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Univ.-Prof. Dr. med. Dr. rer. nat. Sven Meuth

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MS-Diagnose – was tun? Wo lassen sich seriöse Informationen finden? Und welche Forschungsergebnisse zur Multiplen Sklerose geben Anlass zur Hoffnung? Diese Fragen beantwortet Prof. Dr. Dr. Sven Meuth, Direktor der Neurologie am UKD, in einer Ausgabe von "Kamera an...!". (Video vom 12.03.2021)


Zur Behandlung einer Ursache für Alzheimer wurde Mitte 2021 in den USA erstmals ein Medikament zugelassen. Prof. Dr. Dr. Sven Meuth, Direktor der Neurologie am UKD, schätzte das Medikament als möglichen Türöffner für weitere Präparate ein, die die Ursachen von Alzheimer bekämpfen. (Video vom 09.06.2021)


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Von: Redaktion

Opicinumab Phase 2 Studie bei Multipler Sklerose – neuer therapeutischer Zugang?

Eine grundsätzlich andere als die im schubförmigen Stadium wirksame immunomodulatorische Therapiestrategie zielt darauf ab, eingetretenen Schaden wie die Entmarkung der Neurone/Axone („Nervenkabel“) mit Verlust der für die schnelle und sichere Nervenimpulsfortleitung unabdingbaren Myelinscheiden zu reparieren.

Die Multiple Sklerose, eine chronisch entzündliche und neurodegenerative Erkrankung des Gehirns und Rückenmarks, nimmt weltweit an Häufigkeit zu. Ursächlich werden vor dem Hintergrund einer genetischen Empfänglichkeit fehlgeleitete Immunreaktionen gegen Moleküle auf Zellen und Strukturen des Zentralnervensystems (Myelinscheide, Oligodendrozyten, Neurone) angeschuldigt. In den letzten zwei Jahrzehnten konnten insgesamt 14 Medikamente, alle mit einem vorwiegend anti-entzündlichen Wirkmechanismus, zur Behandlung der schubförmigen Variante dieser Erkrankung zugelassen werden. Die im weiteren Verlauf auftretenden progredienten Stadien der MS stellen indes unverändert eine therapeutische Herausforderung dar.

Hier kommt es zu fortschreitendem Verlust von Axonen/Neuronen und kontinuierlicher Akkumulation neurologischer Ausfallserscheinungen und Behinderung.

Eine grundsätzlich andere als die im schubförmigen Stadium wirksame immunomodulatorische Therapiestrategie zielt darauf ab, eingetretenen Schaden wie die Entmarkung der Neurone/Axone ("Nervenkabel") mit Verlust der für die schnelle und sichere Nervenimpulsfortleitung unabdingbaren Myelinscheiden zu reparieren. Eine denkbare Möglichkeit ist die Förderung der Remyelinisierung durch bestimmte Gliazellen des ZNS, die Oligodendrozyten.

Die Klinik für Neurologie (Direktor Prof. Dr. H.-P. Hartung) mit ihrem Westdeutschen MS-Zentrum (Leitung: Profs. O. Aktas, N. Goebels und P. Albrecht) und der AG Molekulare Regenerationsforschung (Leiter: Prof. P. Küry) befasst sich seit Jahren mit der Entwicklung und Überprüfung solcher Therapiestrategien.

Der monoklonale Antikörper Opicinumab, der die blockierende Wirkung des Moleküls LINGO-1 aufhebt und somit die Differenzierung von Oligodendrozytenvorläufern in kompetente remyelinisierende, reparaturfördernde Oligodendrozyten fördert, konnte in einer Phase II-Studie bei akuter Opticus -Neuritis erste Hinweise für einen remyelinisierenden Therapieffekt zeigen (Cadavid et al, Lancet Neurology 2017; 16: 189-199).

Aktuell wurden die Ergebnisse einer Studie mit diesem monoklonalen Antikörper bei Patienten mit schubförmiger MS in der Fachzeitschrift Lancet Neurology berichtet. Bei dieser an 72 Zentren in 12 Ländern durchgeführten randomisierten doppelblinden placebokontrollierten Phase II-Studie ("SYNERGY") erhielten Teilnehmer unterschiedliche Dosen des monoklonalen Antikörpers oder Placebo. Darüber hinaus erhielten alle Teilnehmer eine anti-entzündliche Basistherapie mit Interferon ß-1a. Primärer Endpunkt war der Anteil der Patienten mit stetiger Verbesserung der neurologischen Behinderung nach 72 Wochen.

Die Verbesserung der Behinderung wurde mit einer Kombination verschiedener Tests gemessen. Bedauerlicherweise konnte keine signifikante dosisabhängige Verbesserung in der neurologischen Behinderung erzielt werden. Opicinumab zeitigte keine unerwünschten Nebenwirkungen.

Jetzt soll untersucht werden, ob sich in dieser Studie Subgruppen von Patienten identifizieren lassen, die von Opicinumab profitieren.

Prof. Hartung ist Mitglied des Leitungsgremiums dieser internationalen Studie und Ko-Autor der gerade erschienenen Arbeit. "Diese Ergebnisse einer sorgfältigen kontrollierten multizentrischen Studie sind zunächst enttäuschend. Sie unterstreichen die Schwierigkeiten, in geeigneter Weise remyelinsierende Wirkungen klinisch zu erfassen. Es bedarf weiterer Analysen insbesondere von kernspintomographischen Markern der Reparatur im zentralen Nervensystem. Neben Opicinumab werden aktuelle weitere Substanzen bei MS untersucht, die potentiell eingetretene Schäden des Nervengewebes reparieren können."

Kontakt:

Prof. Dr. Hans-Peter Hartung
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Publikation:

Cadavid D, Mellion M, Hupperts R, Edwards KR, Calabresi PA, Drulović J, Giovannoni G, Hartung HP, Arnold DL, Fisher E, Rudick R, Mi S, Chai Y, Li J, Zhang Y, Cheng W, Xu L, Zhu B, Green SM, Chang I, Deykin A, Sheikh SI1; SYNERGY study investigators. Safety and efficacy of opicinumab in patients with relapsing multiple sclerosis (SYNERGY): a randomised, placebo-controlled, phase 2 trial. Lancet Neurol. 2019 Jul 5. pii: S1474-4422(19)30137-1. doi: 10.1016/S1474-4422(19)30137-1. [Epub ahead of print] undefinedPubMed

 

Quelle: HHU (Copyright 2019)

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