zurück zur Übersicht

(Online-) Informationstag am Samstag, 31. Oktober: Brustkrebs und Krebserkrankungen der Frau

Mehr als 240.000 Frauen erhalten laut Robert Koch-Institut jedes Jahr in Deutschland eine Krebsdiagnose. Mit mehr als 75.000 Neuerkrankungen ist Brustkrebs mit Abstand die häufigste Krebserkrankung bei Frauen. Etwa jede neunte Frau erkrankt im Laufe ihres Lebens daran. Bei rund 26.000 weiteren Frauen werden jährlich andere gynäkologische Krebserkrankungen diagnostiziert, darunter Eierstock-, Gebärmutterhals-, Vulva- und Scheidenkrebs. Auch Männer können an Brustkrebs erkranken, wenn auch deutlich seltener: Rund ein Prozent aller Brustkrebserkrankten ist männlich.

Am Samstag, 31. Oktober 2026, informieren das Interdisziplinäre Brustzentrum, das Gynäkologische Krebszentrum sowie das Zentrum des Deutschen Konsortiums für familiären Brust- und Eierstockkrebs der Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe am Universitätsklinikum Düsseldorf (UKD) bei einem kostenlosen Online-Informationstag über Brustkrebs und weitere gynäkologische Krebserkrankungen. Die Veranstaltung richtet sich an Betroffene, Angehörige und alle Interessierten. Von 10 bis 13 Uhr geben Expertinnen und Experten in Vorträgen Einblicke in aktuelle Entwicklungen und stehen für Fragen zur Verfügung.

Ein Höhepunkt der Veranstaltung wird ein Beitrag von Mona Neubaur, Ministerin für Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie sowie stellvertretende Ministerpräsidentin des Landes Nordrhein-Westfalen, sein. Gleich zu Beginn der Veranstaltung wird sie über ihre Erfahrungen als Freundin einer Brustkrebspatientin sprechen. „Fast jede und jeder von uns kennt eine Frau, die an Brustkrebs erkrankt ist. Eine Mutter, eine Kollegin, eine Freundin. Bei mir ist es einer der Menschen, die mir am wichtigsten sind. Plötzlich stellt man sich Fragen, auf die man nicht vorbereitet ist: Was sage ich? Was tue ich? Wie helfe ich wirklich? Diese Krankheit gehört nicht ins Schweigen. Sie gehört an unsere Küchentische.  und in unsere Betriebe. Wer offen darüber spricht, nimmt Angst. Und wer erkrankt, verdient vor allem eines: Menschen, die da sind. Darüber möchte ich mit Betroffenen und mit den Menschen sprechen, die sie jeden Tag medizinisch begleiten.“, erklärt Ministerin Mona Neubaur ihr Engagement.

Aktuelle Therapien und neue Behandlungsmöglichkeiten

Ein Schwerpunkt der Veranstaltung liegt auf neuen Entwicklungen in der Brustkrebsbehandlung. In mehreren Vorträgen stellen die Expertinnen und Experten aktuelle Therapiemöglichkeiten vor – von medikamentösen Behandlungen über weitere Formen der Systemtherapie bis hin zur Strahlentherapie. Bei einer Systemtherapie kommen Medikamente zum Einsatz, die über den Blutkreislauf im gesamten Körper wirken. Dazu zählt beispielsweise die klassische Chemotherapie. Darüber hinaus stellt die Klinik ihre verschiedenen Krebszentren vor und erläutert, wie klinische Studien in die individuelle Therapieplanung einbezogen werden können.

Wie sich der Alltag mit Brustkrebs besser bewältigen lässt, erläutern Sina Fröhling, Pflegeexpertin Onkologie, und Dr. Trudi Scharper, Biologin und Patientenbeauftragte. Dabei geht es unter anderem um den Umgang mit Nebenwirkungen einer Krebstherapie und um die Frage, ob eine Kopfhautkühlung dazu beitragen kann, Haarausfall während einer Chemotherapie zu verringern.

