Forschung
Das „kleine Gehirn im Herzen"
Das Herz enthält ein Netzwerk aus Neuronen und Gliazellen – ein Teil des autonomen Nervensystems. Dieses Netzwerk fungiert als Schaltzentrale: es vermittelt Signale vom Gehirn zum Herzen und zurück und beeinflusst so jeden einzelnen Herzschlag. Man spricht daher auch vom „kleines Gehirn des Herzens“. Bei Herzpatient:innen ist diese Schaltzentrale häufig beeinträchtigt, was zur Entstehung oder Aufrechterhaltung von Herzrhythmusstörungen beitragen kann. Ein bislang besonders verstandener Bestandteil dieses Systems sind Gliazellen. Sie liegen in enger Nachbarschaft zu autonomen Nerven, reagieren auf neuronalen Schaden und setzen nervenschützende Proteine frei. Unser Ziel unserer Forschung ist es, die Rolle dieser Gliazellen besser zu verstehen und das „kleine Gehirn des Herzens“ gezielt zu nutzen, um die Behandlung von Betroffenen mit Herzrhythmusstörungen zu verbessern.
Translationale Anbindung
Unsere Forschung erfolgt institutionsübergreifend im Rahmen des Cardiac Neuro- and Electrophysiology Research Consortiums (cNEP). Sie findet sowohl am Institut für Neuro- und Sinnesphysiologie (Leitung Prof. Dr. Nikolaj Klöcker) des Universitätsklinikums Düsseldorf (UKD), als auch an der Klinik für Kardiologie, Angiologie und Intensivmedizin des EVK Düsseldorf (Akademisches Lehrkrankenhaus des UKD, unter der Leitung von Prof. Dr. Christian Meyer) statt. Auch arbeiten wir mit zahlreichen anderen Forscher:innen am UKD und darüber hinaus zusammen.