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Klinik für Gastroenterologie, Hepatologie und Infektiologie
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Direktor:
Univ.-Prof. Dr. med. Dieter Häussinger

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www.uniklinik-duesseldorf.de/gastroenterologie

Die Klinik deckt ein umfassendes Aufgabenspektrum ab: Die Diagnostik und Therapie von Erkrankungen der Leber, des Magen-Darm-Traktes, der Bauchspeicheldrüse zählen ebenso dazu wie die Behandlung von gastrointestinalen (Magen, Darm und Bauchspeicheldrüse betreffenden) Tumoren und Leberkrebs. Hightech-Endoskopie, Sonographie und gastroenterologische Funktionsdiagnostik zählen zu den Kernkompetenzen.

Die Klinik ist zudem überregionales Zentrum für Diagnose und Behandlung chronischer Lebererkrankungen und ihrer Komplikationen.

Darüber hinaus ist sie das einzige „Zertifizierte Zentrum für Infektiologie“ in ganz Nordrhein-Westfalen. Hier werden alle Formen der Hepatitis, HIV-Infektionen und tropische Infektionserkrankungen behandelt.


Die Versorgung der Patienten

Bereits die Zahl von zehn Spezialambulanzen zeigt deutlich, wie breit gefächert die Kompetenz dieser Klinik ist. Patienten mit unterschiedlichen Erkrankungen im Bereich von Speiseröhre, Magen, Darm, Galle, Bauchspeicheldrüse oder Leber kommen in die gastroenterologische Allgemeinambulanz.

Die Hepatitisambulanz ist überregionale Anlaufstelle für Patienten mit chronischer Hepatitis B, C und D. Mehrere tausend Patienten werden in der Hepatitissprechstunde beraten und betreut. Vor allem bei der Therapie der chronischen Hepatitis C (HCV) wurden in den letzten Jahren erhebliche Fortschritte erzielt. Lag die Heilungsrate Anfang der 90er Jahre bei nur zehn Prozent, ist sie heute auf 50 bis 70 Prozent gestiegen.

Patienten, die eine neue Leber erhalten haben, werden umfassend in der Lebertransplantationsambulanz betreut. Darüber hinaus gibt es Spezialambulanzen z.B. für Aids, Leberkarzinome und schwere angeborene Stoffwechselerkrankungen. So ist die Klinik deutschlandweit das größte Zentrum zur Behandlung von „Morbus Gaucher“. Bei diesem erblichen Enzymdefekt werden Fettstoffe gespeichert, die unter anderem die Knochen schädigen.

Ein weiterer Schwerpunkt der Klinik ist die Tropenmedizin. Die tropenmedizinische Ambulanz ist bereits jetzt die größte in NRW. Sie ist wichtige Anlaufstelle der Region für Tropenkrankheiten, Impfungen, Reiseberatung und Tropentauglichkeitsuntersuchungen. Nicht nur für die öffentliche Gesundheit, sondern auch für ansässige Industrieunternehmen mit Auslandsaktivitäten ist sie von großer Bedeutung.

Darüber hinaus betreut die Tropenmedizin seit nunmehr fünf Jahren den Deutschen Entwicklungsdienst (DED). Die Tropenmedizinische Ambulanz ist Gelbfieberimpfstelle des Landes NRW. Ein Hochsicherheitsbereich zur Behandlung von lebensbedrohlichen Tropenerkrankungen ist geplant.

Die Klinik ist mit allen modernen diagnostischen und therapeutischen Möglichkeiten ausgestattet. Viele Untersuchungen sind heute mit Ultraschall oder schonenden endoskopischen Verfahren möglich. Häufig erfolgen zugleich therapeutische Maßnahmen, die manchen Patienten belastende Operationen ersparen.



