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Hitzeschlag und Sonnenbrand: Hitze-Tipps der UKD-Experten
UKD-Experten raten: Bei Hitze ausreichend Trinken und direkte Sonne vermeiden. (Foto: stock.adobe.com, kieferpix)

Von: Susanne Blödgen

Hitzeschlag und Sonnenbrand: Hitze-Tipps der UKD-Experten

Es wird heiß in Düsseldorf. Für die kommende Woche sagen Wetterexperten Temperaturen von deutlich über 30 Grad voraus. Bei solchen Temperaturen muss der Körper Höchstleistungen erbringen. Von Hitze betroffen sind insbesondere ältere und geschwächte Menschen. Um zu funktionieren benötigt der Körper vor allem Wasser: Ist die Flüssigkeitszufuhr bei Hitze gestört, da zu wenig Flüssigkeit aufgenommen wird, vermindert sich die Blutzufuhr des Gehirns. Die Folge: Kreislaufkollaps mit kurzzeitiger Bewusstlosigkeit. Die Experten des Universitätsklinikums Düsseldorf (UKD) raten daher: Die direkte Mittagssonne (zwischen 11 und 15 Uhr) meiden und ausreichend trinken, um den Flüssigkeitsverlust – zum Beispiel durch Schwitzen – auszugleichen.

PD Dr. Michael Bernhard, Leiter der Zentralen Notaufnahme am UKD, rät dazu etwa zwei bis drei Liter Flüssigkeit pro Tag – je nach körperlicher Aktivität – zu trinken. Da besonders bei älteren Menschen das Durstempfinden immer weniger wird, besteht bei ihnen eine besonders hohe Gefahr nicht genug zu trinken. Bei starkem Schwitzen, zum Beispiel durch Sport, sollte man zudem Mineralwasser oder isotonische Getränke konsumieren, um die verlorenen Elektrolyte wiederaufzunehmen. „Generell sollte man bei heißen Temperaturen Sport wenn überhaupt nur in den kühlen Morgenstunden oder später am Abend treiben und die Mittags- und Nachmittagshitze vermeiden, um die Hitzebelastung des Körpers nicht noch mehr zu erhöhen“, rät der Notfallmediziner.

Stechende Kopfschmerzen, Übelkeit, schneller Puls: Bei Hitzeschlag umgehend die 112 wählen

Erste Zeichen, dass man zu wenig getrunken hat, sind ein stark konzentrierter Urin und verstärkter Schwindel beim Aufstehen. „Bei den Folgen von Hitze unterscheidet man zwischen Hitzeerschöpfung und dem sogenannten Hitzeschlag“, erklärt UKD-Notfallexperte Michael Bernhard. „Anzeichen für die Hitzeerschöpfung sind Benommenheit, Schwindel, starkes Schwitzen, eine kühle und blasse Haut, ein schwacher Puls sowie Übelkeit und erste Muskelkrämpfe. Patienten mit solchen Symptomen sollten sofort an einen kühlen und schattigen Ort gebracht werden und etwas trinken. Am besten hilft auch eine kalte Dusche und wenn das nicht möglich ist: Kalte Kompressen.“

Weitaus gefährlicher ist der Hitzeschlag: Stechende Kopfschmerzen, eine erhöhte Körpertemperatur, Übelkeit und Erbrechen sowie ein schneller Puls können hier Symptome sein. „Ein deutliches Anzeichen ist, dass Hitzeschlag-Patienten nicht schwitzen. Was besonders gefährlich ist, weil der natürliche Kühlmechanismus des Körpers dadurch zusätzlich wegfällt. Der Hitzeschlag kann zur Bewusstlosigkeit führen. Bei Verdacht auf einen Hitzeschlag sollte man daher umgehend einen Krankenwagen alarmieren und den Patienten sofort aktiv abkühlen“, warnt Dr. Bernhard.

5 Tipps der UKD-Experten bei Hitze:

  • Viel Trinken (besonders ältere Menschen)
  • Sport nur morgens oder abends
  • Mittagssonne und Nachmittagshitze vermeiden
  • Leichte, weite Kleidung, am besten einen Hut
  • Sonnencreme nicht vergessen!
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