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Schwangerschaft und Hitze: Gönnen Sie sich Ruhe

Temperaturen jenseits der 30 Grad Marke fordern den Kreislauf. Schwangere sollten deshalb ausreichend Ruhezeiten einlegen

Temperaturen jenseits der 30 Grad Marke – zum Beispiel in heißen Urlaubsregionen – bedeuten Schwerstarbeit für den Kreislauf. Das gilt insbesondere für Schwangere. Die Geburtshilfe der Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe am Universitätsklinikum Düsseldorf (UKD) rät Schwangeren daher bei Hitze sich kühl zu halten, ausreichend zu trinken und Ruhe zu gönnen.

„Schwangere können sehr hitzeempfindlich sein“, erklärt Prof. Dr. Tanja Fehm, Direktorin der UKD-Frauenklinik. „Zusätzlich zu möglichen Kreislaufproblemen und Schwangerschaftserscheinungen, wie Müdigkeit oder geschwollenen Füßen, sind in der Schwangerschaft auch der Stoffwechsel und die Blutzirkulation erhöht. Die Blutgefäße der Haut sind erweitert und geben Wärme nach außen ab. Das ist gemeinsam mit hormonellen Veränderungen einer der Gründe, warum manche Schwangere auch bei kalten Temperaturen Schweißausbrüche und Hitzewallungen haben. Kommen dann noch das Gewicht des ungeborenen Kindes und heiße Temperaturen dazu, kann das schnell zur Herausforderung werden.“

Die Expertin rät Schwangeren sich daher insbesondere bei heißen Temperaturen Ruhe zu gönnen, Schattenplätze zu nutzen, sich kühl zu halten und ausreichend zu trinken. „Meiden Sie wenn möglich körperlich anstrengende Aktivitäten und legen Sie zwischendurch die Füße hoch. Das hilft auch wenn diese geschwollen sind. Zwischendurch können Sie sich zum Beispiel mit einem nassen Tuch abkühlen. Beim Duschen sollten Sie darauf achten, dass das Wasser im Vergleich zur Außentemperatur nicht zu kalt ist – das kann den Körper schocken.“

Die Expertin ergänzt: „Schwangere sollten auch beim Sonnenbaden vorsichtig sein. Schwangerschaftshormone sorgen dafür, dass die Haut lichtempfindlicher wird. Dadurch werden Hautreizungen und auch Sonnenallergie begünstigt. Wichtig sind ein ausreichender Sonnenschutz, weite und hautbedeckende Kleidung und am besten eine Kopfbedeckung.“

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Zum Universitätsklinikum Düsseldorf:

Das Universitätsklinikum Düsseldorf (UKD) ist das größte Krankenhaus in der Landeshauptstadt und eines der wichtigsten medizinischen Zentren in NRW. Die 9.500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in UKD und Tochterfirmen setzen sich dafür ein, dass jährlich über 50.000 Patientinnen und Patienten stationär behandelt und 300.000 ambulant versorgt werden können.

Das UKD steht für internationale Spitzenleistungen in Krankenversorgung, Forschung und Lehre, sowie für innovative und sichere Diagnostik, Therapie und Prävention. Patientinnen und Patienten profitieren von der intensiven interdisziplinären Zusammenarbeit der 60 Kliniken und Institute. Die besondere Stärke der Uniklinik ist die enge Verzahnung von Klinik und Forschung zur sicheren Anwendung neuer Methoden.

Am UKD entsteht die Medizin von morgen. Jeden Tag.

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