Alterstraumatologische Versorgungsforschung

Der Forschungsbereich der alterstraumatologischen Versorgungsforschung des Instituts fokussiert sich auf zwei Schwerpunkte: (1) Epidemiologie von Frakturen im Alter und (2) Nachverfolgung von TraumapatientInnen.

Im Bereich der Epidemiologie von Frakturen im Alter werden sowohl das Auftreten (Inzidenzen und Trends) verschiedener Frakturtypen als auch Kosten und Inanspruchnahme medizinischer Leistungen sowie Mortalität nach Fraktur in der älteren Bevölkerung untersucht. Die Projekte im Bereich der Nachverfolgung von TraumapatientInnen beschäftigen sich mit der Outcome-Forschung nach Traumata. Analysiert werden dabei insbesondere patientenberichtete Outcomes, wie zum Beispiel Lebensqualität oder soziale Teilhabe, aber auch patientenrelevante Outcomes, wie der Eintritt von Pflegebedürftigkeit.

Unser Ziel ist es, mit qualitativ hochwertiger, patientenzentrierter Forschung zur Verbesserung der Versorgung beizutragen und die Lebensqualität von Betroffenen nach einer Fraktur nachhaltig zu verbessern.

Unsere Forschung erfolgt in Kooperation mit nationalen Partnern und wird unter anderem durch den Innovationsfonds des Gemeinsamen Bundesausschusses, die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) und das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert.

Bei unseren Arbeiten kooperieren wir mit der Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie in einer gemeinsamen AG.

Epidemiologie von Frakturen im Alter

Auf Basis von GKV-Routinedaten und Registerdaten führen wir retrospektive populationsbasierte Beobachtungsstudien durch. Dadurch möchten wir die versorgungsepidemiologische Datenlage verbessern, eine gute Grundlage für die Planung und populationsbezogene Beobachtung von präventiven Maßnahmen schaffen und Strategien zur Verbesserung der Versorgung ableiten.

Nachverfolgung von Traumapatienten 

Mit Hilfe von systematischen Reviews (Literaturanalysen) und im Rahmen von Beobachtungsstudien, in denen wir unter anderem von betroffenen PatientInnen vorliegende Krankenkassendaten mit den von PatientInnen oder einer pflegenden Person berichteten Angaben verknüpfen, sollen die Versorgungssituation nach Fraktur beschrieben und mögliche Versorgungsdefizite erkannt werden. Dabei sollen Menschen mit besonderem Versorgungsbedarf identifiziert und Maßnahmen für zielgruppenspezifische Angebote für die Nachsorge weiterentwickelt werden.

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