Klinik für Nuklearmedizin

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  • Wir informieren Sie gerne telefonisch unter 0211-81-18540
  • Die Nuklearmedizin auf dem Gelände des Forschungszentrums Jülich ist geschlossen.
  • Patienten zur Weiterbehandlung wenden sich bitte an die Nuklearmedizin Düsseldorf.

Klinik für Nuklearmedizin
Klinik für Nuklearmedizin

Direktor der Klinik

Univ.-Prof. Dr. med. BA (open) H.-W. Müller

Facharzt für Nuklearmedizin

Moorenstr. 5
40225 Düsseldorf


Die Nuklearmedizinische Klinik mit ihren beiden Standorten Düsseldorf und auf dem Gelände des Forschungszentrums Jülich betreibt jeweils eine nuklearmedizinische Ambulanz mit dem gesamten Spektrum von szintigraphischen Untersuchungen, angefangen bei Schilddrüsen- und Skelettdiagnostik bis hin zu Untersuchungen zum Aminosäurestoffwechsel bei Gehirntumoren und Stoffwechseluntersuchungen bei anderen bösartigen Tumorerkrankungen. Dazu stehen neben mehreren konventionellen Gamma-Kameras an beiden Standorten auch je zwei, teilweise mit mehreren Detektorköpfen ausgerüstete SPECT-Kameras zu Verfügung. Darüber hinaus gibt es in Jülich eine auf Schilddrüsenerkrankungen spezialisierte Ambulanz, in der internistische und nuklearmedizinische Diagnostik und Therapie aus einer Hand umgesetzt werden.

Zum diagnostischen Leistungsspektrum der Klinik gehören weiterhin modernste nuklearmedizinische Untersuchungstechniken wie die Positronen-Emissionstomographie (PET). Dieses Verfahren gibt beispielsweise Aufschluss über den Glukosestoffwechsel bei onkologischen, kardiologischen und neurologisch-psychiatrischen Erkrankungen.

Neben dem breit gefächerten diagnostischen Angebot ist die nuklearmedizinische Klinik eine der größten nuklearmedizinischen Therapiestationen in ganz Deutschland, wobei im Zentrum gutartige wie bösartige Erkrankungen der Schilddrüsen stehen.

Versorgung der Patienten

Die Nuklearmedizin verwendet radioaktive Stoffe in kleinsten, gesundheitlich unbedenklichen Mengen zur Untersuchung und Behandlung von Krankheiten. Mit diesen Spürdosen, den so genannten Tracern, werden bestimmte Stoffwechsel- oder Organfunktionen im Körper erkennbar gemacht. Die Verteilung des radioaktiven Tracers kann mit einem speziellen Detektor für radioaktive Strahlung, der so genannten Gamma-Kamera, sichtbar gemacht werden. Auf diese Weise können Unregelmäßigkeiten im Stoffwechsel festgestellt werden, die auf Krankheiten hindeuten.
Nuklearmediziner können heute eine Vielzahl von Stoffwechselstörungen nachweisen und Krankheiten bereits im Frühstadium erkennen, obwohl die Organe äußerlich betrachtet keine Veränderungen aufweisen. Krebszellen haben zum Beispiel einen erhöhten Traubenzuckerverbrauch. Der Nuklearmediziner kann daher Krebs aufspüren, indem er Traubenzucker mit einem radioaktiven Stoff „markiert“ und anschließend den Zuckerverbrauch im Körper verfolgt. Nuklearmedizinische Untersuchungen können aber auch erfolgreich zur Diagnose von Erkrankungen des Gehirns wie Alzheimer, Epilepsie oder Depression eingesetzt werden. So ist es nuklearmedizinischen Verfahren zu verdanken, dass heute mehr über ihre Ursachen bekannt ist: In Forschungen konnte das Düsseldorfer Universitätsklinikum nachweisen, dass auch psychiatrische Erkrankungen oft auf organische Störungen und biochemische Veränderungen im Gehirn zurückgehen.
Therapeutisch wird in der Nuklearmedizin häufig die Radiojodtherapie zur Behandlung von Schilddrüsenkrankheiten eingesetzt. Bei Schilddrüsenkrebs können die Krebszellen mit diesem Verfahren gezielt angegriffen werden. Das gegebene radioaktive Jod reichert sich fast ausschließlich in den entarteten Zellen an und zerstört sie dann durch seine Strahlung.

Forschung und Lehre

Forschungsschwerpunkt sind grundlagenwissenschaftliche Fragestellungen zu Stoffwechselprozessen im Gehirn und deren Veränderungen bei neurologischen und psychiatrischen Krankheiten. Dabei konzentriert sich diese Grundlagenforschung auf die Funktion von Enzymen, Botenstoffen und anderen Stoffwechselvorgängen. Weiter werden Messungen der regionalen Durchblutung des Gehirns, des regionalen Energiestoffwechsels und der Signalübertragung zwischen Nervenzellen des Gehirns vorgenommen. Besonders intensiv befasst sich die Klinik für Nuklearmedizin dabei mit der Synapsenveränderung bei Depressionen und der Erforschung von Gehirnarealen, die an der Gedächtnisbildung beteiligt sind.
Ziel dieser Forschung ist es, ein besseres Verständnis für Funktionsstörungen so unterschiedlicher Erkrankungen wie Depression, Schizophrenie, Epilepsie und Alzheimer’scher Krankheit zu entwickeln. Die Erkenntnisse tragen dazu bei, neue Therapien für psychisch Kranke und Patienten mit Demenzen zu entwickeln.
In der klinisch orientierten Forschung werden u.a. die Effekte einer patienteneigenen Stammzelltransplantation in den Herzmuskel nach einem Herzinfarkt mit radioaktiven Stoffen untersucht. Weiter gibt es eine Reihe onkologisch orientierter Projekte, die unter Einsatz der PET und teilweise neu etablierter Tracer so unterschiedliche bösartige Erkrankungen wie Gehirntumoren, Schilddrüsen- und Prostatakarzinome sowie in Multicenter-Studien kindliche Tumoren erforschen.
Ein weiterer Aspekt der Forschungsaktivitäten der Nuklearmedizinischen Klinik ist die Weiterentwicklung der SPECT und PET und deren Nutzbarmachung für die Anwendung an Kleintieren.

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