Beteiligung von Bürger*innen, Patient*innen und Gesundheitsfachpersonen in der Forschung

Seit 2020 arbeiten wir daran, die Beteiligung in unserer Forschung weiter auszubauen (partizipative Versorgungsforschung) - gemeinsam mit Bürger*innen, Patient*innen und Gesundheitsfachpersonen. Unsere Aktivitäten umfassen (1) die Beteiligung von Bürger*innen, Patient*innen und Gesundheitsfachpersonen als Co-Forschende in Forschungsprojekten, (2) die Etablierung von Bürger*innenbeiräten in unseren Instituten, und (3) die Erarbeitung von Strukturen und Instrumenten für den Ausbau der Bürger*innenbeteiligung, wie z.B. Schulungen für Forschende und Co-Forschende und Tools für die Evaluation partizipativer Forschung.

Bürger*innen und Patient*innenbeteiligung in Forschungsprojekten

Die Bürger*innenzentriertheit ist ein zentrales Kriterium, um zukünftig eine qualitativ hochwertige Versorgung zu ermöglichen. Durch die Einbeziehung von Patient*innen und Bürger*innen in Forschungsprojekte, soll sich die Forschung stärker am Alltag der Menschen, deren Lebenswelt beforscht werden soll, orientieren. Co-Forschende, also Menschen ohne spezielle wissenschaftliche Ausbildung, bringen durch ihre eigenen Lebenswelten Erfahrungen und Perspektiven in ein Projekt ein, welche ohne sie womöglich nicht bedacht werden würden. Durch eine gemeinsame Auseinandersetzung mit unterschiedlichen Perspektiven kann ein Lernprozess für alle Beteiligten entstehen. Zusätzlich involvieren wir Patient*innen und andere Personengruppen regelmäßig z.B. bei der Entwicklung von Fragebögen, der Erstellung von Leitfäden für Interviews, der Priorisierung von Endpunkten, der Planung von Studien und der Verbreitung von Studienergebnissen.

Ausgewählte Projekte der partizipativen Forschung

ProjektREITS 
Laufzeit2025-2026
BeschreibungEine qualitative, partizipative Studie mit Personen mit geistiger Behinderung zum Thema körpernahe, freiheitsentziehende Maßnahmen.
Kooperationen-
FörderungBMFTR
ProjektDie Bedeutung der Ernährung für das Management des kardiovaskulären Risikos bei Typ-1-Diabetes
Laufzeit2024-2026
BeschreibungPartizipative Erstellung einer systematischen Literaturübersicht mit Meta-Analyse von randomisierten kontrollierten Studien (RCTs) zu diesem Thema, gemeinsam mit Personen mit Typ-1-Diabetes
KooperationenDeutsches Diabetes Zentrum (DDZ) Düsseldorf, AG Epidemiologie
FörderungBMFTR

ProjektKlinische Studie zur Erhaltung der unteren Extremitäten durch tibiale transversale Kallusdistraktion (TTDO) bei Patienten mit diabetischen Fußulzera
Laufzeit2025-2026
BeschreibungPartizipative Entwicklung einer randomisierten kontrollierten (klinischen) Studie zur Vermeidung von späteren Amputationen bei Personen mit diabetischem Fußsyndrom durch ein neuartiges chirurgisches Verfahren, inklusive einer gesundheitsökonomischen Evaluation
KooperationenLudwigs-Maximilians-Universität München, Abteilung Chirurgie
FörderungBMFTR

ProjektGestDiNa - Nachsorge bei Gestationsdiabetes
Laufzeit2019-2023
BeschreibungPartizipative Gestaltung der Geburtsnachsorge von Frauen mit Schwangerschaftsdiabetes
KooperationenDeutsche Diabetes-Forschungsgesellschaft e. V., Universität zu Köln, winDiab GmbH, Hochschule für Gesundheit Bochum, AOK Rheinland/Hamburg, DAK Gesundheit, IKK classic, BARMER, pronova BKK, HHU
FörderungG-BA, Bürgeruniversität HHU

Etablierung von Strukturen für den Ausbau der Einbindung von Bürger*innen, Patient*innen- und Gesundheitsfachpersonen

Seit der Gründungssitzung im September 2020 hat das IVG des Deutschen Diabetes-Zentrums (DDZ, in Kooperation mit dem IVG der am Centre for Health and Society der HHU) einen Bürger*innenbeirat am DDZ etabliert. Anfangs auf das IVG beschränkt berät dieser nun alle Institute des DDZ und leistet so einen wichtigen Beitrag zur partizipativen Forschung im Bereich Diabetes.

Anfang 2023 wurde auch am Centre for Health an Society (chs) ein Bürger*innenbeirat gegründet. Dieser wird von der AG Partizipative Forschung des chs koordiniert.
 

Interesse daran mit uns gemeinsam zu forschen? Melden Sie sich gerne!

Wir suchen kontinuierlich nach interessierten Patient*innen und Bürger*innen für kleinere und größere Vorhaben. Aus früheren Projekten wissen wir, dass beide Gruppen wichtige Ideen und Kompetenzen in Forschungsprojekten haben. Außerdem möchten wir, dass sie mitwirken, da die gesundheitliche Versorgung sie unmittelbar betrifft. Falls Sie Interesse haben, melden Sie sich gerne bei Stella Calo (stella.calo@uni-duesseldorf.de).
 

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