Willkommen auf den Seiten der Klinik für Neurologie

60 Prozent der Deutschen leiden in ihrem Leben mindestens einmal an einer neurologischen Erkrankung. In dieser schwierigen Situation sind wir für Sie da: Schnell, zuverlässig, menschlich. Unser hochprofessionelles, interdisziplinäres Team behandelt jährlich über 15.000 Patientinnen und Patienten nach den allerneuesten wissenschaftlichen Standards. So erhalten Sie die bestmögliche, individuell auf Ihre Bedürfnisse abgestimmte Therapie.

Im Notfall

112

(bei schweren akuten Symptomen)

(0211) 81-17012

(Leitstelle Zentrale Notaufnahme)


Weitere Kontaktmöglichkeiten


Aktuelles

Neuigkeiten aus unserer Klinik für Neurologie

mehr Informationen


Stationen

Normalstationen, Intensivstation, Stroke Unit

mehr Informationen


Ambulanzen

Schwerpunkte und Kontaktdaten

mehr Informationen


Team Neurologie

Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner

mehr Informationen


Forschung

Klinische Forschung und Grundlagenwissenschaft

mehr Informationen


Lehre

Lehrinhalte, Module und Pläne

mehr Informationen


Impressum

Bildnachweise, Kontakt zum Webmaster (Neurologie)

mehr Informationen


Univ.-Prof. Dr. med. Dr. rer. nat. Sven Meuth

Direktor der Klinik für Neurologie

Moorenstraße 5

40225 Düsseldorf



Schwerpunkte / Ambulanzen




Qualitätssiegel und Zertifikate



Neurologie am UKD auf YouTube


MS-Diagnose – was tun? Wo lassen sich seriöse Informationen finden? Und welche Forschungsergebnisse zur Multiplen Sklerose geben Anlass zur Hoffnung? Diese Fragen beantwortet Prof. Dr. Dr. Sven Meuth, Direktor der Neurologie am UKD, in einer Ausgabe von "Kamera an...!". (Video vom 12.03.2021)


Zur Behandlung einer Ursache für Alzheimer wurde Mitte 2021 in den USA erstmals ein Medikament zugelassen. Prof. Dr. Dr. Sven Meuth, Direktor der Neurologie am UKD, schätzte das Medikament als möglichen Türöffner für weitere Präparate ein, die die Ursachen von Alzheimer bekämpfen. (Video vom 09.06.2021)


zurück zur Übersicht
Bindung der beiden Kofaktoren (Glutathion (GSH) und Eisen-Schwefel-Zentrum) in den beiden Klassen der Glutaredoxine (links). Diese unterschiedliche Bindung beeinflusst die 3-dimensionale Struktur (rechts), welche die unterschiedlichen Funktionen der Proteine bestimmt. Abb.: C.H. Lillig, Greifswald

Von: C. Berndt, Redaktion

Nur fünf Aminosäuren bestimmen die Funktion von Glutaredoxinen in Eisenstoffwechsel oder Signalübertragung

Die Proteine der Glutaredoxin-Familie sind lebenswichtig. Es gibt von ihnen zwei Klassen, die zwar nahezu identische Strukturen aufweisen, aber dennoch unterschiedliche Funktionen haben. Unter Mitwirkung von Forschern der Düsseldorfer Arbeitsgruppe „Thiology“ an der Klinik für Neurologie konnte ein internationales Forschungskonsortium die molekularen Grundlagen, welche dieser unterschiedlichen Funktionen der beiden Klassen zugrunde liegen, ermitteln. Sie sind auf eine aus nur fünf Aminosäuren, den Bausteinen von Proteinen, bestehende Loop-Struktur zurückzuführen. Die Forschungsergebnisse wurden aktuell in der Zeitschrift Nature Communications veröffentlicht.

