Was wir tun:
Kinder und Jugendliche, die körperliche und/oder sexualisierte Gewalt erfahren haben oder Zeugen von Gewalt geworden sind, werden im Childhood-Haus Düsseldorf untersucht.
Die Untersuchungen werden von speziell geschultem Personal in alters- und bedarfsgerechter Umgebung durchgeführt und dokumentiert. Sie finden stets mit dem Einverständnis der Kinder oder Jugendlichen statt.
Das Kindeswohl steht an oberster Stelle!
Für viele Kinder ist körperliche und sexuelle Gewalt schlimm.
Manche Kinder haben Verletzungen am Körper und an der Seele.
Im Childhood-Haus werden die Kinder untersucht.
Dafür haben wir viel Zeit.
Das ist wichtig.
Viele Kinder sagen nichts.
Weil sie Angst haben.
Oder weil sie sich schämen.
Im Childhood-Haus arbeiten Fachleute aus verschiedenen Bereichen zusammen.
- Sie untersuchen die Kinder.
Sie schauen den ganzen Körper an.
Und gucken, ob die Kinder gesund sind.
- Sie sprechen mit den Kindern.
Sie wollen wissen: Wie geht es den Kindern?
- Sie sprechen auch mit den Angehörigen.
Die Angehörigen machen sich Sorgen um die Kinder.
Die Fachleute im Childhood-Haus fragen sie:
Wie geht es euch?
Was braucht ihr? Damit ihr gut für eure Kinder da sein könnt.
- Die Fachleute im Childhood-Haus schreiben alles auf.
Alle Untersuchungen und Gespräche sind freiwillig.
Wenn die Gewalt bei der Polizei angezeigt wird
Körperliche und sexuelle Gewalt sind verboten.
Menschen können zur Polizei gehen.
Und die Straf-Tat anzeigen.
Zum Beispiel Menschen aus der Familie.
Erzieherinnen aus der Kita.
Nachbarn. Lehrer.
Oder Menschen, die die Straf-Tat gehört oder gesehen haben.
Wenn eine Straf-Tat bei der Polizei angezeigt wird,
dann muss die Polizei ermitteln.
Das bedeutet: Die Polizei muss herausfinden: Was ist passiert?
Damit die Täter bestraft werden können.
Das Gericht muss auch wissen: Was ist passiert?
Deshalb kommen manchmal auch Richter und die Polizei ins Childhood-Haus.
Das Childhood-Haus unterstützt die Polizei, das Gericht und die Angehörigen
Im Childhood-Haus können die Kinder mit der Polizei sprechen.
Dort können sie auch mit einem Richter sprechen.
Die Gespräche mit der Polizei und mit dem Richter werden auf Video aufgenommen.
Die Videos sind beim Gericht gültig.
Die Kinder müssen dann nicht zur Gerichts-Verhandlung kommen.
Alle wollen, dass es den Kindern besser geht. Und alle wollen den Kindern helfen.
Die Zimmer im Childhood-Haus sind schön.
Die Kinder sollen sich dort wohlfühlen.
Und keine Angst haben.
Im Childhood-Haus bekommen die Kinder und ihre Familien
auch Beratung und Unterstützung.
Childhood-Häuser gibt es an vielen Orten auf der Welt
Das Childhood-Haus ist eine Idee von Königin Silvia von Schweden.
Sie hat in Schweden eine Stiftung gegründet.
Das ist eine Hilfs-Organisation.
Die Stiftung hilft Kindern, die Gewalt erlebt haben.
Die Stiftung heißt: World Childhood Foundation.
Das ist Englisch und bedeutet: Welt-Kindheits-Stiftung.
Die Stiftung unterstützt Childhood-Häuser auf der ganzen Welt.
Das Childhood-Haus gehört zum Universitäts-Klinikum Düsseldorf.
Das Innen-Ministerium von Nordrhein-Westfalen und das Jugend-Amt von Düsseldorf unterstützen das Childhood-Haus mit Geld.