, der Fragen zu Wechsel- und Nebenwirkungen von Medikamenten einschließt.

Forschung und Lehre

Die Forschungsschwerpunkte des Institutes liegen im Bereich der Herz-Kreislauferkrankungen, welche in den westlichen Industrieländern weiterhin die häufigste Todesursache darstellen. Besonderes Augenmerk gilt dabei der Untersuchung von Mechanismen des Herzinfarktes und seiner Behandlung an geeigneten Tiermodellen sowie Arbeiten zur Atheriosklerose, unter anderem am Modell der Zellkultur. Weiterhin führt das Institut Forschungsarbeiten über die Aktivierungsmechanismen von Blutplättchen sowie zu den Mechanismen der Gefäßwandverdickung und des –umbaus bei chronischen Arterienerkrankungen durch.
Darüber hinaus beschäftigt sich das Institut mit Untersuchungen zu herz- bzw. kreislaufwirksamen Medikamenten, darunter Mittel zur Behandlung von Durchblutungsstörungen, organischen Nitraten, Prostaglandinen und Arzneimitteln wie die Acetylsalicylsäure zur Verhinderung der Gefäßverschlüsse durch Thromben. Die dabei erzielten Forschungsergebnisse werden regelmäßig in führenden internationalen Fachzeitschriften veröffentlicht und auf internationalen Fachkongressen vorgetragen.

Das Lehrangebot für Studierende der Humanmedizin, Zahnmedizin, Pharmazie und Psychologie deckt alle Bereiche der Pharmakologie und Klinischen Pharmakologie ab. Eine spezifische Weiterbildung wird den Studierenden im Rahmen von Dissertationen ermöglicht. Darüber hinaus steht das Institut im Rahmen der Weiterbildung zum Facharzt für Pharmakologie und Toxikologie oder zum Facharzt für Klinische Pharmakologie entsprechend seiner Kapazität auch für die Hospitation anderer Kollegen zur Verfügung.

Das Institut für Pharmakologie unterhält wissenschaftliche Kooperationen mit den National Health Research Institutes in Taipeh (Taiwan), dem Institute for Translational Medicine der University of Pennsylvania in Philadelphia, der Abteilung Gefäßchirurgie der University of Washington in Seattle und dem Zentrum für Vaskuläre Biologie und Medizin der Universität Jena. Es wird in mehreren Projekten durch die DFG (Deutsche Forschungsgesellschaft) gefördert und vertritt darüber hinaus ein Teilprojekt im Sonderforschungsbereich „Molekulare Analyse kardiovaskulärer Funktionen und Funktionsstörungen“ der Universität Düsseldorf.