FLAMSAClax
An der Klinik für Hämatologie, Onkologie und Klinische Immunologie des Universitätsklinikums Düsseldorf ist im Sommer 2023 die FLAMSAClax-Studie gestartet. Ziel ist es, die Ergebnisse der allogenen Blutstammzelltransplantation (allo-SZT) unter anderem bei Patienten mit sekundärer Akuter Myeloischer Leukämie (AML) zu verbessern. Kern der Studie ist die Kombination der etablierten dosisreduzierten FLAMSA-Konditionierung mit dem BCL-2-Inhibitor Venetoclax. Venetoclax verstärkt die Apoptoseinduktion in Leukämiezellen und könnte so die Effektivität der Konditionierung steigern, ohne die Organtoxizität wesentlich zu erhöhen. Die Hoffnung ist, dass insbesondere ältere oder vorerkrankte Patienten von einer besseren Krankheitskontrolle profitieren. Die Phase I der Studie, in der eine vorsichtige Dosissteigerung von Venetoclax durchgeführt wurde, ist inzwischen erfolgreich abgeschlossen. Damit konnte eine gut verträgliche Dosierung für die weitere Prüfung festgelegt werden. Nun läuft die Phase II, in der insgesamt 38 Patienten behandelt werden sollen. Eine Teilnahme ist für Patienten mit sekundärer AML möglich, sofern die Knochenmarkblasten zum Zeitpunkt des Screenings unter 30 % liegen. Mit der FLAMSAClax-Studie wird ein innovatives Therapiekonzept erprobt, das die Heilungschancen nach allogener SZT entscheidend verbessern könnte.
Ansprechpartner
- Prof. Dr. med. Guido Kobbe, Oberarzt, Leiter der Stammzelltransplantation
- Dr. med. Felicitas Schulz, Fachärztin