Die in nahezu allen Lebewesen vorkommende Glutaredoxin-Familie teilt sich in zwei Untergruppen auf. Beide Klassen sind wichtig für den Energiestoffwechsel in Zellen. Die Proteine der einen Gruppe (CxxS-Typ) sind unentbehrlich im zellulären Eisenstoffwechsel. Ist diese Klasse nicht mehr voll funktionsfähig, so führt dies zu einem Verlust wichtigster Eisen-Kofaktoren ohne die beispielsweise kein Sauerstoff im Blut transportiert werden kann. Die Proteine der anderen Untergruppe (CxxC-Typ) sind Oxidoreduktasen. Sie übertragen Elektronen und sind unter anderem unentbehrlich für die Gehirnentwicklung. Beispielhaft wurden zwei menschliche Proteine aus den jeweiligen Untergruppen untersucht. Diese sind sich in ihren räumlichen Strukturen sehr ähnlich und binden beide dieselben Kofaktoren – Glutathion und ein Eisen-Schwefel-Zentrum. Trotzdem können sie, wie fast alle Mitglieder der Glutaredoxine, entweder nur die eine, oder nur die andere der beiden sehr unterschiedlichen Funktionen ausführen.

In einem aus Greifswald koordinierten Projekt wurde unter Mitarbeit der Düsseldorfer Arbeitsgruppe „Thiology“, gefördert durch die DFG-Schwerpunkte 1710 „Dynamics of Thiol-based Redox Switches in Cellular Physiology“ und 1927 „Iron-Sulfur for life“ wurde nun gezeigt, dass eine aus fünf Aminosäuren bestehende Loop-Struktur nahe des aktiven Zentrums die jeweilige Funktion festlegt. Durch Protein-Engineering, dem 2018 mit dem Nobelpreis für Chemie ausgezeichneten Verfahren zur gezielten Konstruktion von Proteinen mit verbesserten oder veränderten Eigenschaften, wurde gezeigt, dass der Austausch der jeweiligen Loop-Struktur auch zu einem Austausch der Funktionen führt. Die ursprüngliche Oxidoreduktase war nun in der Lage im Modellorganismus Zebrafisch Hämoglobin, den Sauerstofftransporter, zu bilden, verlor aber seine Funktion als Elektronenüberträger und umgekehrt.

Die Aktivitäten der beiden Glutaredoxin-Klassen entstehen dadurch, dass die identifizierten Loop-Strukturen die Wechselwirkung zwischen den Proteinen und ihren Kofaktoren beeinflussen.

Das molekulare Verständnis von Proteinaktivitäten ist eine Voraussetzung für das Verständnis des Lebens. Glutaredoxine, die wichtige Rollen in der Entstehung von zahlreichen neurodegenerativen Krankheiten oder Krebserkrankungen haben, sind zudem potentielle zukünftige medizinische Ansatzpunkte.

Veranstaltungshinweis:
Wer mehr zu Wichtigkeit von Oxidoreduktasen und Elektronenübertragung erfahren möchte, ist herzlich eingeladen zu den Treffen des Netzwerks „redox research rheinland“ 

Original-Publikation:
Trnka D*., Engelke A.*, Gellert M.*, Moseler A., Hossain M.F., Lindenberg T., Pedroletti L., Odermatt B., de Souza J., Bronowska A., Dick T., Mühlenhoff U., Meyer A., Berndt C., Lillig C.H. (2020), Molecular basis for the distinct functions of redox-active and FeS-transfering glutaredoxins. Nature Communications, DOI: 10.1038/s41467-020-17323-0 PubMed

Kontakt:
PD Dr. Carsten Berndt, Thiology, Klinik für Neurologie, Universitätsklinikum Düsseldorf, Medizinische Fakultät der HHU; Life Science Center, Merowingerplatz. 1a, 40225 Düsseldorf, Tel. 0211/8106041, E-Mail

 

Quelle: HHU (Copyright 2020)

zurück zur Übersicht
MediathekInformation und Wissen
LageplanSo finden Sie uns