Intraoperative Radiotherapie (IORT)

Die intraoperative Radiotherapie (IORT)  wird in unserer Klinik in Kooperation mit den chrirurgischen Fachdisziplinen angeboten. Hierfür verfügen wir dank großzügiger Spenden über einen dedizierten mobilen Elektronen-Linearbeschleuniger mit mehreren Elektronenenergien und speziellen Applikatoren:

Standort Gerätetyp, Strahlenart
Modell Firma
Gynäkolog. OP Beschleuniger, Elektronen Novac 7 NRT

Intraoperative Strahlentherapie bei abdominellen Tumoren

In Kooperation mit der Chirurgischen Klinik kann bei speziellen Tumorentitäten die IORT als Behandlungsoption angeboten werden. Bei Patienten mit einem gastrointestinalen Karzinom ist ein Lokalrezidiv nach einer potenziell kurativen Resektion ein großes Problem. Um dieWirksamkeit einer chirurgischen Exzision zu erhöhen und um die Nachteile einer externen Strahlentherapie zu vermeiden, wird eine intraoperative Radiotherapie bei primärem wie auch bei rezidiviertem, gastrointestinalem Karzinom mit kurativer und mit palliativer Zielsetzung angewendet. Es gibt hinreichend Belege, dass diese Kombination von radikaler Operation und IORT die lokale Kontrolle verbessern kann. Ob das Gesamtüberleben verlängert wird, ist noch nicht in Studien untersucht worden. Das Institut für Pathologie ist Referenzpathologie für die cooperative Weichteilsarkomstudie (CWS) und die EURO Ewing Studie.

 

Intraoperative partielle Brustbestrahlung beim Mammakarzinom

Insbesondere werden in enger Kooperation mit dem Brustzentrum der Frauenklinik Patientinnen mit Brustkrebs bereits während des chirurgischen Eingriffs bestrahlt (sog. vorgezogene Boostbestrahlung). Diese Therapieoption kann für einen hochselektionierten Teil von brusterhaltend resezierten Mammakarzinompatientinnen vorteilhaft sein. Eine Verkürzung der Bestrahlungsdauer und eine Verkleinerung des Bestrahlungsfeldes auf den ehemaligen Tumorbereich mit einem angemessenen Sicherheitssaum sind Ziele der bei der Operation applizierten, partiellen Brustbestrahlung. Denn eine adjuvante externe Strahlentherapie dauert beim Mammakarzinom üblicherweise sechs bis sieben Wochen. Die Ergebnisse beider Verfahren sind vermutlich jedoch gleichwertig.

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