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Anlässlich der feierlichen Einweihung der P.A.L.M.E. besucht die Staatssekretärin Gonca Türkeli-Dehnert die HHU. Empfängen wird sie von (v.l.n.r.) Charlotte von der Heyde (Kommissarische Kaufmännische Direktorin, UKD), Prof. Dr. Kirsten Schmieder, (Ärztliche Direktorin, UKD), der Prodekanin für Studienqualität und Lehre Prof. Dr. Dr. Svenja Caspers und Dekan Prof. Dr. Nikolaj Klöcker. (C) UKD / Maurice Kaufmann
Staatssekretärin Gonca Türkeli-Dehnert betont anlässlich ihrer Rede, dass die HHU mit dem innovativen Modellstudiengang hervorragende Arbeit in der Ausbildung der Mediziner:innen von Morgen leistet. (C) UKD / Maurice Kaufmann
Der Dekan der Medizinischen Fakultät Prof. Dr. Nikolaj Klöcker lobt im Zuge seiner Begrüßung, dass die P.A.L.M.E. gezielt auf die Bedürfnisse des Modellstudiengang Curriculum Medizin Düsseldorf zugeschnitten ist. (C) UKD / Maurice Kaufmann

P.A.L.M.E. feierlich eingeweiht: Neues Lehrgebäude für Medizinstudierende der HHU

Am 15. April 2026 wurde das neue Lehrgebäude P.A.L.M.E. an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf (HHU) im Beisein der Staatssekretärin für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen Gonca Türkeli-Dehnert feierlich eingeweiht. Mit dem Gebäude ist ein moderner Lernort für die rund 3.600 Studierenden der Human- und Zahnmedizin der HHU entstanden. Der zugrundeliegende interdisziplinäre Ansatz bringt Studierende, Lehrende und Pflegepersonal zusammen und schafft optimale Bedingungen für gemeinsames Lernen, praxisnahe Ausbildung und fachübergreifenden Austausch.

Bereits 2016 wurde der Bau eines neuen Lehrgebäudes für die Medizinische Fakultät der HHU beschlossen. Nach der Grundsteinlegung im Jahr 2021 und der Aufnahme des Probebetriebs 2024 befindet sich das Gebäude seit Frühjahr 2025 im Regelbetrieb. Mit dem Namen P.A.L.M.E. – Platz für Austausch, Lernen, Medizin und Entwicklung ist ein neues Lehrgebäude auf dem Campus des Universitätsklinikums Düsseldorf (UKD) entstanden. Es soll als ein zentraler Ort für eine moderne medizinische Ausbildung im Rahmen des Modellstudiengangs „Düsseldorfer Curriculum Medizin“ dienen. Es steht in unmittelbarer Nähe zur medizinischen Fachbibliothek O.A.S.E. und an der Schnittstelle von Klinik und Universität. Am 15. April 2026 wurde es feierlich eingeweiht.
 

Die P.A.L.M.E. bietet auf mehr als 6.500 Quadratmetern und drei Etagen Raum für drei zentrale Einrichtungen: das Zentrum für digitales Lehren, Lernen und Prüfen, das Trainings- und Simulationszentrum sowie die Makroskopische und Mikroskopische Anatomie. Sie alle fördern im Sinne des Düsseldorfer Curriculum Medizin, einem der innovativsten Medizin-Studiengänge in Deutschland und Leitmotiv für die Lehre am Standort, eine fächerübergreifende, praxisbezogene und kompetenzorientierte Ausbildung, die Raum für persönliche Entwicklung lassen soll.
 

Das Zentrum für digitales Lehren, Lernen und Prüfen vereint klassische Lehrformate mit moderner Technik. Zwei Hörsäle und neun Seminarräume ermöglichen Veranstaltungen in Präsenz, hybrid oder vollständig digital und bieten Platz für insgesamt 641 Studierende. Der angeschlossene E-Assessment- und Mikroskopiersaal zählt mit 246 Arbeitsplätzen zu den größten seiner Art in Deutschland und ist mit Mikroskopen sowie jeweils einem Laptop pro Arbeitsplatz ausgestattet.

Im Trainingszentrum werden Studierende gezielt auf den ersten Kontakt mit Patientinnen und Patienten vorbereitet. Darüber hinaus können sich die Studierenden im Simulationszentrum an verschiedenen Stationen in typischen Untersuchungs- und Behandlungssituationen eigenständig oder angeleitet erproben. Zur Ausstattung gehören unter anderem ein Geburtssimulator, ein vollständig eingerichtetes Patientenzimmer, moderne Sonografiegeräte sowie Kommunikationsräume im Stil ärztlicher Behandlungszimmer. Ergänzend finden hier praktische Kurse, etwa chirurgische Nahtkurse, statt. Das Zentrum steht neben Studierenden auch allen weiteren Angehörigen der Medizinischen Fakultät offen.
 