Forschung und Lehre

Ein Schwerpunkt der wissenschaftlichen Arbeiten liegt auf der Infektions- und Leberforschung. Leberkrankheiten sind wegen ihrer hohen Sterblichkeitsrate und ihrer Neigung zur Chronifizierung von großer sozialmedizinischer Bedeutung. Bei den unter 40-Jährigen stellen sie sogar die häufigste Todesursache dar. Fortschreitende Lebererkrankungen beeinträchtigen auch andere Organe. In der Grundlagenforschung auf den Gebieten des Leberstoffwechsels sowie Störungen des Magen-Darm-Traktes und der Bauchspeicheldrüse ist die Klinik international anerkannt. Modernste Methoden der Molekular- und Zellbiologie sowie Analytik stehen hier zur Verfügung. Bei den Forschungsprojekten arbeiten Mediziner, Chemiker und Biologen interdisziplinär zusammen. Die Klinik versteht sich als forschende Klinik der Spitzenmedizin mit internationalem kompetitivem Anspruch.

Die Klinik für Gastroenterologie, Hepatologie und Infektiologie leitet den Sonderforschungsbereich „Experimentelle Hepatologie“ und ist an den Kompetenznetzwerken Hepatitis, HIV und Tropenkrankheiten maßgeblich beteiligt. Die wissenschaftlichen Erkenntnisse der Forschungsarbeit werden dabei rasch in die klinische Praxis eingebracht: Beispielsweise erhalten Patienten mit Hepatitis C oder Aids neu entwickelte Medikamente in klinischen Studien schon vor der Markteinführung.



Vita Universitätsprofessor Dr. med. Dieter Häussinger

  Medizinstudium an der Ludwig-Maximilians-Universität München
1976: Promotion zum Dr. med.
1977: Approbation als Arzt
1984: Habilitation für das Fach Innere Medizin
1985-1990: Heisenberg-Stipendiat der Deutschen Forschungsgemeinschaft
1986-1989: Facharzt für Innere Medizin/Gastroenterologie
1988: Ernennung zum außerplanmäßigen Professor an der Universität Freiburg
1989: Siegfried-Thannhauser Preis
1991: Gottfried-Wilhelm-Leibniz-Preis
1991-1994: Hermann-und-Lilly-Schilling-Professur des Deutschen Stifterverbandes
seit 1994: Ordinarius für Innere Medizin und Direktor der Medizinischen Klinik, Düsseldorf
1994/ 1995: Gastprofessuren an der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt a.M. und an der Universität von Siena
1998-2002: Dekan der Medizinischen Fakultät der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf
2002: Robert-Pfleger-Forschungspreis
seit 2000: Mitglied im Medizinausschuss des Wissenschaftsrats
seit 2000: Sprecher des Sonderforschungsbereichs 575 „Experimentelle Hepatologie“
seit 2002: Verwaltungsratsvorsitzender des Instituts für Umweltmedizinische Forschung Düsseldorf
seit 2002: Beiratsvorsitzender des Deutschen Instituts für Ernährungsforschung, Potsdam
seit 2005: Geschäftsführender Direktor des Zentrums Innere Medizin und Neurologie
  Professor Dieter Häussinger ist Autor von über 500 wissenschaftlichen Artikeln und Mitherausgeber von zehn Büchern, Mitglied zahlreicher internationaler Fachgesellschaften, mehrerer Sonderforschungsbereiche, Akademien, Stiftungen und Gremien sowie Mitherausgeber von Fachzeitschriften. Zudem ist er Mitglied der Taskforcegruppen „Bioterrorismus“ und „Influenzapandemie“ des Landes NRW.
  Seit 1994 ist er Ordinarius für Innere Medizin an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf und Direktor der Klinik für Gastroenterologie, Hepatologie und Infektiologie.

Behandlungsschwerpunkte
Akute und chronische Lebererkrankungen einschließlich aller Komplikationen
Magen-Darm-Erkrankungen (Hightech-Endoskopie und Funktionsdiagnostik)
Breit gefächertes Therapiespektrum bei gastrointestinalen Tumoren und Leberkrebs
Impf- und Reiseberatung, tropenmedizinische Akutversorgung
Hepatitis- und HIV-Therapie
Bauchspeicheldrüsenkrebs, Magen-Darm-Tumoren
Angeborene Stoffwechselerkrankungen

Forschungsschwerpunkte
Klinische und experimentelle Hepatologie
Klinische und experimentelle Infektiologie
Neurogastroenterologie
Entwicklung neuer bildgebender Verfahren