MRSA-Screening

Von: UKD

MRSA-Screening

Antibiotikaresistente Krankheitserreger sind für Patienten mit schweren Erkrankungen, die in Krankenhäusern behandelt werden, ein zunehmendes Problem. Auch weil der übermäßige und unsachgemäße Gebrauch von Antibiotika die Entwicklung und Ausbreitung von resistenten Bakterien beschleunigt. Dies ist eine weltweit zu beobachtende Entwicklung.

Patienten, Besucher und Mitarbeiter können gegen Antibiotikaresistente Erreger mit in die Krankenhäuser bringen und ohne selbst zu bemerken, dass sie Träger sind, an Patienten weitergeben.

Das Universitätsklinikum Düsseldorf hat im Hygieneplan für alle Mitarbeiter verbindlich Maßnahmen festgelegt, um Übertragungen von Keimen bei der Patientenversorgung zu verhindern. Die Umsetzung einer der wichtigsten Maßnahmen, nämlich der Händehygiene, wird seit Mai 2018 auf allen Stationen des UKD nach der anerkannten Methode der „Aktion Saubere Hände“ von Hygienefachkräften geprüft. Gleichzeitig unterstützen und beraten sie die MitarbeiterInnen vor Ort. Unsere Hygienemaßnahmen werden fortlaufend an die Erfordernisse angepasst und aktualisiert.

Ein Beispiel: In den Jahren 2017 und 2018 wurde im Rahmen der Routine-Untersuchungen (Screenings) bei mehreren Patienten der Klinik für Mund-, Kiefer- und Plastische Gesichtschirurgie der multiresistente Erreger MRSA (Methicillin-resistente Staphylococcus aureus) nachgewiesen. Aufgrund des wiederholten Nachweises hat man die Erreger genauer analysiert. Durch die vom Universitätsklinikum eingesetzte so genannte „Gesamtgenomsequenzierung“ des Bakteriums konnte im Nachhinein nachgewiesen werden, dass es sich bei beiden Ausbrüchen um denselben Erreger handelt. Durch seinen „genetischen Fingerabdruck“ war dieser MRSA-Typ eindeutig zu identifizieren. Neue von Patienten mitgebrachte Erreger kann man davon unterscheiden.

Um den Weg des Erregers genau nachverfolgen und die Hygienemaßnahmen darauf zuschneiden zu können, hat das UKD im Jahr 2018 erstmals auch Mitarbeiter durch ein so genanntes „Screening“ daraufhin untersucht, ob sie ebenfalls Träger des identifizierten Keims sind. Um die Nachhaltigkeit dieser Prüfung zu gewährleisten, werden Anfang des Jahres 2019 nun noch einmal in Zusammenarbeit mit dem Gesundheitsamt der Stadt Düsseldorf die Mitarbeiter flächendeckend durch Abstriche untersucht. Mitarbeiter, bei denen der Keim nachgewiesen werden kann, werden so behandelt, dass sie nach Abschluss der „Sanierung“ genannten Behandlung nicht mehr Träger des resistenten Krankheitserregers sind. So kann ein weiterer möglicher Übertragungsweg des resistenten Keims ausgeschlossen werden.

Das UKD verfolgt den Weg der resistenten Keime damit sehr aufwändig und umfassend, um so die Sicherheit für Patienten weiter zu erhöhen. Der Abschluss der Maßnahme wird noch im ersten Quartal des Jahres 2019 erwartet.

Weitere Informationen:

https://antibiotic.ecdc.europa.eu/de/informationen-anfordern/faktenblatt/faktenblatt-fuer-die-breite-oeffentlichkeit

https://www.lzg.nrw.de/inf_schutz/krkhs-hygiene/mre_netzwerke/informationen/mrsa/index.html

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