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Fakten-Check: Kein Hinweis, dass COVID-Impfung unfruchtbar macht

Fakten-Check: Kein Hinweis, dass COVID-Impfung unfruchtbar macht

Immer wieder finden sich gerade in den Sozialen Medien Gerüchte rund um das Thema „Corona-Impfung“, die viele Menschen verunsichern. So kursiert in einschlägigen Foren und WhatsApp-Gruppen aktuell vermehrt der Verdacht, dass die Impfung Frauen unfruchtbar machen könnte. Dafür gibt es allerdings keine medizinische Grundlage und keine Hinweise.

Das Virus dockt über sogenannte Spike-Proteine (in bildlichen Darstellungen des Virus immer als Noppen an der Virusoberfläche dargestellt) an menschliche Zellen an. An diesem Prozess setzt der Impfstoff an und sorgt dafür, dass über die Infektion von einzelnen ungefährlichen Virusproteinen im Körper bereits vor einer Infektion mit SARS-CoV-2 eine Immunreaktion und Antikörper hervorgerufen werden. Das Corona-Virus hat dadurch keine Möglichkeit mehr anzudocken.

Der Vorwurf: Auch andere Reaktionen im Körper beruhen auf dem Andocken von Proteinen in Zellen und werden laut den Ausführungen der Kritiker durch die Impfung geschwächt. Im Fokus dieser Gerüchte ist zum Beispiel auch immer wieder das Protein Syncytin-1, das wesentlich für die Ausbildung der Plazenta in der Schwangerschaft ist.

Für den Vorwurf, dass die zugelassenen Impfstoffe (mRNA-Impfstoffe) die weibliche Fruchtbarkeit beeinflussen, gibt es derzeit weder wissenschaftliche Beweise noch einen begründeten Verdacht in den klinischen Studien zu den bekannten Impfstoffen.

Prof. Dr. Ingo Drexler, Stellvertretender Institutsleiter der UKD-Virologie und Leiter der AG "Molekulare Virologie" erklärt:: „Ein Sequenzvergleich zwischen den beiden Proteinen zeigt, dass die wenigen übereinstimmenden Abschnitte (insgesamt 6) zwischen den beiden Proteinen viel zu kurz sind, als dass der Impfstoff eine Reaktion gegen das Syncytin-1 auslösen kann.“ Der Hersteller (Biontech/Pfizer) gebe zudem in seinem Informationsblatt an, dass Auswirkungen der Impfung auf die Fertilität nicht bekannt sind. Dies wird mit den diesbezüglich noch laufenden präklinischen Toxizitätsuntersuchungen im Tiermodell begründet.

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