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Teams aus den Augenkliniken der Universitätsklinika in Bonn, Hamburg-Eppendorf und Düsseldorf arbeiten gemeinsam an Lösungen, um Ressourcen nachhaltiger zu nutzen.

Augenkliniken entwickeln Projekte zu mehr Nachhaltigkeit

Teams aus den Augenkliniken der Universitätsklinika in Bonn, Hamburg-Eppendorf und Düsseldorf beteiligt.

Düsseldorf (ukd). An welcher Stelle können Augenkliniken einen besonderen Beitrag zu einer nachhaltigeren Ressourcennutzung leisten, um ökologische und ökonomische Belastungen zu reduzieren? Und mit welchen Maßnahmen gelingt dies? Diesen Fragen gehen Teams aus den Augenkliniken der Universitätsklinika in Bonn, Hamburg-Eppendorf und Düsseldorf gemeinsam nach. Ziel ist es, ein fachinternes Prädikatssiegel zu entwickeln, das von der Fachgesellschaft (DOG) ausgegeben werden soll. Dabei geht es darum, mit Hilfe von wiederkehrenden Visitationen, Fragebögen und Check-Listen einen kontinuierlichen Verbesserungsprozess einzuleiten. Die Projektleiterin Dr. Alexandra Schilcher hat mit diesem Projekt den „DOG pura Award 2025“ der Deutschen Ophthalmologischen Gesellschaft gewonnen. Ein Visitationstag in Düsseldorf bot nun Gelegenheit zum Ideenaustausch. 

„Die Augenheilkunde versorgt eine sehr hohe Zahl von Patienten mit chronischen Volkskrankheiten und verfügt gleichzeitig über weit fortgeschrittene Möglichkeiten der bildgebenden Diagnostik und therapeutischen Interventionen. Daher müssen und werden wir uns an ganz vielen Stellen auf den Weg zu mehr Nachhaltigkeit in der Augenheilkunde begeben – auch wenn das Thema auf der politischen Bühne aktuell wenig Aufmerksamkeit genießt“, sagt Prof. Dr. Gerd Geerling, Direktor der Klinik für Augenheilkunde an der Uniklinik Düsseldorf. „Wenn wir an der einen oder anderen Stelle als Ideengeber für sinnstiftende Projekte wahrgenommen werden, freue ich mich.“

Ansatzpunkte gibt es einige: Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer diskutierten zum Beispiel, inwieweit Einweginstrumente, die im Rahmen von Augenoperationen zum Einsatz kommen, durch Mehrweglösungen ersetzt werden können. Alternativ könnte auch die direkte Abgabe der gebrauchten Instrumente an einen Recyclingbetrieb für mehr Nachhaltigkeit sorgen. Als Hindernis erweisen sich im zweiten Fall oft Regelungen zum Umgang mit „gefährlichen Abfällen“. 

Auch die Frage, inwieweit im Operationssaal die Versorgung mit wiederverwertbaren Instrumenten auf das in aller Regel benötigte Mindestmaß reduziert werden könnte, um die energie- und ressourcenintensive Aufbereitung nicht benötigter Instrumente einzusparen, beschäftigte die Teilnehmerinnen am Visitationstag. Hier haben alle beteiligten Augenkliniken erste Schritte hinter sich.

Einen Blick über den Tellerrand gewährte Dr. Maria-Inti Metzendorf, Public Health- und Informationswissenschaftlerin am Institut für Allgemeinmedizin und dem Centre for Health und Society, im Rahmen eines Impulsvortrags. Sie führte aus, welche Nachhaltigkeitsinitiativen auf Seiten der Medizinischen Fakultät gerade vorangetrieben werden.

Schnelle Erfolge sind im Kleinen zu erzielen. In der Augenklinik in Düsseldorf erfolgt eine Umstellung auf doppelseitigen Druck, um Papier einzusparen. Auf dieses Konto zahlt auch die in der gesamten Uniklinik fortschreitende Digitalisierung ein. Darüber hinaus startet das „Green Team“ der Augenklinik in Kürze eine Kampagne, um Kolleginnen und Kollegen dazu anzuhalten, beim Verlassen von Räumlichkeiten das Licht auszuschalten und zum Dienstende den PC und alle nicht benötigten energieintensiven Geräte herunterzufahren.

Dr. Alexandra Schilcher, Nachhaltigkeitsbeauftrage der Augenklinik, sieht großes Potenzial: „Gerade im Austausch mit anderen Kliniken können wir ganz viele Themen identifizieren, die wir mit Blick auf ein nachhaltigeres Handeln angehen können. Und wir können viel voneinander lernen.“

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Das Universitätsklinikum Düsseldorf (UKD) ist das größte Krankenhaus in der Landeshauptstadt und eines der wichtigsten medizinischen Zentren in NRW. Die 9.300 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in UKD und Tochterfirmen setzen sich dafür ein, dass jährlich über 45.000 Patientinnen und Patienten stationär behandelt und 270.000 ambulant versorgt werden können.

Das UKD steht für internationale Spitzenleistungen in Krankenversorgung, Forschung und Lehre, sowie für innovative und sichere Diagnostik, Therapie und Prävention. Patientinnen und Patienten profitieren von der intensiven interdisziplinären Zusammenarbeit der 60 Kliniken und Institute. Die besondere Stärke der Uniklinik ist die enge Verzahnung von Klinik und Forschung zur sicheren Anwendung neuer Methoden.

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