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Update (11:00 Uhr): Hantavirus-Kontaktperson in heimatnahes Krankenhaus verlegt

Die bisher am Universitätsklinikum Düsseldorf (UKD) betreute Person, die auf einem Kreuzfahrtschiff Kontakt zu einem Hantavirus-Fall hatte, wurde heute Morgen in ein heimatnahes Krankenhaus verlegt.

Düsseldorf (ukd/tpo). Die Person zeigt nach wie vor keine klinischen Zeichen einer Infektion. Auch die Ergebnisse umfangreicher virologischer Untersuchungen deuten bisher nicht auf eine Infektion hin. Der Erreger konnte in den Laboruntersuchungen nicht nachgewiesen werden

Da die Inkubationszeit des Erregers aber sehr variabel ist und das Auftreten von Symptomen daher mehrere Wochen dauern kann, sind weitere Kontrollen und klinische Beobachtung erforderlich. Deshalb wurden für den Transport adäquate Schutzmaßnahmen veranlasst. Auch in der aufnehmenden Klinik werden diese weiter aufrechterhalten. 

Bei der Person handelt es sich aktuell ausdrücklich nicht um einen bestätigten Infektionsfall, sondern um eine Kontaktperson, bei der vorsorglich auf der Infektionsstation der Klinik für Gastroenterologie, Hepatologie und Infektiologie am Universitätsklinikum Düsseldorf eine klinische Abklärung sowie infektiologische Untersuchungen erfolgt sind.

Die besondere Expertise des UKD bei Infektionskrankheiten hat sich schon während der Corona-Pandemie gezeigt und beruht auch auf der engen interdisziplinären Zusammenarbeit auf dem Campus – bspw. mit der Virologie, der Mikrobiologie oder der Radiologie. Auch die zuständigen Pflegekräfte der Klinik sind besonders ausgebildet und wichtige Teilnehmer der mehrfach jährlich stattfindenden Übungen. 

Hintergrund: Hantavirus

Hantaviren kommen weltweit vor und werden überwiegend durch Nagetiere übertragen. Menschen infizieren sich typischerweise über den Kontakt mit virushaltigen Ausscheidungen infizierter Nager, beispielsweise durch aufgewirbelten Staub. Auch eine Übertragung von Mensch zu Mensch ist für den in Südamerika vorkommenden Virustyp, der als Ursache der Erkrankungen vermutet wird, beschrieben. 

Gesundheitsbehörden wie das European Centre for Disease Prevention and Control (ECDC) und die Weltgesundheitsorganisation WHO bewerten das Risiko für die allgemeine Bevölkerung in Europa derzeit ausdrücklich als „sehr gering“.

Weitere Informationen zum Hantavirus bietet das Robert Koch-Institut unter:

https://www.rki.de/hantaviren 

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Das Universitätsklinikum Düsseldorf (UKD) ist das größte Krankenhaus in der Landeshauptstadt und eines der wichtigsten medizinischen Zentren in NRW. Die 9.300 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in UKD und Tochterfirmen setzen sich dafür ein, dass jährlich über 45.000 Patientinnen und Patienten stationär behandelt und 270.000 ambulant versorgt werden können.

Das UKD steht für internationale Spitzenleistungen in Krankenversorgung, Forschung und Lehre, sowie für innovative und sichere Diagnostik, Therapie und Prävention. Patientinnen und Patienten profitieren von der intensiven interdisziplinären Zusammenarbeit der 60 Kliniken und Institute. Die besondere Stärke der Uniklinik ist die enge Verzahnung von Klinik und Forschung zur sicheren Anwendung neuer Methoden.

Am UKD entsteht die Medizin von morgen. Jeden Tag.

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