Direktor: Univ.-Prof. Dr. med. Ertan MayatepekMoorenstr. 5 40225 Düsseldorf Tel.: +49 (0) 211 81 17640 Fax: +49 (0) 211- 8 11 87 57 mayatepek@uni-duesseldorf.de |
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Das Aufgabengebiet der Klinik für Allgemeine Pädiatrie ist breit gefächert und deckt sämtliche allgemein-pädiatrischen Erkrankungen ab. Es werden Kinder und Jugendliche aller Altersklassen bis zum 18. Lebensjahr behandelt. Zu den ausgewiesenen Schwerpunkten der Klinik gehören die Bereiche Stoffwechsel, Neurologie, Gastroenterolgie/Hepatologie, Infektiologie und Neonatologie. Besondere Erfahrungen hat die Klinik darüber hinaus auch in der Betreuung von Kindern mit Diabetes mellitus und hormonellen Erkrankungen.
Die mit modernster Medizintechnik ausgestattete Intensivstation der Klinik ist eine der komfortabelsten in Deutschland. Hier werden vorwiegend Früh- und Neugeborene, aber auch ältere Kinder mit akuten, lebensbedrohlichen Krankheitssymptomen und nach größeren Operationen versorgt. Für die intensive Pflege von Früh- und Neugeborenen steht zudem eine eigene neonatologische Station zur Verfügung. Dabei kooperiert die Neonatologie eng mit den Geburtshelfern der Universitäts-Frauenklinik.
Versorgung der Patienten
„Arthur Schlossmann - Dem Retter der Kinder“: Diese Widmung in der Eingangshalle der Kinderklinik erinnert daran, dass der Geist des großen Kinderarztes noch immer die Arbeit in der Kinderklinik prägt. Natürlich hat sich seit den Tagen Schlossmanns vieles verändert. Heute verfügt die Kinderklinik über großzügige, zeitgemäß ausgestattete Räumlichkeiten sowie diagnostische und therapeutische Möglichkeiten auf höchstem Niveau. In der Klinik wird ein breites Spektrum an Spezialambulanzen angeboten (u.a. für Stoffwechsel, Neurologie, Endokrinologie, Gastroenterologie/Hepatologie sowie eine von der Deutschen Diabetes Gesellschaft anerkannte Diabetes-Ambulanz und eine Anfallsambulanz, zertifiziert durch die Deutsche Gesellschaft für Epileptologie). Zudem stehen kompetente Ansprechpartner für infektiologische Fragen einschließlich Impfungen im Kindes- und Jugendalter zur Verfügung. Besonderer Wert wird auf eine gute und kollegiale Zusammenarbeit mit den niedergelassenen Kollegen gelegt.
In der Kinderklinik wird ein breites Spektrum an diagnostischen Untersuchungen angeboten (u.a. EEG und elektrophysiologische Untersuchungen). Integriert ist zudem ein Stoffwechsellabor, das über eine breite Palette moderner Methoden zur Diagnose und Therapiekontrolle von angeborenen Stoffwechselstörungen verfügt. Dort können international ausgewiesene Experten Anfragen aus ganz Deutschland bearbeiten und die entsprechenden Spezialuntersuchungen veranlassen. Weitere Untersuchungen wie Computertomographien, Kernspintomographien und gastroenterologische Endoskopien erfolgen z.T. direkt in der Kinderklinik bzw. im Nebengebäude in der MNR-Klinik. Die kurzen Wege zwischen den Kliniken erleichtern ganz im Sinne der Patienten die täglichen Abläufe.
Die Kinderklinik ist speziell auf die Bedürfnisse von Säuglingen, Kleinkindern und Jugendlichen eingerichtet. Auf jeder Station gibt es ein Spielzimmer mit Büchern und Spielzeug, wo täglich professionelle Kinderbetreuung angeboten wird. Bei einem stationären Aufenthalt kann ein Elternteil der Kinder mit aufgenommen werden, auch Besuche sind jederzeit möglich. Die Verweildauer in der Klinik beträgt heute durchschnittlich weniger als fünf Tage. Gerade bei Kindern ist eine umfassende, über die rein medizinische Behandlung hinausgehende Betreuung wichtig. Diese Aufgabe übernimmt das in die Klinik integrierte Sozialpädiatrische Zentrum (SPZ). In diesem werden vor allem in ihrer Entwicklung beeinträchtigte Kinder mit chronischen Gesundheitsstörungen umfassend betreut und beraten. Im SPZ arbeiten daher Kinderärzte interdisziplinär mit unterschiedlichen Therapeutinnen und Betreuerinnen, wie z.B. Diplompsychologinnen, einer Kinder- und Jugendlichentherapeutin, einer Logopädin, Physiotherapeutinnen, Ernährungsberaterinnen und Sozialarbeiterinnen zusammen. Kinder, die neben körperlichen auch seelische Probleme haben, werden hier mit ihren Familien ganzheitlich betreut.
