Unfallbedingte Zahnschäden

Oft werden bei Gesichtverletzungen auch die Zähne, besonders die Frontzähne des Oberkiefers (Frontzahntrauma), in Mitleidenschaft gezogen. Ein Zahn kann dabei abbrechen und / oder aus dem Knochen ausgeschlagen (luxiert) werden.

Bestehen neben unfallbedingten Zahnschäden weitere Weichteilverletzungen der äußeren Haut oder der Mundschleimhaut oder liegen zusätzliche Frakturen im Bereich der Kiefer oder des Gesichtschädel vor, erfolgt die Behandlung der betroffenen Zähne im Rahmen der chirurgischen Erstversorgung durch die Klinik für Mund-, Kiefer- und Plastische Gesichtschirurgie Düsseldorf. Außerhalb der Dienstzeiten wenden Sie sich bitte zunächst an die Zentrale Notaufnahme im Zentrum für Operative Medizin II.

Zahnfraktur im Schneidezahn
Kronenfraktur eines mittleren Schneidezahns

Bei isolierten Zahnschäden ohne Weichteil- oder Knochenverletzungen, erfolgt die Behandlung durch zahnärztliche Kollegen bzw. den Zahnärztlichen Notdienst am Evangelischen Krankenhaus Düsseldorf, Kronenstr. 15 in 40217 Düsseldorf (Tel.: 0211-9867555).
Liegt eine Wurzelfraktur vor, muss je nach Verlauf der Frakturlinie der Zahn entweder chirurgisch entfernt oder eine Wurzelspitzenresektion durchgeführt werden. Liegt die Zahnfraktur auf Höhe der Schleimhaut, kann der Zahn nach Wurzelbehandlung noch als Pfeilerzahn oder oder als Stiftzahn erhalten und mit einer Krone versorgt werden.
Gelockerte oder subluxierte Zähne werden in Lokalanästhesie reponiert (in ihre ursprüngliche Stellung zurückversetzt) und mit einer Schienung stabilisiert.

Ist ein Zahn vollständig aus seinem Zahnfach herausgebrochen (totalluxiert), sollte er sofort in ein flüssiges Nährmedium eingelegt werden. Hierfür gibt es sogenannte "Dentosafe"-Boxen, die in der Apotheke erhältlich sind. Ist eine solche Box nicht zur Hand, so eignet sich auch ein Becher H-Milch. Beim Transport unter der Zunge des Patienten ist darauf zu achten, dass der Patient bei Bewusstsein ist, um die Aspiration oder das Verschlucken des Zahns zu vermeiden. Die Reinigung des Zahnes sollte auf jeden Fall unterbleiben! Der Zahn kann wieder in sein Zahnfach eingesetzt (replantiert) werden. Im Anschluß ist der Zahn für 4-6 Wochen durch eine Schiene zu stabilisieren. Ist eine Replantation nicht möglich, kann bei ausreichendem Knochenangebot sofort ein Zahnimplantat eingebracht werden.

 
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  • Zuletzt aktualisiert am 07.05.2016
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