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Glaukom-Behandlung mit außergewöhnlichen Rahmenbedingungen
Glaukom-Behandlung kurz nach dem IT-Ausfall: Für Horst Winkel (links) ist dank dem Team der Augenklinik alles gut ausgegangen. (Foto: Universitätsklinikum Düsseldorf/UKD)

Glaukom-Behandlung mit außergewöhnlichen Rahmenbedingungen

Es zeichnete sich schon ein paar Wochen ab. Seit etwa einem halben Jahr hatte Horst Winkel festgestellt, dass er immer schlechter sehen konnte. Am Dienstag, 8. September 2020, wurde es so schlimm, dass er als Notfall in die Augenklinik des Universitätsklinikums Düsseldorf (UKD) eingewiesen wurde. Die Diagnose: Glaukom, im Volksmund auch „Grüner Star“ genannt. Glaukome entstehen auf Grund eines erhöhten Augendrucks.

Das Team der UKD-Augenklinik beschließt Horst Winkel stationär aufzunehmen und versucht ihn zunächst mit Tropfen zu behandeln. „Normalerweise haben Menschen einen Augendruck zwischen 10 und 21. Herr Winkel hatte einen Wert von über 50. Doch mit Medikamenten lässt sich der Druck nicht ausreichend senken. Wir mussten dringend handeln“, erinnert sich Prof. Dr. Gerd Geerling, Direktor der UKD-Klinik für Augenheilkunde.

Zwei Tage später wird operiert – unter besonderen Umständen: In der Nacht vor seiner Operation legt ein Cyberangriff die IT-Systeme der Uniklinik lahm. Das größte Krankenhaus der Landeshauptstadt muss sich von der Notfallversorgung abmelden, nur noch absolut notwendige Eingriffe können durchgeführt werden.

Nach seinem Eingriff hatte Horst Winkel eine ganz besondere Betreuung: „Aufgrund des IT-Ausfalls wurden in der Augenklinik viele Patientinnen und Patienten zunächst entlassen, die keine akuten Notfälle waren. Wir waren auf meiner Station nur noch mit zwei Patienten. Das ist schon ein eigenartiges Gefühl“, erinnert er sich an seine Zeit in der Klinik. „Mein Dank gilt vor allem dem Team der Augenklinik, dass sich trotz der besonderen Umstände super um mich gekümmert hat!“

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