MR-Mammographie

Kernspintomographie der weiblichen Brust

Die Kernspintomographie, auch Magnetresonanztomographie oder kurz MRT genannt, ist ein modernes Schnittbildverfahren. Anders als bei der Computertomographie werden zur Erzeugung der Bilder keine Röntgenstrahlen eingesetzt, sondern starke Magnetfelder und Radiowellen.
Die MRT der Brust ist allgemein eine Ergänzungsuntersuchung zur Mammographie und zum Ultraschall. Sie ersetzt diese Untersuchungen nicht. Die MRT ist aufgrund ihrer hohen räumlichen Auflösung in der Lage, schon sehr kleine Herde in der Brust sichtbar zu machen.
Sie ist ein Bestandteil der intensivierten Früherkennung bei Patientinnen mit erhöhtem genetischen Brustkrebsrisiko (vor allem Trägerinnen des BRCA-Gens).
Weitere Indikationen der MRT-Untersuchung sind z.B. das Vorliegen von Tumormetastasen unklaren Ursprungs, der Ausschluss von Rückfällen nach Brustkrebs und die Implantatdiagnostik nach Brustrekonstruktion.

Wo und wie wird die MRT der Brust durchgeführt?

Die Untersuchung findet im Erdgeschoss der MNR-Klinik (MRT 1) statt.
Vor der Untersuchung informieren wir Sie über die Risiken und den Nutzen der Untersuchung und der Untersuchungsablauf wird erläutert.
Für die MRT der Brust ist die Verwendung eines intravenösen gadoliniumhaltigen, makrozyklischen Kontrastmittels notwendig. Dieses Kontrastmittel ist generell sehr gut verträglich und führt nur in seltenen Einzelfällen zu allergischen Reaktionen. Am Unterarm oder in der Ellenbeuge wird eine Kanüle in eine Vene gelegt, über die später das Kontrastmittel appliziert wird.
Bevor Sie auf der Untersuchungsliege in das MRT-Gerät gefahren werden, werden Sie möglichst bequem auf dem Bauch gelagert.
Während der gesamten Untersuchung werden Sie von uns überwacht und können bei Bedarf mit uns über eine Gegensprechanlage Kontakt aufnehmen. Die Untersuchung dauert zwischen 20 und 25 Minuten.
Ganz wichtig ist es, dass Sie sich in dieser Zeit nicht bewegen. Im letzten Drittel der Untersuchung wird Kontrastmittel über die Kanüle in eine Vene gespritzt. Gerade in der folgenden Aufnahmezeit von etwa 5 Minuten ist jede Bewegung zu vermeiden, da die entstehenden Aufnahmen computergestützt weiter bearbeitet werden, um die Kontrastmittelaufnahme des Brustgewebes optimal beurteilen zu können. Da bösartige Herde meist frühzeitig und kräftig Kontrastmittel aufnehmen, können sie innerhalb des normalen Gewebes erkannt werden. Weil hormonelle Einflüsse auf das Brustgewebe zu falsch positiven Befunden führen können (Abb. unten Mitte), sollte die Untersuchung in der zweiten Zykluswoche durchgeführt werden. In dieser Zeit ist die Beurteilbarkeit der Untersuchung am besten.

Was muss man vor der Untersuchung beachten?

Zum Untersuchungstermin sollten auswärts durchgeführte Röntgen- und MR-Mammographieuntersuchungen vorgelegt werden. Es ist nicht erforderlich, dass Sie für die MRT-Untersuchung nüchtern sind. Mögliche Risiken können durch metallische Fremdkörper, wie z. B. Münzen oder Schlüssel entstehen, die in das Magnetfeld des Gerätes hineingezogen werden können. Diese müssen vor Betreten des Untersuchungsraumes ebenso wie Scheck- oder Kreditkarten abgelegt werden. Teilen Sie bitte dem Arzt bzw. Untersuchungspersonal mit, wenn bei Ihnen innerhalb des Körpers befindliche metallische Implantate oder Fremdkörper vorliegen, bei Implantaten ist die Vorlage des Implantatpasses zur Prüfung der MR-Tauglichkeit hilfreich. Patientinnen mit einem Herzschrittmacher, einer Innenohrprothese oder implantierten Medikamentenpumpen können im MRT in der Regel nicht untersucht werden. Einschränkungen in der Durchführbarkeit der MRT- Untersuchung bestehen auch bei den meisten nach einer Brust-OP eingebrachten Expandern.

Für weitere Informationen stehen wir Ihnen unter der Rufnummer +49 (211) 81 -1 75 28 zur Verfügung.

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