Ambulanz Interventionelle Radiologie:

Sprechstunden: Dienstags, 13-15 Uhr

Terminvergabe:

Telefon: +49 211 81 - 18769
Fax: +49 211 81 - 16145
Email:Konsile.Interventionelle-Radiologie@med.uni-duesseldorf.de

Notfälle:

Bei Notfällen wenden Sie sich bitte an die Zentrale Notaufnahme des UKD

Prostataembolisation

Prostataarterienembolisation (PAE)

Die transarterielle Embolisation der Prostata ist eine minimalinvasive Therapie des benignen Prostatasyndroms (BPS; Beschwerden durch Einengung der Harnröhre) und eine minimalinvasive Alternative zu operativen Therapieverfahren.

Der Eingriff erfolgt mit einem Katheter über einen winzigen Hautschnitt durch die Leistenarterie. Durch einen zielgenauen Verschluss von Prostatagefäßen mittels kleiner Kunststoffkügelchen wird die Durchblutung der Prostata vermindert und es kommt infolge zu einer Volumenreduktion der Prostata.

In der Regel treten während der Therapie keine Schmerzen auf. In den Wochen bzw. Monaten nach der Embolisation schrumpft die Prostata langsam als Folge der verminderten Blutversorgung (Volumenreduktion im Mittel um 20-30%). Die klinische Verbesserung ist in der Regel ab einer Woche nach der Embolisation spürbar (Erfolg im ersten Monat bei über 80% und nach 3 Jahren in über 70% der Patienten).

Vorteile gegenüber der Operation   

  • Minimalinvasiver Eingriff ohne Allgemeinnarkose
  • Geringeres Komplikationsrisiko, geringere Harnröhrenengen, kein Risiko einer Inkontinenz oder Impotenz, keine retrograde Ejakulation
  • Kurzer stationärer Aufenthalt (1-2 Tage)
  • Schnellere Erholung nach der PAE

Die PAE etabliert sich zunehmend als schonendere Alternative zur invasiveren Operation (Ausschälung, TURP). Es existiert mittlerweile eine Reihe von Studien, die die Wirksamkeit der PAE belegen. Die meisten Studien bescheinigen der Operation eine etwas bessere Wirksamkeit bei allerdings höherem Komplikationsrisiko (Harnröhreneinengung, Inkontinenz, Ejakulation in die Harnblase).

Im Fall einer nicht ausreichenden Wirksamkeit einer PAE ist eine Operation in der Regel problemlos möglich.

 

Ablauf

  1. Informationsgespräch mit einem Radiologen und einem Urologen. Hier werden Sie über die verschiedenen Therapieoptionen in Ihrem persönlichen Fall beraten.
  2. Voruntersuchungen (Prostata-MRT mit Gefäßdarstellung) zur Planung des Eingriffs und spezifisches Aufklärungsgespräch in der Radiologie.
  3. Prostataembolisation im Rahmen eines zweitägigen stationären Aufenthalts in der Klinik für Urologie.
  4. MRT-Kontrolle und urologische Kontrolle nach 3 Monaten.

Terminvereinbarung

Terminvereinbarung über die Ambulanz für Interventionelle Radiologie: 0211 81-18769

Ansprechpartner Radiologie          

PD Dr. med. Lars Schimmöller
Oberarzt, Leiter Prostatadiagnostik     

Ansprechpartner Urologie

PD Dr. med. Christian Arsov

Oberarzt 

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