Direktor: Univ.- Prof. Dr. Artur LichtenbergMoorenstr. 5 40225 Düsseldorf Tel.: +49 (0) 211 - 8 11 83 31 Fax: +49 (0) 211 - 8 11 83 33 Artur.Lichtenberg@med.uni-duesseldorf.de |
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Aufgabengebiet der Klinik für Kardiovaskuläre Chirurgie sind Operationen am Herzen, den herznahen großen Gefäßen und der Lunge. Alle Eingriffe werden sowohl bei Erwachsenen als auch bei Kindern und Säuglingen durchgeführt.
Schwerpunktmäßig betreut die Klinik Patienten mit koronaren Herzerkrankungen, Herzklappenerkrankungen, Erkrankungen der Aorta, der Lunge und des Mediastinums (der Brusthöhle zwischen den Lungen) und Patienten mit Herzrhythmusstörungen. Die Herzchirurgie verfügt über die nötige Expertise und Ausstattung, um Patienten mit terminalem Herzversagen zu behandeln, wobei sowohl verschiedene mechanische Kreislauf- Assistenzsysteme zum Einsatz kommen als auch Herztransplantationen durchgeführt werden. Darüber hinaus ist die Klinik mit der Behandlung von herzkranken Kindern und Säuglingen befasst, bei denen mit und ohne Herz-Lungen-Maschine operative Korrekturen von angeborenen Herzfehlern vorgenommen werden.
Die international anerkannte Herzchirurgie an der Düsseldorfer Uniklinik blickt auf eine lange, erfolgreiche Geschichte zurück. Seit 1938 wurden hier mehr als 50.000 Herzoperationen vorgenommen, darunter die erste Operation am offenen Herzen mit Oberflächenunterkühlung, der erste Ersatz einer Herzklappe und die erste Implantation eines Herzschrittmachers und Defibrillators in Deutschland.
Versorgung der Patienten
Die Herzchirurgie ist auf die Versorgung von Patienten nach schweren Operationen oder in kritischem Zustand eingerichtet: Sowohl die Operationssäle als auch der Intensivbereich sind mit modernster Medizintechnik ausgestattet. Einrichtungen wie ein hämodynamisches Monitoring-System, eine Herzrhythmusüberwachung, eine Echokardiographie mit Ultraschall-Doppler und die Isoliermöglichkeit für Transplantationspatienten helfen, den Gesundheitszustand der Patienten ständig zu kontrollieren und zu stabilisieren.
Eine eigene Abteilung für Herz-Kreislauf-Untersuchungen innerhalb der Klinik betreut die Patienten vor, während und nach einer Operation und garantiert auf diese Weise die ständige kardiologische Überwachung. Die Patienten profitieren bei allen Operationen von der großen Erfahrung und der modernen Ausstattung der Klinik. Beispielsweise gelingt es bei 70 bis 80 Prozent der Operationen, die Gabe von Fremdblut zu vermeiden.
Zur Standardtherapie gehört dabei nicht nur die Eigenblutspende, sondern auch der sogenannte „Cellsaver“, also die automatische Wiederaufbereitung des Blutes, das der Patient während der Operation verliert.
Forschung und Lehre
Wissenschaftliche Arbeit und Forschung haben einen großen Stellenwert für die Klinik. Ein deutlicher Schwerpunkt liegt dabei in der Herz-Kreislauf-Forschung. Das Ärzteteam steht in einem regen Erfahrungsaustausch mit Kollegen rund um die Welt und besucht regelmäßig nationale und internationale Kongresse. Eine Vielzahl von wissenschaftlichen Publikationen, Preisen, Vorträgen und in Düsseldorf ausgerichteten Kongressen untermauern das herausragende Engagement der Klinik in Forschung und Lehre. Kooperationen mit Einrichtungen der Fraunhofer-Gesellschaft und dem Institut für Medizinische Technologie sind etabliert.
Die Forschungsgruppen an der Klinik führen unter anderem beispielhafte Studien zur Fremdbluteinsparung bei herzchirurgischen Eingriffen, zu Auswirkungen der Extrakorporalen Zirkulation auf den Organismus sowie zu Langzeit-Ergebnissen nach speziellen Herzoperationen, z.B. bei chronischen Dialysepatienten, die häufig sekundäre Herzerkrankungen haben, durch. Eine eigens gegründete Arbeitsgruppe Biometrie überprüft und betreut sämtliche Studien bei der Planung, Koordination und Ergebnisauswertung und arbeitet die Ergebnisse aller durchgeführten Operationen auf. Die Klinik war damit eine der ersten in Deutschland, die eine solche Qualitätssicherung eingeführt hat.
