Schwerpunkte

  • Behandlungsschwerpunkte

    • Krisenintervention bei psychosozialen Krisen
    • Schizophrene Erkrankungen
    • Persönlichkeitsstörungen
    • Demenzen
    • Depressionen
    • Suchterkrankungen

  • Forschungsschwerpunkte

    • Kompetenznetz Schizophrenie (schizophrene Erkrankungen)
    • Versorgungsforschung und Qualitätsmanagement bei psychischen Erkrankungen
    • Neurobiologische Grundlagen psychischer Erkrankungen
    • Früherkennung und Therapie von Demenzen
    • Abhängigkeitserkrankungen (Therapieforschung)

Psychische Störungen haben viele Erscheinungsbilder. Sie reichen von der Schizophrenie über Depressionen bis hin zu Angstneurosen und Suchterkrankungen. Wie auch immer das konkrete Krankheitsbild aussehen mag: Psychische Störungen betreffen viele Menschen und sind oft eine schwere Belastung für die Patienten und ihre Angehörigen.

In der Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie der Rheinischen Kliniken Düsseldorf steht das gesamte Spektrum moderner Diagnose- und Therapiemaßnahmen zur Verfügung. Patienten in einer akuten psychischen Krise finden hier ebenso Hilfe wie Suchtkranke oder Menschen, die unter alltäglichen Beschwerden wie z.B. Platzangst leiden. Welche Therapie in Frage kommt, empfehlen Ärzte nach gründlicher Diagnostik und in Absprache mit dem Patienten. Das Angebot reicht von medikamentöser und psychotherapeutischer Behandlung bis zu Kreativtherapien wie Musik-, Tanz- oder Bewegungstherapie. Für Patienten mit chronischen psychischen Erkrankungen werden darüber hinaus stationäre und ambulante psychiatrische Rehabilitationsmaßnahmen angeboten.

Nicht immer ist bei psychischen Erkrankungen ein längerer Aufenthalt in der Klinik notwendig. Viele psychische Beschwerden können z.B. initial ambulant in der Poliklinik und den Ambulanzen der Klinik diagnostisch geklärt werden. Spezielle Angebote bestehen hier im Rahmen des Früherkennungszentrums für Patienten mit Frühsymptomen psychotischer Störungen sowie im Rahmen der Gerontopsychiatrischen Ambulanz für Patienten mit Gedächtnisstörungen.

Im Behandlungsbereich ermöglichen die Poliklinik und die Tageskliniken auch ambulante oder teilstationäre Betreuung. Hier bestehen mit der neu gegründeten Tagesklinik und Ambulanz der Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie im Bereich des Universitätsklinikums an der Moorenstraße neue und erweiterte Behandlungsmöglichkeiten. Bleibt der Kontakt zum Leben außerhalb der Klinik bestehen, erleichtert dies den Patienten im Anschluss an die Therapie die Wiedereingliederung ins Alltagsleben.

Jede Behandlung in der Klinik – ob stationär, teilstationär oder ambulant – hat daher zum Ziel, dass die Patienten möglichst schnell in ihr gewohntes Umfeld zurückkehren und ihren Beruf oder ihre Ausbildung wieder aufnehmen könn

Versorgung der Patienten

Vier Fachabteilungen – zwei allgemeinpsychiatrische Abteilungen, eine Suchtabteilung und eine gerontopsychiatrische Abteilung – sichern die psychiatrisch-psychotherapeutische Versorgung für die Einwohner der Stadt Düsseldorf in den südlichen und mittleren Stadtbezirken. Die Klinik hat sich dabei besonders auf Depressionen, Suchterkrankungen, Persönlichkeitsstörungen, Demenz-Erkrankungen und Schizophrenie spezialisiert und spezielle Schwerpunktstationen für diese Krankheiten eingerichtet.

Für die Behandlung psychischer Störungen steht das gesamte Spektrum psychiatrisch-psychotherapeutischer Therapieverfahren zur Verfügung, die im Rahmen eines Gesamtbehandlungsplans aus den einzelnen Therapiebausteinen für jeden Patienten individuell zusammengestellt werden.

