MTA-R (Radiologie)

Das Berufsbild von MTA-R ist bestimmt vom Einsatz von Strahlung zur Erkennung (Diagnostik) und Behandlung (Therapie) von Krankheiten. Als MTA-R arbeitet man sehr eng mit Patienten zusammen. Neben dem sozialen Aspekt kommen die modernsten Geräte zum Einsatz. MTA-R bedienen diese Geräte und werten die erhobenen Daten aus. Der Umgang mit dem Computer ist somit für MTA-R eine Selbstverständlichkeit.

Selbstständigkeit, Zuverlässigkeit, sorgfältiges Arbeiten und Verantwortungsbewusstsein sind unbedingt erforderlich, um den Beruf des/der MTA-R erfolgreich ausüben zu können.

In folgenden Bereichen können MTA-R arbeiten:

  1. Radiologie
  2. Strahlentherapie
  3. Nuklearmedizin
  4. Strahlenphysik, Strahlenschutz und Dosimetrie

Radiologie: MTA-R fertigen auf Anforderung des Arztes selbständig Röntgenbilder an und bedienen Geräte wie z. B. den Magnetresonanztomographen (MRT) oder auch den Computertomographen (CT). MTA-R müssen gute Kenntnisse von der Anatomie und Physiologie des Menschen haben. Sie müssen aber auch gutes physikalisch-technisches Wissen besitzen, um mit den komplizierten Apparaten und Großgeräten arbeiten zu können. Viele Untersuchungen in der Radiologischen Diagnostik sind nur in Teamarbeit zwischen dem Patienten, dem Arzt und der/dem MTA-R durchzuführen, wobei die Qualitätssicherung und der Strahlenschutz eine große Rolle spielen.

Strahlentherapie: Den engsten Kontakt zum Patienten haben MTR-R in der Strahlentherapie. Hier werden überwiegend bösartige Tumore mit Hilfe von Röntgen-, Gamma- oder Teilchenstrahlen behandelt. Die Arbeit an den entsprechenden Planungs- und Bestrahlungsgeräten (Simulatoren, Linearbeschleunigern) und mit computergesteuerten Kontrolleinstellsystemen verlangt von den MTA-R ein hohes Maß an Verantwortungsbewußtsein und Präzision. In der Strahlentherapie arbeiten MTA-R sehr eng mit Ärzten und Physikern zuammen. Die Patienten werden oft über einen längeren Zeitraum bestrahlt, so daß MTA-R die Patienten gut kennenlernen und die eigentliche Kontaktperson sind. Diese psychische Betreuung ist ein wichtiger Aufgabenbereich der MTA-R.

Nuklearmedizin: hier arbeiten die MTA-R mit radioaktiven Substanzen, die dem Patienten in geringen Mengen verabreicht werden. Mit Hilfe hochempfindlicher computerunterstützter Strahlenmeßgeräte (z.B. Gamma-Kamera) kann die Verteilung im Körper und damit vorwiegend die Funktion eines Organs bestimmt werden. Im ”Heißlabor” bereiten die MTA-R die radioaktiven Substanzen für die Verabreichung am Patienten vor. Exakte Bestimmung der Strahlenmenge und Einhaltung des Strahlenschutzes sind für die MTA-R besonders wichtig.

Strahlenphysik, Strahlenschutz und Dosimetrie: hier nehmen MTA-R sehr vielfältige Aufgaben wahr. Mit speziellen Dosismessgeräten bestimmen sie die vorhandene Strahlung in der Umgebung oder während Untersuchungen mit ionisierender Strahlung und überwachen die Einhaltung der Grenzwerte. Dazu gehört auch die regelmäßige Kontrolle der Röntgen- und Therapieanlagen sowie der vorhandenen Strahlenschutzmaterialien (z.B. Bleischürzen). Bei der Anwendung von Strahlung am Menschen zu Therapiezwecken berechnen MTA-R die fnotwendige Strahlungsmenge.

Der MTA-R-Beruf ist aufgrund seiner umfassenden Ausbildung in der Strahlenpyhsik, Dosimetrie und im Strahlenschutz der einzige Gesundheitsfachberuf mit Fachkunde im Strahlenschutz. MTA-R dürfen daher Strahlung am Menschen selbstständig, also ohne Aufsicht und Verantwortung eines Arztes anwenden.

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