Unsere Projekte & Publikationen

Unsere wissenschaftlichen Aktivitäten...

 

Forschung

mit Hausärzten/innen, für Hausärzte/innen

Eine von den Patienten und Patientinnen zu Recht erwartete gute hausärztliche Versorgung braucht allgemeinmedizinische Forschung und Wissenschaft, um sich kontinuierlich zu verbessern, um neues medizinisches Wissen auf hausärztliche Relevanz zu überprüfen und dann ggf. in die Praxis umzusetzen.

Das Düsseldorfer Institut für Allgemeinmedizin (ifam) gehört zu den wenigen großen Abteilungen in Deutschland, die intensiv zur Hausarztmedizin forschen, und wird darin von verschiedenen Landes- und Bundesministerien, dem Rückkehrerprogramm NRW, der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) sowie der Europäischen Union gefördert.

Die Patienten/innen und ihre Hausärzte/innen, weniger die einzelne Erkrankung, stehen im Mittelpunkt der Forschung. Bei jedem Projekt sind deshalb wichtige Leitfragen: Was bringen die Ergebnisse dem Hausarzt/der Hausärztin und den Patienten/innen? Was ändert sich in der täglichen hausärztlichen Arbeit?

Die Methoden der Hausarztmedizin werden in Forschungsprojekten kritisch hinterfragt, auf ihre Anwendbarkeit im praktischen Alltag überprüft und weiterentwickelt. Dazu nutzen wir ein breites Spektrum unterschiedlichster Studiendesigns, von der qualitativen Interviewstudie über systematische Übersichtsarbeiten und Kohortenstudien bis hin zur multizentrischen cluster-randomisierten Interventionsstudie.

Wir forschen nicht „über Hausärzte/innen“, wir forschen MIT Hausärzten und Hausärztinnen zusammen, FÜR Hausärzte und Hausärztinnen! Das bedeutet, dass wir die Mitarbeit der niedergelassenen Kolleginnen und Kollegen suchen. Sie können uns Ihre Forschungsfragen mitteilen, an Projekten teilnehmen und zur Forschungspraxis werden. Mittlerweile besteht unser Forschungspraxen-Netz aus über eintausend Praxen; weitere sollen und müssen hinzukommen! Nur so gelingt uns zusammen eine allgemeinmedizinische Forschung mit Veränderungspotenzial.

Die Forschungsaktivitäten des ifam können in vier Schwerpunkten zusammengefasst werden:

Forschungsschwerpunkte

Patient-Arzt-Kommunikation

Gespräche als zentrale Methode der Hausarztmedizin stehen im Fokus vieler ifam-Projekte. Die Orientierung am individuellen Patienten / an der individuellen Patientin ist dabei ein wichtiger Leitsatz. Themen in diesem Forschungsschwerpunkt sind u.a.: Gemeinsame Entscheidungsfindung, Nähe in der Patient-Arzt-Beziehung, Umgang mit „schwierigen“ Patienten/innen, Verhaltensänderung

Ansprechpartner: Dr. med. Achim Mortsiefer

 

Umgang mit Gesundsein und Kranksein im Alter

Ein großer Teil der hausärztlichen Beratungsanlässe bezieht sich auf Menschen im höheren Lebensalter. Deren Umgangsweisen und auch der Umgang des Hausarztes/der Hausärztin mit dem Alter und mit altersassoziierten Veränderungen werden in diesem Forschungsschwerpunkt untersucht. Die Demenzforschung am ifam ist hier hervorzuheben. Weitere Schlagworte: chronisches Kranksein, Multimorbidität, Bewegung, Reduktion potenziell inadäquater Medikation

Ansprechpartnerinnen: Angela Fuchs, Verena Leve

 

Familienmedizin

Die Familienmedizin nimmt einen wichtigen und eigenständigen Bereich innerhalb des Faches Allgemeinmedizin ein. Sie hat dank ihrer integrativen Betrachtungsweise die Patienten/innen in ihrer Gesamtheit im Blick. Ziel dieses im Aufbau befindlichen Forschungsschwerpunktes ist es, Forschung und Reflexion zur Familienmedizin in Deutschland weiterzuentwickeln und damit die Familienmedizin zu stärken.

Ansprechpartnerin: Dr. disc. pol. Vera Kalitzkus

 

Suchtforschung und klinische Epidemiologie

Maßnahmen zur Senkung der Rauchprävalenz im Rahmen der hausärztlichen Primärversorgung sind ideal, da oftmals Vertrauensverhältnisse und eine Kontinuität der Betreuung bestehen. Unser Forschungsschwerpunkt richtet sich auf die Verbesserung der Effektivität und Analyse von Therapien zur Behandlung von Tabaksucht im Rahmen der hausärztlichen Primärversorgung sowie über epidemiologische Bevölkerungsbefragungen. Wichtige Themen sind dabei: die Entwicklung einer Evidenzbasis für Techniken der Verhaltensänderung; die Analyse der E-Zigarette als neues Mittel der Tabakentwöhnung; und die Evaluation bestehender pharmakologischer Therapien.

Ansprechpartner: Univ.-Prof. Dr. Daniel Kotz, MSc MPH 

 

Ansprechpartner Forschung

Sie haben hausärztlich relevante Forschungsfragen, die Sie gemeinsam mit uns beantworten möchten? Das ifam begrüßt Forschungsideen aus den o.g. Bereichen!

Gesamtkoordination Forschung:

Dr. Michael Pentzek

Tel. 0211 – 81 16 818 oder 0173 – 56 77 725
pentzek@med.uni-duesseldorf.de

Sie sind als Hausarztpraxis an Forschung interessiert und würden gerne mit Ihrem Praxisteam mitmachen? Gerne informieren wir Sie über unser hausärztliches Forschungspraxen-Netz und über aktuelle und geplante Projekte.

Kontakt:

Prof. Dr. Stefan Wilm

Tel. 0211 – 81 17 771
stefan.wilm@med.uni-duesseldorf.de

 
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  • Zuletzt aktualisiert am 14.02.2017
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