NRW Masterstudiengang "Toxikologie"

Die Toxikologie beschäftigt sich mit den gesundheitsschädigenden Wirkungen von chemischen Stoffen für Mensch und Umwelt. Es ist ihre Aufgabe mit der Risikobewertung von chemischen Stoffen die Grundlage der Chemikaliensicherheit im Bereich von Arzneimitteln, Industriechemikalien, Pflanzenschutzmitteln, Lebensmitteln und verbrauchernahen Produkten wie etwa Spielzeug und Kosmetika zu legen.

Im Raum Düsseldorf/Köln/Ruhrgebiet findet sich eine Konzentrierung toxikologischer Expertise mit dem einzigen Lehrstuhl für Toxikologie des Landes Nordrhein-Westfalen in Düsseldorf und leistungsfähigen Hochschul- und hochschulassoziierten Instituten in und um Düsseldorf, Dortmund, Essen, Bochum und Köln, die sich mit toxikologischen Fragestellungen beschäftigen. Dazu kommen Kontakte mit in der Region ansässigen Firmen der chemischen und pharmazeutischen Industrie und Behörden (siehe untenstehende Grafik). Eine Kerngruppe der an dem Masterstudiengang beteiligten Hochschullehrer blickt auf eine mehr als 20jährige Erfahrung in toxikologischer Lehre im Rahmen von drei durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) geförderten Graduiertenkollegs mit Düsseldorf als Sprecherhochschule zurück.

Der Studiengang beginnt jeweils im Wintersemester und erstreckt sich über die Dauer von 4 Semestern. Er ist ein konsekutiver Vollstudiengang und setzt einen ersten berufsqualifizierenden Hochschulabschluss (Bachelor, Diplom, seit 2009/2010 auch Staatsexamen) in naturwissenschaftlichen oder medizinischen Fächern voraus. Des Weiteren werden eine gute Beherrschung der deutschen Sprache und eine für das Verständnis englischsprachiger Vorlesungen und englischsprachiger Fachliteratur ausreichende Sprachkenntnisse vorausgesetzt.

Insgesamt beträgt die Arbeitslast 3600 Stunden; dies entspricht 120 Leistungspunkten bzw. ECTS-Credits. Davon werden 30 ECTS-Credits im 4. Semester in Form einer in der Regel experimentellen Masterarbeit erworben. Das Studium der ersten 3 Semester ist modular aufgebaut. Es werden 5 Module des Grundlagenbereichs (Anatomie, Chemie, Biochemie, Pathologie und Pathophysiologie, Versuchstierkunde) und 6 Module des Pflichtbereichs (Allgemeine Toxikologie, Spezielle Toxikologie, Toxikologische Prüfung, Expositionsberechnung und Ökotoxikologie, Biostatistik und Epidemiologie, Klinische Toxikologie, Regulatorische Toxikologie) angeboten. Zusätzlich müssen im Spezialisierungsbereich 2 Wahlpflichtmodule belegt sowie eine Pilotarbeit angefertigt werden.

Der Studiengang bietet unterschiedliche Lehrmethoden an: Vorlesungen, Seminare, E-Learning mit Tutorium, Laborpraktika, Übungen, studentische Vorträge und Exkursionen. Das allgemeine E-Learningkonzept des Masterstudiengangs basiert auf einer Internet-Lernplattform und stellt den Studierenden zusätzliche Lehrmaterialien und weiterführende Aufgaben elektronisch zur Verfügung. Im Bereich der Regulatorischen Toxikologie stellen die Studierenden ihre Kompetenz zum Lösen von toxikologischen Bewertungsproblemen in Übungen unter Beweis, die dem späteren beruflichen Tätigkeitsfeld entnommen sind.

Der Studiengang ist von den Lehrinhalten ebenso wie von der Zusammensetzung des Lehrpersonals her interdisziplinär ausgerichtet und auf die Integration des Wissens aus den verschiedenen Fachgebieten hin konzipiert. Die Absolvent(inn)en des Studienganges sollen in der Lage sein, in der akademischen Forschung und in der Forschung und Entwicklung in der Industrie ebenso beruflich erfolgreich zu sein wie im Bereich der Bewertung der Chemikaliensicherheit in Behörden und Unternehmen.

Der Masterstudiengang Toxikologie kooperiert seit dem Wintersemester 2013/14 mit dem KUBUS-Programm in der Studierendenakademie. Dadurch erhalten die Studierenden Zugriff auf ein vielfältiges Programm zur Qualifizierung und Weiterbildung. In zwei speziell auf die Ausbildung zum Toxikologen zugeschnittenen Kursen werden Kernkompetenzen im Bereich des Präsentierens und wissenschaftlichen Schreibens vermittelt. Diese Kurse werden von KUBUS mit der Unterstützung durch Dr. Peter Schröder (brain4hire) als Dozenten ausgerichtet, welcher selbst langjährige Erfahrung als Toxikologe hat. Über die erfolgreiche Teilnahme wird jeweils ein separates Zertifikat ausgestellt, welches zur Profilbildung der Studierenden beiträgt.

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