Raum für individuelle Fragen und persönlichen Austausch

Im zweiten Teil der Veranstaltung finden von 12 bis 12.45 Uhr sogenannte Breakout-Sessions statt. In kleineren Gruppen können sich die Teilnehmenden intensiv zu ausgewählten Themen austauschen. Dabei bleibt ausreichend Raum für persönliche Anliegen sowie individuelle Fragen an die Expertinnen und Experten.

Die Sessions widmen sich folgenden Schwerpunktthemen:

  • Ernährung bei Krebs

  • Therapieoptionen beim Mammakarzinom

  • Therapieoptionen bei gynäkologischen Tumoren einschließlich der Nachsorge

  • Operation und Brustrekonstruktion

  • Klinische Studien

Kostenlose Teilnahme online

Die Teilnahme am Online-Informationstag ist kostenfrei. Die Veranstaltung findet über die Videokonferenzplattform Zoom statt. Interessierte können sich über folgenden Link zuschalten: https://gstoo.de/online_informationstag 

Online Informationstag Krebserkrankungen der Frau
Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe
Samstag, 31. Oktober 2026, 10:00 bis 13:00 Uhr
Mehr Informationen und Zugangslink: https://gstoo.de/online_informationstag

Hintergrund: In der Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe finden betroffene Patientinnen alles unter einem Dach: Die zertifizierten Zentren bieten durch die enge Zusammenarbeit mit ihren Kooperationspartnern der verschiedenen Fachrichtungen jederzeit eine umfassende und optimale medizinische Versorgung an. Das Team der Frauenklinik ist damit in der Lage, ein Gesamtkonzept für jede Patientin so individuell zu erarbeiten, dass es der jeweils persönlichen Situation am besten gerecht wird.

Das UKD kooperiert mit seinem Universitätszentrum (CIO Düsseldorf) mit den Universitätskliniken in Aachen, Bonn und Köln (Cologne) im Centrum für Integrierte Onkologie (CIO ABCD), einem der größten Tumorzentren Deutschlands. Das CIO ABCD ist von der Deutschen Krebshilfe als Onkologisches Spitzenzentrum ausgezeichnet worden. 

Die Unikliniken und medizinischen Fakultäten der Standorte Aachen, Bonn, Köln und Düsseldorf haben 2018 eine Allianz in Form eines gemeinsamen Krebszentrums geschlossen. Seitdem arbeiten mehr als 200 Kliniken und Institute unter dem Dach des „Centrums für Integrierte Onkologie Aachen Bonn Köln Düsseldorf – kurz CIO ABCD“ zusammen, um für Betroffene in der Region die bestmögliche Krebsversorgung zu gewährleisten, aber auch um aktuelle, innovative Erkenntnisse aus der Krebsforschung schnellstmöglich in die klinische Praxis zu überführen.

--

Das Universitätsklinikum Düsseldorf (UKD) ist das größte Krankenhaus in der Landeshauptstadt und eines der wichtigsten medizinischen Zentren in NRW. Die 9.500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in UKD und Tochterfirmen setzen sich dafür ein, dass jährlich über 50.000 Patientinnen und Patienten stationär behandelt und 300.000 ambulant versorgt werden können.

Das UKD steht für internationale Spitzenleistungen in Krankenversorgung, Forschung und Lehre, sowie für innovative und sichere Diagnostik, Therapie und Prävention. Patientinnen und Patienten profitieren von der intensiven interdisziplinären Zusammenarbeit der 60 Kliniken und Institute. Die besondere Stärke der Uniklinik ist die enge Verzahnung von Klinik und Forschung zur sicheren Anwendung neuer Methoden. Am UKD entsteht die Medizin von morgen. Jeden Tag.

zurück zur Übersicht
MediathekInformation und Wissen
LageplanSo finden Sie uns