Sowohl klinische als auch experimentelle Arbeitsgruppen befassen sich mit perioperativer Myokardischämie und den Möglichkeiten zur Verminderung der Myokardschädigung. Seit neuem wird sowohl klinisch als auch experimentell die intraoperative Transplantation von autologen Stammzellen bei Herzmuskelinsuffizienz untersucht und angewendet. In Großtierversuchen werden Unterstützungssysteme bei eingeschränkter Herzfunktion entwickelt und neue extrakorporale Blutpumpsysteme eingesetzt. Bei Koronarpatienten wird die Thrombocytenfunktion unter Anwendung von Aggregationshemmern analysiert. Im Rahmen der reformierten Ausbildung von Medizinstudenten werden Unterrichtsmodule im Bereich der fächerübergreifenden Lehre angeboten. Dabei zeigt sich, dass das Thema „Thoraxschmerz“, das von der Klinik federführend betreut wird, von den Studenten sehr gut bewertet wird. Zurzeit formiert sich eine Arbeitsgruppe für den Einsatz des problemorientierten Lernens in der klinischen Ausbildung von Medizinstudenten im Fach Thorax- und Kardiovaskularchirurgie.
Vita Universitätsprofessor Dr. med. Artur Lichtenberg
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Studium an der staatlichen medizinischen Hochschule in Alma-Ata (GUS) |
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1993-1995 |
Arzt in Praktikum in der Abteilung für Thorax-, Herz- und Gefäßchirurgie der Universität Tübingen |
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1995 |
Promotion in der Abteilung für Kardiologie an der Universität Tübingen |
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1995-1997 |
Assistenzarzt in der Abteilung für Thorax-, Herz-, und Gefäßchirurgie im Herzzentrum Lahr/Baden |
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1997-2000 |
Assistenzarzt in der Abteilung für Thorax-, Herz- und Gefäßchirurgie der Medizinischen Hochschule Hannover |
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2000 |
Facharzt für Herzchirurgie |
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2000-2001 |
Funktionsoberarzt der Abteilung für Thorax-, Herz- und Gefäßchirurgie der Medizinischen Hochschule Hannover |
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2001-2006 |
Ordentlicher Oberarzt der Abteilung für Thorax-, Herz- und Gefäßchirurgie der Medizinischen Hochschule Hannover |
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2002-2003 |
Leitender Oberarzt der Abteilung für Thorax-, Herz-, Gefäß- und Allgemeinchirurgie am Oststadtkrankenhaus Hannover |
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2004-2006 |
Leiter der Forschungsgruppe Tissue Engineering der Herzklappen an der Medizinischen Hochschule Hannover |
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2007 |
Erlangung der venia legendi für das Fach Herzchirurgie an der Medizinischen Hochschule Hannover |
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2006-2009 |
Ständiger Stellvertretender Ärztlicher Direktor und leitender Oberarzt der Klinik für Herzchirurgie an der Universität Heidelberg |
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2006-2009 |
Leiter des Kunstherzprogramms der Klinik für Herzchirurgie an der Universität Heidelberg |
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2006-2009 |
Leiter des Bereiches minimal-invasive Herzchirurgie in der Klinik für Herzchirurgie an der Universität Heidelberg |
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2006-2009 |
Leiter der Arbeitsgruppe kardiovaskuläre regenerative Zellforschung und Tissue Engineering in der Klinik für Herzchirurgie an der Universität Heidelberg |
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Seit 2008 |
Vorsitzender der Arbeitsgruppe „Tissue Engineering der Herzklappen“ der Deutschen Gesellschaft für Thorax-, Herz- und Gefäßchirurgie (DGTHG) |
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2008 |
Umhabilitation an die Medizinische Fakultät der Universität Heidelberg |
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01.02.- 31.07.2009 |
W3-Professor und Direktor der Klinik für Herz- und Thoraxchirurgie am Universitätsklinikum Jena |
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2009 |
Ernennung zum W3 Professor für Kardiovaskuläre Chirurgie an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf |
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Seit dem 1. August 2009 ist Prof. Dr. Lichtenberg Direktor der Klinik für Kardiovaskuläre Chirurgie am Universitätsklinikum Düsseldorf |





