Abstammungsbegutachtung (Vaterschaftstest)

Informationen für Gerichte

In der Abteilung für Forensische Molekularbiologie werden Abstammungsgutachten nach dem neuesten Stand der Technik und unter Beachtung der Richtlinie der Gendiagnostik-Kommission (GEKO) sowie den Anforderungen der Deutschen Gesellschaft für Abstammungsbegutachtung (DGAB) zur Klärung der Abstammung. Das Labor verfügt über jahrzehntelange Erfahrung auf dem Gebiet der Vaterschaftsdiagnostik.


  • Die Analysen umfassen mindestens 15 DNA-Systeme, deren Aussagen ausreichend sichere Erkenntnisse zur mutmaßlichen Vaterschaft zulassen. Im positiven Fall ergibt sich mindestens eine Vaterschaftswahrscheinlichkeit von 99,9 Prozent ("Vaterschaft praktisch erwiesen"). Im Falle von Ausschlüssen wird eine Doppelextraktion durchgeführt.
  • Die Begutachtung beinhaltet neben den DNA-Analysen eine biostatistische Berechnung der Vaterschaftswahrscheinlichkeit sowie ein schriftliches Gutachten.
  • Sollte es sich im Einzelfall um eine besondere Konstellation handeln (Mutterschaft, verstorbene Elternteile, fragliche Geschwisterschaft, notwendige Exhumierung) wenden Sie sich bitte vertrauensvoll an uns, wir werden Sie individuell beraten. Bei diesen Konstellationen können u. U. Analyse von X- oder Y-chromosomalen STRs notwendig werden, Techniken, die auch in unserem Labor etabliert sind.

Informationen für Privatpersonen

  • Sie haben sich aus persönlichen Gründen entschlossen, einen Vaterschaftstest durchführen zu lassen. Grundbedingung dafür ist, dass alle Beteiligten (Sorgeberechtigten eines minderjährigen Kindes) mit einer solchen Untersuchung einverstanden sind.

  • Sie können kurzfristig bei uns einen Termin ausmachen (Tel. 0211-811-9369). Notwendig zur Identitätssicherung sind Personalausweis (Eltern und Kind) bzw. eine Kopie der Geburtsurkunde (Kind) zur Identifizierung.

  • Im vereinbarten Termin werden bei allen Beteiligten Mundschleimhautabriebe angefertigt, ein völlig schmerzfreies Verfahren. In ihrem Beisein wird die Identität der Proben gesichert.

  • Die anschließend durchgeführten Analysen umfassen mindestens 15 DNA-Systeme, die im positiven Fall zu einer Vaterschaftswahrscheinlichkeit von größer oder gleich 99,9 Prozent ("Vaterschaft praktisch erwiesen") führen. Für die Laborarbeiten benötigen wir im Regelfall zwei Wochen. Im Fall eines Ausschlusses von der Vaterschaft erfolgt eine Absicherung durch zusätzliche Untersuchungen.

  • Der Gutachtenauftrag beinhaltet neben den DNA-Analysen eine biostatistische Berechnung der Vaterschaftswahrscheinlichkeit sowie ein schriftliches Gutachten.

  • Unsere Abstammungsgutachten sind gerichtsverwertbar und werden auch von den Jugendämtern und Ausländerbehörden anerkannt.

  • Sollte es sich in Ihrem Fall um eine besondere Konstellation handeln (verstorbene Elternteile, fragliche Geschwisterschaft) wenden Sie sich bitte vertrauensvoll an uns, wir werden Sie individuell beraten.

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