Brain Awareness Week Düsseldorf

Vom Präparat zum digitalen Zwilling: Eine Reise durch die moderne Gehirnforschung

Unsere Wissenschaftlerinnen PD. Dr. Mehlhorn, PD Dr. Jockwitz und unsere wiss. Koordinatorin Dr. Bittner
Modelle Vogelgehirne
Modell Gehirn
Modell Schädel

Hatten Sie schon einmal die Gelegenheit ein Modell von einem menschlichen Gehirn auseinander- und zusammenzubauen oder in ein Modell eines Schädels hineinzuschauen?

Im Haus der Universität stellten Wissenschaftlerinnen aus unserem Institut unsere Forschung im Rahmen der diesjährigen Brain Awareness Week einer breiten Öffentlichkeit vor – zusammen mit Kollegen:Innen des C.&O Vogt Institut für Hirnforschung

Unter dem Motto „Anatomie hautnah“ stand die faszinierende Welt der Neuroanatomie im Mittelpunkt – Besucher:Innen konnten über die Modelle des menschlichen Gehirns sowie verschiedener Tierarten einen lebendiger Eindruck von der Komplexität und Vielfalt anatomischer Strukturen erhalten.

Außerdem präsentierten wir aktuelle Forschungsergebnisse zur Alterung des menschlichen Gehirns und wichtigen Einflussfaktoren – unter anderem aus der 1000Gehirne- und der NAKO-Gesundheitsstudie, wozu die Besucher:Innen im direkten Austausch ihre Fragen stellen konnten. 

Die Ausstellung spannte dabei einen Bogen von der klassischen postmortalen Untersuchung gespendeter menschlicher Gehirne über die vergleichende Anatomie verschiedener Spezies bis hin zu modernen bildgebenden Verfahren mittels Kernspintomographie. Diese ermöglichen es heute, Prozesse im lebenden Gehirn sichtbar zu machen und individuelle „digitale Zwillinge“ zu entwickeln, um neue Perspektiven für Forschung und Medizin zu eröffnen.

Wir freuen uns Sie bei unserem nächsten Event zu sehen!

Mehr Informationen zur Brain Awareness Week 2026: https://www.ling.hhu.de/en/brain-awareness-week

Hier geht es zu den präsentierten Studien:

Freudenmacher et al., 2026, Brain Structure & Function. Eine direkte Kartierung von Faserverbindungen im menschlichen Gehirn (post-mortem) am Beispiel der Sehrinde wurde erstmals über mehrere Zentimeter ermöglicht.

Bittner et al., 2019, Nature Communications: Die Kombination verschiedener Lebensstile (sportliche Aktivität, Rauchen, soziale Integration) zeigt zusammengenommen eine andere Assoziation mit dem alternenden Gehirn, als jeder Faktor alleine. 

Lavanga, …, Caspers, Jirsa 2023, NeuroImage: Basierend auf personalisierten, digitalen Zwillingsmodellen aus individuellen Daten zu Netzwerken des Gehirns konnten Netzwerkunterschiede während der Alterung vorhergesagt werden.

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