Forschung und Lehre
Das Forschungsinteresse richtet sich schwerpunktmäßig auf die Fachgebiete Stoffwechsel, Hepatologie, Podozytenforschung, Infektiologie, Neuropädiatrie und Neonatologie. Die meisten Forschungsprojekte befassen sich mit dem Bereich der pädiatrischen Stoffwechselmedizin. Diese Projekte haben sowohl die Entwicklung neuer diagnostischer Analysetechniken als auch neuer Therapiestrategien zum Ziel.
In den Arbeitsgruppen werden eine Vielzahl von relevanten Stoffwechselerkrankungen wissenschaftlich untersucht. Dazu zählen u.a. Fettsäurenoxidationsstörungen, hier vor allem die pathophysiologischen Grundlagen der Hepatopathie bei angeborenen Störungen der Fettsäureoxidation, Störungen der mitochondrialen Energiegewinnung sowie Fehlregulationen der Insulinsekretion (sog. kongenitaler Hyperinsulinismus).
In der Podozytenforschung werden die dynamischen Veränderungen des Aktin-Zytoskeletts im Rahmen der glomerulären Proteinurie sowie der Einfluss der mitochondrialen Apoptose für die Entwicklung der chronischen Niereninsuffizienz untersucht.Gastroenterologische Forschungsschwerpunkte sind u.a. die pathophysiologische Bedeutung einzelner Wachstumsfaktoren für die Entstehung chronisch-entzündlicher Darmerkankungen sowie die Evaluierung neuer Mess-Methoden zur Quantifizierung der Leberzirrhose bei Kindern und Jugendlichen. Im Schwerpunkt Neuropädiatrie stehen vor allem klinische Untersuchungen zu komplexen Bewegungsstörungen und Störungen der Neurotransmission sowie zum Pseudotumor cerebri im Vordergrund.
Im Bereich der Früh- und Neugeborenenmedizin werden klinische Studien zur minimal invasiven Beatmung zur Reduktion von chronischen Lungenerkrankungen und weiterer Komplikationen durchgeführt. Darüber hinaus werden nicht invasive Methoden zur Messung von Parametern von oxidativem Stress bei Frühgeborenen entwickelt. Einen weiteren Schwerpunkt stellt die pulmonale Hypertension des Neugeborenen und des Kleinkindes dar. Hierzu finden Untersuchungen zu Signaltransduktion und Mediatoren auf zellulärer Ebene statt.
Im Verbund mit den anderen Kliniken im Zentrum für Kinder- und Jugendmedizin werden zahlreiche praxisorientierte Lehrangebote für Medizinstudenten angeboten (z.B. ganztägige Blockpraktika auf den Stationen/Ambulanzen sowie Unterricht am Krankenbett und Seminare).
In allen Forschungsschwerpunkten finden Anleitungen zum wissenschaftlichen Arbeiten statt. Darüber hinaus werden auch zahlreiche Kolloquien und Weiterbildungsveranstaltungen angeboten.
Vita von Universitätsprofessor Dr. med. Ertan Mayatepek
| Studium der Medizin an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf und am Medical College of Ohio, Toledo, Ohio, USA Stipendiat der Studienstiftung Cusanuswerk | |
| 1989: |
Erteilung der Approbation durch den Regierungspräsidenten Düsseldorf |
| 1989: | Kinderheilkunde, Universitäts-Kinderklinik der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg |
| 1990: | Promotion zum Doktor der Medizin |
| 1990-1991: | Medizinische Mikrobiologie und Infektionsepidemiologie, Hygiene-Institut der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg |
| 1991-1992: | Postdoctoral fellowship (DFG-Stipendium), Abteilung Tumorbiochemie, DKFZ, Heidelberg |
| 1992-2002: | Kinderheilkunde, Universitäts-Kinderklinik der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg |
| 1995: | Facharztanerkennung für Kinderheilkunde |
| 1996: | Habilitation an der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg |
| 1996: | Bestellung zum Leiter der Sektion „Metabolische und endokrinologische Erkrankungen“ an der Universitäts-Kinderklinik der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg |
| 1997: | Anerkennung der Zusatzbezeichnung „Ärztliches Qualitätsmanagement“ durch die Landesärztekammer Baden-Württemberg |
| seit 1998: | Erwerb verschiedener Diplome u.a. „Pädiatrischer Infektiologe DGPI“ und „Diabetologe DDG“ |
| 2000: | Auszeichnung mit dem Horst-Bickel-Award |
| 2000 und 2001: | Ruf auf eine C4-Professur für Kinder- und Jugendheilkunde an der Universität Rostock sowie auf C3-Professuren an den Universitäten Leipzig und Heidelberg |
| 2002: | Berufung zum C4-Professor an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf, Lehrstuhl für Allgemeine Pädiatrie |
| Professor Ertan Mayatepek verfügt über ein umfangreiches Publikationsverzeichnis, ist Mitglied zahlreicher nationaler und internationaler Fachgesellschaften, Buchautor und im Editorial Board verschiedener pädiatrischer Fachzeitschriften. | |
| Seit 2002 ist er Direktor der Klinik für Allgemeine Pädiatrie. |




