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Versorgungsforschung im Kindes- und Jugendalter: Prof. Dr. Freia De Bock ernannt

Mit Wirkung vom 1. April ernannte die Rektorin der HHU, Prof. Dr. Anja Steinbeck, am 22. März Prof. Dr. med. Freia De Bock zur W2 Professorin für Versorgungsforschung im Kindes- und Jugendalter mit dem Schwerpunkt Kinderschutz in der Medizin.

Prof. De Bocks Tätigkeitsbereich ist der Klinik für Allgemeine Pädiatrie, Neonatologie und Kinderkardiologie (Direktor Prof. Dr. Ertan Mayatepek) zugeordnet. Die Professur wird für die ersten fünf Jahre von der Paul- und Marianne-​Pap-Stiftung gefördert. Vor ihrem Wechsel war Prof. De Bock Apl. Professorin an den Universitäten Heidelberg und Köln und leitete gleichzeitig die Abteilung 2 der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) „Effektivität und Effizienz gesundheitlicher Aufklärung“.

Prof. De Bock wurde 2005 am Max-Planck-Institut für Psychiatrie in München promoviert (Summa cum laude). Ihre Facharztausbildung zur Kinderärztin absolvierte sie an der Asklepios-Klinik Sankt Augustin, Abteilung Allgemeine Kinderheilkunde, der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin des Universitätsklinikums Heidelberg und der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin, Universitätsmedizin Mannheim. 2012 schloss sie die Facharztausbildung ab. Während dieser Zeit absolvierte sie im Jahr 2009 das Program in Clinical Effectiveness an der Harvard School of Public Health, Boston. 2011 erwarb sie das Baden-Württemberg Zertifikat für Hochschuldidaktik in der Medizin. Im Jahr 2012 schloss sie das Masterstudium Public Health an der Erasmus University Rotterdam ab. Sie habilitierte sich mit einer kumulativen Habilitation an der Medizinischen Fakultät Mannheim, Universität Heidelberg im Jahr 2014.

Von 2008 bis zu ihrem Ruf nach Düsseldorf 2022 leitete Prof. De Bock den Querschnittsbereich „Frühe Prävention und Gesundheitsförderung“ am Mannheimer Institut für Public Health, Sozial- und Präventivmedizin der Medizinischen Fakultät Mannheim, Universität Heidelberg. Zwischen 2013 und 2016 absolvierte sie zudem eine Weiterbildung in Neuropädiatrie/Sozialpädiatrie am Sozialpädiatrischen Zentrum Frankfurt-Mitte, und baute dort Versorgungsforschung für Kinder mit chronischen Erkrankungen und Behinderungen auf.

2017 erhielt Prof. De Bock eine Außerplanmäßige Professur an der Medizinischen Fakultät Mannheim, Universität Heidelberg. Im Jahr 2021 folgte die Außerplanmäßige Professur an der Medizinischen Fakultät der Universität zu Köln.

Prof. De Bock forscht an der Schnittstelle zwischen Versorgungsforschung und Public Health auf Basis ihrer kinderärztlichen Perspektive immer mit Fokus auf die Zielgruppe der Kinder und Jugendlichen. Sie bringt zudem durch ihre führende Tätigkeit an der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung große gesundheitspolitische Erfahrung und Netzwerke mit, die sie u.a. für das Thema des präventiven Kinderschutzes nutzen möchte.

Derzeit leitet sie mehrere wissenschaftliche Konsortien und Projekte zu den Themen psychische Gesundheit, psychosoziale Auswirkungen der Covid-19 Pandemie, zwei Projekte zur Versorgungssituation von Kindern mit chronischen Erkrankungen und/oder Behinderungen sowie einem weiteren zur Bewegungsförderung bei älteren Menschen in ihrer Lebenswelt Kommune und Pflegeeinrichtung. Prof. De Bock hat intensiv publiziert, verfügt über umfassende Lehrerfahrung und engagiert sich gesundheitspolitisch und in einer Vielzahl von Expertengremien national und international.

Außerdem verfügt sie über die deutsche und die belgische Staatsbürgerschaft, ist verheiratet und Mutter zweier Kinder.

 

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