Update (13:30 Uhr): Medizinische Abklärung bei Hantavirus-Kontaktperson läuft
Kontaktperson wird weiter in der Infektiologie der Uniklinik Düsseldorf versorgt
Düsseldorf (ukd/tpo). Am Universitätsklinikum Düsseldorf (UKD) läuft die medizinische Abklärung bei einer Person weiter, die auf einem Kreuzfahrtschiff Kontakt zu einem Hantavirus-Fall hatte. Die Person ist in einer stabilen klinischen Verfassung. Umfangreiche virologische Untersuchungen wurden veranlasst, deren Ergebnisse bisher nicht auf eine Infektion hindeuten. Der Erreger konnte in den Laboruntersuchungen nicht nachgewiesen werden.
Da die Inkubationszeit des Erregers aber sehr variabel ist und das Auftreten von Symptomen daher mehrere Wochen dauern kann, sind jedoch weitere Kontrollen und klinische Beobachtung erforderlich. Die am UKD eingerichteten Schutzmaßnahmen werden deshalb weiter aufrechterhalten.
Bei der Person handelt es sich aktuell ausdrücklich nicht um einen bestätigten Infektionsfall, sondern um eine Kontaktperson, bei der vorsorglich auf der Infektionsstation der Klinik für Gastroenterologie, Hepatologie und Infektiologie am Universitätsklinikum Düsseldorf eine klinische Abklärung sowie infektiologische Untersuchungen erfolgen.
Die besondere Expertise des UKD bei Infektionskrankheiten hat sich schon während der Corona-Pandemie gezeigt und beruht auch auf der engen interdisziplinären Zusammenarbeit auf dem Campus – bspw. mit der Virologie, der Mikrobiologie oder der Radiologie. Auch die zuständigen Pflegekräfte der Klinik sind besonders ausgebildet und wichtige Teilnehmer der mehrfach jährlich stattfindenden Übungen.
Hintergrund: Hantavirus
Hantaviren kommen weltweit vor und werden überwiegend durch Nagetiere übertragen. Menschen infizieren sich typischerweise über den Kontakt mit virushaltigen Ausscheidungen infizierter Nager, beispielsweise durch aufgewirbelten Staub. Auch eine Übertragung von Mensch zu Mensch ist für den in Südamerika vorkommenden Virustyp, der als Ursache der Erkrankungen vermutet wird, beschrieben.
Der genaue Virustyp wird aktuell noch untersucht. Gesundheitsbehörden wie das European Centre for Disease Prevention and Control (ECDC) und die Weltgesundheitsorganisation WHO bewerten das Risiko für die allgemeine Bevölkerung in Europa derzeit ausdrücklich als „sehr gering“.
Weitere Informationen zum Hantavirus bietet das Robert Koch-Institut unter:
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