Ein zentrales Element des Gebäudes ist der Präparationssaal. Mit 49 Präparationstischen und Platz für bis zu 490 Studierende gleichzeitig zählt er zu den größten Einrichtungen dieser Art in Deutschland. Jeder Arbeitsplatz ist mit Bildschirmen ausgestattet, sodass Präparationsergebnisse unmittelbar mit dem gesamten Kurs geteilt oder individuelle Unterrichtsmaterialien während der Präparation eingespielt werden können. Ein höhenverstellbarer, barrierefreier Tisch gewährleistet zudem inklusives Arbeiten. Die hier stattfindenden Kurse der makroskopischen Anatomie bilden eine wesentliche Grundlage der medizinischen Ausbildung und ermöglichen den Studierenden einen umfassenden Einblick in den Aufbau des menschlichen Körpers.
 

Staatssekretärin Gonca Türkeli-Dehnert: „Die Ausbildung von Ärztinnen und Ärzten gehört zu den großen Aufgaben der hochschulmedizinischen Standorte. Damit tragen sie wesentlich dazu bei, eine gute medizinische Versorgung in Nordrhein-Westfalen sicherzustellen. Die Heinrich-Heine-Universität leistet mit ihrer innovativen Lehre hervorragende Arbeit. Die P.A.L.M.E. bietet mit ihrem interdisziplinären Ansatz optimale Voraussetzungen für die bestmögliche Ausbildung der Medizinerinnen und Mediziner von morgen. Sehr gerne haben wir den Neubau unterstützt, der den leistungsfähigen Wissenschafts- und Gesundheitsstandort Nordrhein-Westfalen nachhaltig stärkt.“
 

„Wir legen im Rahmen unseres Düsseldorfer Modellstudiengangs Medizin besonderen Wert auf die fächerübergreifende und praxisbezogene Ausbildung. Dafür bietet die P.A.L.M.E. durch die sehr vielfältige Ausstattung die perfekte Infrastruktur“, so Prof. Dr. Nikolaj Klöcker, Dekan der Medizinischen Fakultät. „Wir sind dem Ministerium für Kultur und Wissenschaft sehr dankbar, dass dieser Bau entstehen konnte, um zukünftige Ärztinnen und Ärzte noch besser auszubilden“. 

Interdisziplinäre Nutzung vorgesehen

Die Räumlichkeiten des Trainings- und Simulationszentrums stehen Studierenden sowohl im Rahmen von Lehrveranstaltungen als auch zur eigenständigen Prüfungsvorbereitung zur Verfügung. Die Lehrangebote werden nach Möglichkeit fächerübergreifend gestaltet und teilweise in Kooperation mit Pflegekräften des UKD durchgeführt. Die Hörsäle und Seminarräume sind für alle Angehörigen der HHU zugänglich. Perspektivisch soll das Zentrum für Digitales Lehren, Lernen und Prüfen auch von anderen Fakultäten genutzt werden, um digitale Prüfungen durchzuführen.
 

Bereits jetzt ist die P.A.L.M.E. eine beliebte Adresse für Veranstaltungen wie zum Beispiel wissenschaftliche Symposien oder Kongresse. „Es ist schön zu sehen, wie sich die P.A.L.M.E. immer mehr mit Leben füllt, insbesondere durch Studierende unterschiedlicher Semester bei den verschiedenen Lehrangeboten, aber auch bei den weiteren Veranstaltungen“, stellt Prof. Dr. Dr. Svenja Caspers, Prodekanin für Lehre und Studienqualität der Medizinischen Fakultät, begeistert fest. „Die vielfältigen Möglichkeiten der Begegnung und interaktiven Lernszenarien schaffen gemäß unserem Leitmotiv der Lehre eine optimale Umgebung für die Gemeinschaft der Lehrenden und Lernenden.“
 

Die P.A.L.M.E. ermöglicht es den Studierenden und den Lehrenden, früh im Studium den Umgang mit Patientinnen und Patienten zu trainieren und sich eigenständig zu erproben. Die offene Architektur bietet dabei stets die Möglichkeit des Austausches untereinander und mit anderen Fachbereichen.

Die P.A.L.M.E. wurde durch das UKD errichtet. Die Finanzierung erfolgte über die Initiative „Maßnahmen und Investitionsprogramm zur Verbesserung der Qualität der Lehre in der Medizin“ des Ministeriums für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen.

(Quelle: Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf/Anne Wansing)

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