Lehre

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Facharztweiterbildung Neurochirurgie

Die Abteilung für Neurochirurgie bietet eine international bekannte, sechs Jahre dauernde Facharzt-Weiterbildung an.

Die  Facharztausbildung beginnt mit einer Einführungs- und Orientierungsphase unter der Leitung eines Tutors,  welche das Ziel hat, mit den verschiedenen Stationen und Abteilungen der Klinik vertraut zu werden sowie die grundlegenden klinischen Abläufe zu vermitteln. Neben einer Einteilung auf Normalstationen und im Operationssaal ist eine Einweisung in die Intensivstation und auch den  Notfalldienst eingeschlossen.

Die eigentliche Ausbildung zum Facharzt für Neurochirurgie   läuft über spezifische Rotationen ab. Im ersten  Jahr werden grundlegende operative Techniken und die klinische Entscheidungsfindung trainiert.  Hierzu bietet die Klinik für die Assistenten im ersten Jahr regelmäßig einen klinikinternen Hands-on Kurs an. Dieses Programm wird auch als NCFAW-Kurs für externe Assistenzärzte angeboten (hier link zur DGNC Seite/Einbettung des Flyers).     

Die weiteren Jahre der Ausbildung laufen in spezifischen Rotationen ab:

  • spinale Neurochirurgie,
  • funktionelle Neurochirurgie, 
  • Neuroonkologie,
  • Schädelbasis und Vaskuläre Neurochirurgie,
  • Periphere Nervenchirurgie sowie Neurointensivmedizin.

Dieses Rotationsprinzip ermöglicht eine effiziente, durch einen Spezialisten geleitete,  auf das spezifische Krankheitsbild fokussierte Ausbildung. Spezifische Aspekte der prä-und postoperativen Betreuung werden durch supervisierte und im Verlauf dann selbstständige Teilnahme an den Spezialsprechstunden  vermittelt. Die operative Ausbildung ist durch die Konzentration auf krankheitsspezifische Aspekte sehr effizient.

Um die Effizienz in der Routinearbeit und die Karriereplanung zu unterstützen, bietet die Klinik ein Coaching (Link zum Thieme Buch) an.

Die Kompetenz in der klinischen Beurteilung wird unterstützt durch ein durchgehendes System von schriftlichen Leitlinien und  Protokollen. Diese Leitlinien werden periodisch überarbeitet und im Detail anlässlich eines regelmäßigen Weitebildungsseminars vermittelt.

Im Rahmen der akademischen Ausbildung nimmt auch die  Vermittlung der wissenschaftlichen Kompetenz eine wesentliche Position ein.  Es ist eine wissenschaftliche Mitarbeit in den bestehenden Schwerpunktgruppen (Vaskulär, Neuroonkologie, Funktionell, Wirbelsäule, Pädiatrisch) möglich oder es wird der Aufbau eines eigenständigen Projektes unterstützt. Die Neurochirurgie betreibt ein eigenes Forschungslabor und es bestehen Kooperationen mit einer Reihe von wissenschaftlichen Einrichtungen auf dem eigenen Campus (Neuropathologie, Neurologie, Institut für Transplantations- und Zelltherapie, Tierversuchsanstalt etc.) oder an anderen Standorten. Während der Facharztweiterbildung ist ein Jahr als Forschungszeit  vorgesehen.

In der zweiten Ausbildungshälfte nimmt die operative Ausbildung in den anspruchsvollen Spezialbereichen eine dominierende Position ein.  Die operativen Anforderungen des Facharztkataloges werden so im Allgemeinen bis zum 5. Jahr der Ausbildung erfüllt. Falls zu diesem Zeitpunkt ein spezifisches Interessengebiet besteht, kann nach der breiten Grundausbildung während des letzten Jahres schon eine Subspezialisierung mit vertiefter operativer Exposition begonnen werden.  Im letzten Jahr der Ausbildung wird alternativ die Vermittlung eines Fellowships in einer renommierten Klinik im Ausland angeboten.  Diese Fellowships können den Erfahrungshorizont maßgeblich erweitern und begünstigen die weitere Karriere.

Die Teilnahme der Weitebildungsassistenten an nationalen und internationalen Kongressen wird ausdrücklich gewünscht und gefördert.  Die Teilnahme  an deutschen und europäischen Fortbildungskursen und Prüfungen (DGNC, EANS) wird ebenfalls ausdrücklich unterstützt. Neben prioritärer Berücksichtigung wissenschaftlicher Kurse und Kongresse im Dienstplan bestehen Möglichkeiten der finanziellen Unterstützung durch eine Reihe von Fonds und Stiftungen, einschließlich dem „Verein der Freunde und Förderer“ der eigenen Klinik.  Unsere Weitebildungsassistenten haben sich auch bei der DGNC und anderen Geldgebern erfolgreich um Forschungs- und Ausbildungsstipendien beworben.

Die systematische Facharztweiterbildung wird durch eine Reihe wöchentlicher Konferenzen begleitet. Die Teilnahme an den allgemeinen Konferenzen, welche alle morgens nach der Frühbesprechung stattfinden, ist verpflichtend. Dienstags werden  nach einem Turnus das Lehrbuchwissen und die internen Leitlinien vermittelt, mittwochs finden Journal Club, Morbiditätsbesprechung oder spezielle Vorträge und freitags wissenschaftliche Progress Reports statt. Zusätzlich finden an den Nachmittagen spezielle Konferenzen und Falldiskussionen wie Neuropathologie, interdisziplinär mit Neurologie/Neuroradiologie, Neuropathologie,  Neuroonkologie, Schädelbasiskonferenz, Hypophysenkolloquium und Neurovaskuläre Konferenz statt.

Während ihrer Weiterbildungszeit werden die Assistenzärzte zunehmend wissenschaftlich produktiv. Sie veröffentlichen gewöhnlich fünf bis zehn Publikationen in referierten Zeitschriften und halten mehrere Präsentationen bei nationalen Kongressen. In den vergangenen Jahren sind jährlich  um die  20 Artikel in peer-reviewed journals durch unsere Mitarbeiter - großenteils Assistenzärzte -veröffentlicht worden. Seit 2002 haben unsere Ausbildungsassistenten eine Reihe von Forschungs- und Ausbildungsstipendien eingeworben, so z.B. Krebshilfe- und Tönnis-Stipendien.

Angesichts der umfangreichen Erfahrung in Mikroneurochirurgie, vaskulärer Neurochirurgie, Schädelbasis-Chirurgie, funktioneller Neurochirurgie, pädiatrischer Neurochirurgie und spinaler Neurochirurgie unter Einbindung endoskopischer und bildgebenden Verfahren, sind unsere Weiterbildungsassistenten am Ende fähig, die Neurochirurgie eigenverantwortlich auf hohem Niveau zu praktizieren.

Rotationen des 6-jährigen Weiterbildungskurrikulums

  • Allgemeine Neurochirurgie (1 Jahr)
  • Neurointensivmedizin (1 Jahr)
  • Forschung (Gesamtzeit 1 Jahr, in Quartalen verteilt)
  • Spinale Neurochirurgie (6 Monate)
  • Vaskulär & Schädelbasis (6 Monate)
  • Neuroonkologie (6 Monate)
  • Funktionelle Neurochirurgie (6 Monate)
  • Periphere Nerven (6 Monate)
  • Wahlrotation, Intensivierung (6 Monate)
  • Privatassistenz Prof. Dr. H.J. Steiger
  • Direktor der Klink Prof. Dr. M. Sabel
  • LOA Aus- und Weiterbildung
 
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  • Zuletzt aktualisiert am 16.10.2017
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