Hilfe für Menschen mit Gewalterfahrung: NRW-Ministerin Verena Schäffer nimmt an Symposium zur Vertraulichen Spurensicherung teil
Fachlicher Austausch am Universitätsklinikum Düsseldorf
Düsseldorf (ukd/tpo). Wie kann die Vertrauliche Spurensicherung für Menschen mit Gewalterfahrung in Nordrhein-Westfalen weiter gestärkt werden? Diese Frage stand im Mittelpunkt eines Symposiums, das das iGOBSIS-Projektteam des Instituts für Rechtsmedizin am 14. Oktober am Universitätsklinikum Düsseldorf (UKD) veranstaltete. Die Ministerin für Kinder, Jugend, Familie, Gleichstellung, Flucht und Integration des Landes Nordrhein-Westfalen, Verena Schäffer, nahm an der Veranstaltung teil und würdigte das Engagement der Beteiligten.
Zu dem Symposium kamen Ärztinnen und Ärzte, Vertreterinnen und Vertreter von Frauenberatungsstellen und Frauennotrufen, Kommunen, Sozialer Arbeit und Psychologie zusammen. Im Mittelpunkt standen der aktuelle Stand der Vertraulichen Spurensicherung in NRW, die Erfahrungen aus der Umsetzung vor Ort und die Frage, wo weiterer Handlungsbedarf besteht. Auch die Zusammenarbeit von Medizin, Beratungsstellen und Ermittlungsbehörden wurde diskutiert. Einblicke in ihre Arbeit gaben die Kriminalpolizei, die Frauenberatungsstelle Düsseldorf und das iGOBSIS-Team.
„Die Vertrauliche Spurensicherung ermöglicht es Betroffenen, Verletzungen dokumentieren und Spuren sichern zu lassen, ohne unmittelbar Anzeige erstatten zu müssen. Die erhobenen Daten werden vertraulich behandelt; eine Weitergabe an die Polizei erfolgt nur auf ausdrücklichen Wunsch der betroffenen Person“, erläutert Prof. Dr. Stefanie Ritz, Direktorin des Instituts für Rechtsmedizin am UKD. „Damit gewinnen Betroffene Zeit, um Unterstützung zu erhalten und in Ruhe über die nächsten Schritte zu entscheiden.“
Am UKD arbeiten Prof. Stefanie Ritz, Direktorin des Instituts für Rechtsmedizin und Dr. Britta Gahr, Bereichsleiterin der Rechtsmedizinischen Ambulanz für Gewaltopfer, mit ihrem Team für den Schutz von Menschen mit Gewalterfahrung. Das Institut für Rechtsmedizin betreibt eine Ambulanz direkt am UKD, in der Verletzungen dokumentiert und Spuren gesichert werden. Mit iGOBSIS steht aber darüber hinaus medizinischen Fachkräften in vielen weiteren Krankenhäusern in NRW ein digitales Informations- und Unterstützungsangebot zur Verfügung. Es begleitet sie bei der Versorgung von Gewaltbetroffenen und bietet Betroffenen Informationen zu Hilfsangeboten.
Ministerin Schäffer bedankte sich ausdrücklich für das Engagement des UKD und der weiteren Beteiligten. Der Austausch beim Symposium machte deutlich, wie wichtig die Vernetzung der unterschiedlichen Berufsgruppen ist, um Betroffene verlässlich zu unterstützen und die Vertrauliche Spurensicherung in NRW weiterzuentwickeln.
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Das UKD steht für internationale Spitzenleistungen in Krankenversorgung, Forschung und Lehre, sowie für innovative und sichere Diagnostik, Therapie und Prävention. Patientinnen und Patienten profitieren von der intensiven interdisziplinären Zusammenarbeit der 60 Kliniken und Institute. Die besondere Stärke der Uniklinik ist die enge Verzahnung von Klinik und Forschung zur sicheren Anwendung neuer Methoden.
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