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„Gesundheitliche Versorgung von Menschen in prekären Lebenslagen“

„Gesundheitliche Versorgung von Menschen in prekären Lebenslagen“

Düsseldorf

Symposium der Veranstaltungsreihe „Dialog Versorgungsforschung NRW.“ am 29. September 2015, 13:00-18:00h, O.A.S.E. der Fakultät für Medizin der Heinrich-Heine-Universität, Universitätsstraße, 40225 Düsseldorf

„Für ein solidarisches Gesundheitswesen in NRW - Gesundheitliche Versorgung von Menschen in prekären Lebenslagen verbessern“: So lautete das Thema der Entschließung der 23. Landesgesundheitskonferenz NRW von 2014.

Das zweite Symposium der neuen Veranstaltungsreihe „Dialog Versorgungsforschung NRW.“ widmet sich am 29. September 2015 eben diesem Thema. 

Das Landeszentrum Gesundheit NRW (LZG.NRW) und des Centre for Health and Society (chs) der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf laden Interessierte zu einem Dialog von Wissenschaft, Praxis und Politik ein. Es werden sowohl Versorgungsforschungsprojekte als auch Praxisprojekte aus NRW zum Thema "Gesundheitliche Versorgung von Menschen in prekären Lebenslagen" vorgestellt.

Als ‚prekäre Lebenslagen‘ werden Lebensumstände verstanden, die einerseits durch materielle Armut und anderseits durch eine eingeschränkte Teilhabe am ökonomischen, sozialen, kulturellen und politischen Leben in der Gemeinschaft gekennzeichnet sind. Das Risiko, solche Lebenslagen zu erleben, ist in bestimmten Bevölkerungsgruppen erhöht - beispielsweise bei Kindern und Erwachsenen mit chronischen Erkrankungen oder Behinderungen, (Langzeit-) erwerbslosen Frauen und Männern, alleinerziehenden Elternteilen, Menschen mit Migrationsgeschichte, Menschen im Rentenalter mit unterdurchschnittlichen Rentenbezügen („Altersarmut“) oder Personen ohne festen Wohnsitz.

Prekäre Lebenslagen stellen zugleich ein starkes Gesundheitsrisiko dar. Menschen, die dauerhaft materielle Schwierigkeiten und soziale Ausgrenzung erleben, erkranken signifikant häufiger als Menschen, die diese Erfahrungen nicht machen. Umgekehrt gilt dies ebenfalls: wer chronisch krank wird, läuft stärker Gefahr, in prekäre Lebenslagen zu geraten. Dies belegen nationale und internationale Studien sehr deutlich. In NRW widmen sich verschiedene universitäre Standorte der gesundheitsbezogenen Versorgungsforschung, die sich im „Beirat Versorgungsforschung“ am Landeszentrum Gesundheit NRW (LZG.NRW) vernetzt haben.
Wie muss sich das Gesundheitswesen verändern, damit es dem besonderen Versorgungsbedarf von Menschen in prekären Lebenslagen im Rahmen einer gesicherten und zielgruppenspezifischen medizinischen Versorgung gerecht werden kann? Was können Versorgungsforschung einerseits und Gesundheitspolitik andererseits dazu beitragen?

Weitere Informationen zur Veranstaltung finden Sie hier.

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