BehandlungsschwerpunkteForschungsschwerpunkte
Gesamte Exfoliativ- und Punktionszytologie
mit adjuvanten Verfahren
Diagnostische DNA-Bildzytometrie
Flüssigkeitsbasierte ZytologieAutomatisierte DNA-Bildzytometrie (DNA-Karyometrie)
ImmunzytochemieNicht-invasive, zytologische Krebsfrühdiagnose
Nicht invasive, zytologische KrebsfrühdiagnosePromotorhypermethylierung
an zytologischem Untersuchungsmaterial
Diagnostische DNA-BildzytometrieAneusomiediagnostik mit FISH
Chromosomale Fluoreszenz-in-situ-Hybridisierung (FISH)Immuncytochemie an zytologischem Untersuchungsmaterial
AgNOR-Analyse
Molekularpathologische Untersuchungen
(zum Teil in Kooperation mit dem Institut
für Pathologie)

Hauptaufgabe der Zytopathologie ist die nicht-invasive Diagnostik von Tumoren. Anders
als in der Histopathologie, bei der Gewebeproben untersucht werden, erfolgt die Tumor-
diagnostik hier an Zellen. In Deutschland existieren für dieses Aufgabengebiet, das integraler Teil des Gesamtfaches Pathologie ist, nur sehr wenige spezialisierte universitäre Einrichtungen, zu denen auch die Zytopathologie in Düsseldorf gehört.
Die Zytopathologie wird sowohl im Bereich der Krebsvorsorge und Früherkennung, als
auch in der Vorfelddiagnostik bei Patienten mit Krebsverdacht und darüber hinaus in der Tumornachsorge aktiv. Bei der Krebsvorsorge erfolgt die Analyse auf der Basis von Abstrichen oder Untersuchungen von Körperflüssigkeiten. Ziel ist es, die Erkrankung möglichst in heilbaren Vor- oder Frühstadien zu erkennen. Besteht bei Patienten bereits Krebsverdacht, werden entweder Abstriche von Schleimhäuten oder mit feinen Nadeln gewonnene Punktate von krebsverdächtigen Knoten innerer Organe untersucht. Die gewonnenen Ergebnisse zeigen, ob tatsächlich ein Tumor vorliegt, und falls ja, um welche Art es sich dabei handelt. Durch dieses Verfahren können dem Patienten häufig operative diagnostische Eingriffe erspart werden.

Bei der Arbeit des Zytopathologen spielt das Screening von Risikogruppen auf spezielle Krebsarten wie Mundkrebs, Lungenkrebs, Rippenfellkrebs (malignes Mesotheliom), Gebärmutterhalskrebs oder Harnblasenkrebs eine wichtige Rolle. Darüber hinaus wird
die zytologische Diagnostik zur Abklärung bei lokalem Krebsverdacht eingesetzt. Gute Ergebnisse werden auch im Bereich der Rezidiv- beziehungsweise Metastasendiagnostik bei bekanntem Primärtumor sowie bei der Abklärung von Erkrankungen mit unbekanntem Primärtumor erreicht. Nach einer Strahlen- oder Chemotherapie, z.B. bei Hornhaut- oder Bindehaut-, Prostata- und Harnblasenkarzinomen, wird die zytologische Diagnostik zur Beobachtung des Krankheitsverlaufs eingesetzt.

Neben der mikroskopischen Untersuchung verschieden gefärbter Zellen werden in der zytologischen Diagnostik weitere Spezialmethoden zur Untersuchung angewandt.
Zur Früherkennung von Karzinomen und der Einstufung ihrer Bösartigkeit greift man beispielsweise auf die DNA-Bildzytometrie oder die Fluoreszenz-in-situ-Hybridisierung (FISH) zurück; die Immunzytochemie wird zur exakten Typisierung von Tumoren genutzt.
Zur Früherkennung bestimmter Tumoren wie beispielsweise des Mesothelioms oder des Schilddrüsenkarzinoms kann ergänzend die AgNOR-Analyse eingesetzt werden.

Über spezielle Erfahrungen verfügt das Institut im Bereich der nicht-invasiven Frühdia-
gnostik von Karzinomen durch DNA-Bildzytometrie. An Abstrichen, beispielsweise von Auge oder Mundschleimhaut, kann Krebs ohne operativen Eingriff auf diese Weise im heilbaren Vorstadium erkannt werden. Ein weiterer Schwerpunkt ist die Diagnose von Mesotheliomen im Frühstadium anhand von Körperhöhlenergüssen.

Über die selbst durchgeführte Diagnostik hinaus bestehen Kooperationen mit unterschied-
lichen Partnern. Zur Durchführung spezieller molekularbiologischer Tests besteht eine Zusammenarbeit mit molekularpathologischen Schwerpunkteinrichtungen. Für die Diagnose besonders schwieriger Fälle steht das Institut in Verbindung mit weiteren spezialisierten zytopathologischen Einrichtungen im In- und Ausland.

Forschung und Lehre
Einen besonderen Stellenwert in der Arbeit der Zytopathologie in der Forschung (und der diagnostischen Anwendung) hat die DNA-Bildzytometrie, die entscheidend von Prof. Dr. Böcking, dem früheren Leiter, aber auch von seinem Nachfolger, Prof. Dr. Biesterfeld, wissenschaftlich vorangebracht wurde.
Die Auswertung immuncytochemischer Untersuchungen an zytologischen Ausstrichen unterscheidet sich gelegentlich von der an histologischen Präparaten (Gewebe). Deshalb untersuchen wir neben besonderen Präparationsverfahren Eigenschaften einzelner Anti-
körper an zytologischem Untersuchungsgut.
Ferner verfolgen wir die multimodale Zellanalyse, zunächst entwickelt in Kooperation mit dem Institut für Messtechnik an der RWTH Aachen, mit der man durch exakte Relokalisation von Einzelzellen unter dem Mikroskop Mehrfachanwendungen (z.B. Immunzytochemie, AgNOR-Analyse und DNA-Bildzytometrie) an identischen Zellpopulationen oder gar auf Einzelzellniveau vergleichen kann. Außerdem sind molekularpathologische Methoden, insbesondere die Fluoreszenz-in-situ-Hybridisierung und die methylierungsspezifische PCR, etabliert, die es auch in der Anwendung an zytologischem Untersuchungsmaterial weiter
zu entwickeln gilt.
Wir betreuen regelmäßig Studenten der Zahnmedizin und Humanmedizin bei der Erstellung ihrer Dissertation.
Neben unseren Forschungsaktivitäten bieten wir unterschiedliche Lehrangebote an. Studenten der Zahnmedizin werden in Allgemeiner und Spezieller Pathologie sowie in Oral-
pathologie und Histopathologie ausgebildet, Studenten der Humanmedizin in Grundlagen der diagnostischen Zytologie. Ergänzt wird dieses Angebot durch regelmäßige Vorträge über verschiedene Aspekte der zytopathologischen Diagnostik.

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Dr. (UA) Natalia Pomjanski, FIAC

Leitung Funktionsbereich
Curriculum Vitae

Dr. med. Martin Schramm

Leitung Funktionsbereich
Curriculum Vitae

Kontakt
Sekretariat
Maike Hellmann
+49 (0) 211-811-9346
Laila Buckner
+49 (0) 211-811-8401

Gebäude 14.81
Moorenstr. 5
40225 Düsseldorf
http://www.uniklinik-duesseldorf.de/cytopathologie

 

 
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  • Zuletzt aktualisiert am 11.05.2016
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