Zu den Therapiemaßnahmen im engeren Sinne zählen u.a. eine differenzielle Psychopharmakotherapie, Schlafentzugsbehandlung, Lichttherapie, Transkranielle Magnetstimulation und Elektrokrampf-Behandlung. Im psychotherapeutischen Bereich werden kognitiv-verhaltenstherapeutische Psychotherapieverfahren sowie psychoedukative und soziotherapeutische Maßnahmen angeboten. Computergestütztes kognitives Training, Beschäftigungstherapie und Kreativtherapien wie Musik-, Tanz- und Bewegungstherapie runden das umfassende therapeutische Angebot ab.

Forschung und Lehre

Verschiedene Forschungsgruppen bearbeiten Fragestellungen aus dem gesamten Spektrum psychischer Erkrankungen. Dies umfasst sowohl die Ursachenforschung als auch die Verlaufs-, Therapie- und Versorgungsforschung. Die Schwerpunkte liegen dabei auf schizophrenen und affektiven Erkrankungen, Demenzen und Abhängigkeitserkrankungen.

Die Klinik koordiniert darüber hinaus das bundesweite Kompetenznetz Schizophrenie, eines von 17 Netzwerkprojekten in der Medizin, welche das Bundesministerium für Bildung und Forschung seit 1999 fördert. Sprecher des Projekts ist der Leiter der Klinik.

Zugleich ist die Klinik maßgeblich an der Koordinierung der Teilprojekte „Qualitätsmanagement“ im Kompetenznetz Depression beteiligt. Im Rahmen der beiden Kompetenznetze wird derzeit eine intensive Forschungskooperation mit niedergelassenen Nervenärzten und Psychiatern aufgebaut, in die auch Patienten und Angehörige einbezogen sind. Darüber hinaus beteiligt sich die Klinik aktiv mit Forschungsprojekten im Rahmen des Kompetenznetzes Demenzen und des Suchtforschungsverbundes NRW.

Im Rahmen der psychiatrischen Ausbildung von Düsseldorfer Studenten der Medizin und der Psychologie bietet die Klinik Kurse, Seminare und Vorlesungen an. Zudem beteiligt sie sich intensiv an der Fortbildung niedergelassener Nervenärzte und führt psychiatrische Kolloquien und Wissenschaftskonferenzen durch.

Vita Universitätsprofessor Dr. med. Wolfgang Gaebel

 Studium der Humanmedizin an der Freien Universität Berlin (FUB)
1972:Promotion zum Doktor der Medizin
1974:Approbation als Arzt
1980:Facharztanerkennung für Neurologie und Psychiatrie an der Freien Universität Berlin (FUB),Klinikum Charlottenburg
1989:Habilitation, Verleihung der Venia legendi für das Fach Psychiatrie; DFG-geförderter Forschungsaufenthalt am Psychologischen Institut der Universityof Lethbridge, Lethbridge, Alberta, Canada
1990:Zusatzbezeichnung „Psychotherapie“
1992:Berufung zum C4-Professor auf den Lehrstuhl für Psychiatrie und Psychotherapie an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf
1995:Wahl zum Präsidenten der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie, Psychotherapie und Nervenheilkunde (DGPPN)
1999:Wahl zum Präsidenten der Deutschen Gesellschaft für Biologische Psychiatrie (DGBP)
1999:Initiator und Sprecher des vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderten Kompetenznetzes Schizophrenie
2000:Wahl zum Vizepräsidenten der Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften (AWMF); Ehrenmitglied der WPA; Leiter des Deutschen Antistigma-Programms „Open the Doors“
2001:Mitglied der Deutschen Akademie der Naturforscher LEOPOLDINA, Halle
2004:Wahl zum President elect der DGPPN
 Professor Wolfgang Gaebel übt zahlreiche wissenschaftliche Beirats- und Kommissionstätigkeiten aus.
 Er verfügt über ein umfangreiches Publikationsverzeichnis und ist (Mit-)Herausgeber verschiedener psychiatrischer Fachzeitschriften.
 Seit 1992 ist er Direktor der Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie der Heinrich-Heine- Universität Düsseldorf und zugleich Leitender Arzt der Rheinischen Kliniken Düsseldorf.