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Von der Hautkrebsvorsorge bis zur Badeotitis: Gesundheitstipps für den Urlaub

Expertinnen und Experten aus der Uniklinik Düsseldorf geben Ratschläge für eine möglichst sichere Sommerzeit

Fernreisen sind aktuell noch sehr eingeschränkt möglich. Jedoch sollte man sich – zum eigenen Schutz – vor dem lang ersehnten Urlaub noch über einige Dinge Informieren. Und überall gilt sowieso: Halten Sie sich zu Ihrem eigenen und dem Schutz anderer auch weiterhin an die Corona-Regeln.

 

Reiseapotheke: Was gehört rein?

Ein wichtiger Punkt ist die richtige Ausstattung der Reiseapotheke. Dr. Christina Westhoff, Leiterin der Zentralapotheke am Universitätsklinikum Düsseldorf (UKD), hat dafür eine Liste erstellt, um sorgenfrei den Urlaub genießen zu können:

Sie empfiehlt:

  • Sonnencreme mit ausreichend hohem Schutz
  • Schmerzmittel (z.B. Ibuprofen oder Paracetamol)
  • Moskitoschutz (z.B. Mückenspray mit DEET, ggf. Moskitonetz)
  • Mittel gegen Reiseübelkeit (z.B. Tabletten oder Kaugummi bei Reisekrankheit)
  • Mittel bei Durchfallerkrankungen (Loperamid-Tabletten, Elektrolyte)
  • Mittel bei Sodbrennen (als Tabletten oder Magengel)
  • Mittel gegen Augenreizungen (z.B. mit Panthenol)
  • Desinfektionsspray sowie Pflaster und Verbandsmittel (z.B. auch Blasenpflaster)
  • Mittel bei Prellungen (Heparin- oder Diclofenac-Salbe/Gel)
  • Mittel gegen Insektenstiche und Sonnenbrand (Antihistaminika, Hydrocortison Gel 0,25%)
  • Präparate bei Erkältungsbeschwerden (Halsschmerzen, Schnupfen, Husten)
  • Fieberthermometer
  • CoVid-Schnelltests
  • Mund-Nasen-Schutz in ausreichender Menge
  • Persönliche Medikamente

Bei lebenswichtigen Medikamenten sollte man einen – mit dem behandelnden ärztlichen Personal abgestimmten – Medikamentenplan mitführen. Im Ausland auch auf Englisch.

Medikamente sollte man kühl lagern und möglichst nicht der direkten Sonneneinstrahlung aussetzen.

 

Hautkrebs-Risiko Sonnenbaden: Sonnencreme nicht vergessen!

Je mehr Sonne, desto wichtiger wird die Vorbeugung gegen Hautkrebs. Das Risiko auf Hautkrebs erhöht sich im Alter. Studien zeigen, dass Menschen über 50 Jahren zum Beispiel anfälliger für weißen Hautkrebs sind. Um das eigene Hautkrebs-Risiko zu ermitteln, sollte man sich mit dem eigenen Hauttyp beschäftigen: Hellere Hauttypen sind deutlich anfälliger für Sonnenbrand, der zu Hautkrebs führen kann, als mediterrane oder dunklere Hauttypen. Für Menschen mit einer hellen Haut ist Sonnenschutz deshalb ein besonders wichtiges Thema.

„Menschen mit einer hellen Haut, sollten sich möglichst wenig der direkten Sonne aussetzen: Etwa zehn bis zwanzig Minuten maximal. Man sollte sich zudem immer mit Sonnenschutzmitteln eincremen. Wenn man Sonnencreme nutzt, ist es wichtig, hier auf einen Schutz gegen UVA- sowie UVB-Strahlen zu achten. Während UVB-Strahlen einen Sonnenbrand erzeugen, führen UVA-Strahlen nach einiger Zeit zu Hautalterung und beide UV-Qualitäten erzeugen Hautkrebs. Sparen Sie nicht an Sonnencreme! Weniger Creme bedeutet weniger Schutz“, erklärt Prof. Dr. Bernhard Homey, Direktor der UKD-Hautklinik und Hautkrebsexperte.

Er rät zudem: „Achten Sie auf das Eincremen aller freigetragenen Hautpartien inklusive Ohren, Nackenbereich und Handrücken. Nach dem Sonnenbad ist außerdem darauf zu achten, sich gut mit Hautpflegeprodukten einzucremen, um Hauttrockenheit zu vermeiden und die Regeneration der Haut zu unterstützen. Die Sonne ist nicht unser Feind – im Gegenteil. Es gilt nur, den Sonnenbrand zu vermeiden. Was manche vergessen: Auch, wenn es nur eine Rötung der Haut nach dem Sonnenbad gibt, bedeutet das Sonnenbrand.“

Der Experte rät zudem regelmäßig, zur Hautkrebs-Vorsorge zu gehen: „Ab 35 Jahren ist das sogar kostenfrei, macht aber auch vorher absolut Sinn. Das Screening sollte alle zwei Jahre stattfinden.“

 

Ohrenschmerzen nach dem Badespaß? Ab zum HNO-Arzt!

Die Temperaturen steigen und die Freibäder füllen sich, das Meer und die Badeseen rufen. Leider haben einige eine schmerzhafte Erinnerung an den Badespaß – die Badeotitis. Sie tritt typischerweise nach dem Baden und Tauchen auf.

Diese entsteht durch Eindringen von Wasser in den Gehörgang. Das Wasser kann aufgrund der bestehenden Anatomie nicht vollständig ablaufen oder eine kleine Hautverletzung im Gehörgang führt dazu, dass das mit Keimen belastete Badewasser im Gehörgang verharrt und die Keime sich vermehren. Es folgt häufig eine Gehörgangsentzündung.

Betroffene PatientInnen beklagen meist Ohrenschmerzen, eine Berührungsempfindlichkeit im Bereich der Ohrmuschel sowie ein gedämpftes Hören. „Eine solche Entzündung sollte dringendst von einem HNO-Arzt untersucht werden“, sagt Prof. Dr. Jörg Schipper, Direktor der Hals-Nasen-Ohren-Klinik am Universitätsklinikum Düsseldorf (UKD).

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Zum Universitätsklinikum Düsseldorf:
Das Universitätsklinikum Düsseldorf (UKD) ist das größte Krankenhaus in der Landeshauptstadt und eines der wichtigsten medizinischen Zentren in NRW. Die 9.500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in UKD und Tochterfirmen setzen sich dafür ein, dass jährlich über 50.000 Patientinnen und Patienten stationär behandelt und 300.000 ambulant versorgt werden können.

Das UKD steht für internationale Spitzenleistungen in Krankenversorgung, Forschung und Lehre, sowie für innovative und sichere Diagnostik, Therapie und Prävention. Patientinnen und Patienten profitieren von der intensiven interdisziplinären Zusammenarbeit der 60 Kliniken und Institute. Die besondere Stärke der Uniklinik ist die enge Verzahnung von Klinik und Forschung zur sicheren Anwendung neuer Methoden.

Am UKD entsteht die Medizin von morgen. Jeden Tag.

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