DIE GESUNDHEITSLANDSCHAFT IM WANDEL

  • Aktuelle gesundheitspolitische Reformbestrebungen zur Krankenhausplanung und Krankenhausfinanzierung können zu einem grundlegenden Strukturwandel im Gesundheitswesen führen.
  • Die Reformbestrebungen bieten die Chance, die besondere Rolle der Universitätsmedizin weiter auszubauen.
  • Die größten Treiber des Wandels der Gesundheitslandschaft sind die zunehmende Digitalisierung und die demografische Entwicklung mit ihren Auswirkungen auf die Patientinnen und Patienten und den Arbeitsmarkt.

Die gerade erst verabschiedete Krankenhausreform zeigt, dass sich das Gesundheitswesen in einem grundlegenden Strukturwandel befindet. Die aktuellen Reformbestrebungen von Bund und Land für eine moderne und bedarfsgerechte Krankenhausversorgung stellen eine Herausforderung für das gesamte Krankenhauswesen dar und sind mit vielen Unsicherheiten verbunden. Auf alle Krankenhäuser bezogen, ist mit einer deutlichen Verlagerung des bisherigen Leistungsspektrums der Krankenhäuser zu rechnen. Die Reformbestrebungen halten aber auch viele Chancen bereit. Im jetzigen System ist die Universitätsmedizin durch die Grenzen des DRG-Systems bundesweit völlig unzureichend finanziert.

Durch die Strukturreformen besteht die Chance auf eine angemessene Finanzierung und insgesamt eine Stärkung der Universitätsmedizin, die ohnehin eine besondere Rolle im System der Krankenhauslandschaft hat. Das geht von der medizinischen Spitzenversorgung, über die klinische Forschung, die Lehre und die Koordinierungs- und Beratungsfunktion für ganze Netzwerke, bis hin zur belastbaren Infrastruktur für Krisenfälle.

Mit den immer noch bestehenden Defiziten in der Digitalisierung stehen die Krankenhäuser vor einer weiteren großen Herausforderung, die aber große Chancen bietet, wenn die Digitalisierung vorangebracht werden kann. Telematik, Big Data und KI sind da nur drei große Schlagworte unter vielen.

Der demographische Wandel wiederum betrifft zwar einerseits alle Branchen gleichermaßen, ist im Krankenhaus aber doppelt zu spüren: Einerseits wird die Zahl der älteren Patientinnen und Patienten größer und andererseits verstärkt die alternde Gesellschaft den ohnehin stark ausgeprägten Fachkräftemangel. Hinzu kommt eine veränderte Erwartungshaltung der jüngeren Generation an die Arbeitswelt und die Arbeitsbedingungen: Selbstverwirklichung, Flexibilität und Mitbestimmung bei der Ausgestaltung des Arbeitsplatzes, aber auch das gesellschaftliche Engagement des Unternehmens in Hinblick auf Diversität, Chancengerechtigkeit, Klimaschutz und Nachhaltigkeit sind ihnen für die Wahl des Arbeitgebers wichtig.

Aber was bedeuten diese Veränderungen im Gesamtsystem für das UKD?

  • Das UKD muss sich mit Blick auf den neuen Krankenhausplan NRW fokussieren und sich adäquat vernetzen.
  • Das UKD muss dem Fachkräftemangel entgegenwirken.
  • Das UKD muss als attraktiver Arbeitgeber Themen wie Nachhaltigkeit, Klimaschutz, Diversity, flexible Arbeitsmodelle adäquat adressieren und bewerben.
  • Das UKD muss seine digitale und telemedizinische Infrastruktur ausweiten.

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