CoVGen: SARS-CoV-2 Sequenzierungsstudie

In Zusammenarbeit mit dem Gesundheitsamt der Stadt Düsseldorf führt die Heinrich-Heine-Universität (HHU) eine Pilotstudie durch, die es ermöglicht, Übertragungswege von SARS-CoV-2 besser nachzuvollziehen. Dabei werden alle neu diagnostizierten Coronavirus-Fälle in Düsseldorf innerhalb von 48 Stunden im Zentrum für Medizinische Mikrobiologie, Krankenhaushygiene und Virologie der HHU sequenziert und die Daten dem Gesundheitsamt zur Verfügung gestellt. Mit der Sequenzierung wird der Aufbau der Erbinformation eines Erregers untersucht. Dadurch kann man quasi den "genetischen Fingerabdruck" von Viren bestimmen und unterschiedliche Stämme eines Erregers im Infektionsgeschehen eindeutig unterscheiden. So ist es möglich, Übertragungsketten mit hoher Genauigkeit zu erkennen und frühzeitig gemeinsam mit dem Gesundheitsamt Gegenmaßnahmen einzuleiten. Dazu wurde in Kooperation mit dem Institut für Medizinische Mikrobiologie und Krankenhaushygiene im Laufe der letzten Monate systematisch ein Verfahren zur "Echtzeit-Sequenzierung" aufgebaut. Durch die Integration von Virussequenzdaten und Daten des Kontaktpersonenmanagements können Übertragungswege gut nachvollzogen werden.

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