zurück zur Übersicht

Breites Bündnis fordert: Kein Verkauf von Nikotinbeuteln in Deutschland

Nikotinbeutel dürfen in Deutschland derzeit aufgrund ihrer Einstufung als neuartige Lebensmittel rechtlich nicht in den Verkehr gebracht werden. Angesichts konkreter Bestrebungen, eine Zulassung und einen legalen Verkauf voranzutreiben, schlagen Expertinnen und Experten aus dem Gesundheitswesen Alarm: Eine Marktöffnung würde die Verfügbarkeit sowie Sichtbarkeit der Produkte stark vergrößern und den Einstieg in den Nikotinkonsum insbesondere für junge Menschen drastisch erleichtern.

Aktuelle Erhebungen des Bundesinstituts für Öffentliche Gesundheit (BIÖG) unterstreichen den Handlungsbedarf: Bereits 5,5 Prozent der 12- bis 17-Jährigen sowie 18,9 Prozent der 18- bis 25-Jährigen in Deutschland verfügen über Konsumerfahrung mit Nikotinbeuteln. Bunte Aufmachungen, fruchtige Aromen und die diskrete Anwendung ohne Rauchentwicklung senken die Hemmschwelle bei Kindern und Jugendlichen enorm.

Gleichzeitig bergen Nikotinbeutel erhebliche gesundheitliche Gefahren: Sie erzeugen im Blut oft Nikotinspiegel, die denen klassischer Zigaretten gleichen oder diese bei hochdosierten Varianten sogar übersteigen. Neben dem hohen Suchtpotenzial drohen Beeinträchtigungen der jugendlichen Gehirnentwicklung, Schädigungen des Mundraums sowie kardiovaskuläre Risiken.

Mit Blick auf Nachbarstaaten wie Belgien, die Niederlande und Frankreich, die den Vertrieb oraler Nikotinprodukte bereits untersagt haben, fordert das Bündnis im Sinne des präventiven Jugend- und Gesundheitsschutzes ein klares politisches Signal gegen die Liberalisierung.

Weitere Informationen. 

zurück zur Übersicht
MediathekInformation und Wissen
LageplanSo finden Sie uns