Hirntumoren

Hirntumoren sind die zweithäufigste bösartige Erkrankung im Kindesalter. Sie können sowohl angeboren, im Säuglingsalter, als auch bei Kindern und Jugendlichen auftreten. Die Patienten fallen durch Krampfanfälle, Kopfschmerzen (insbesondere morgens), Erbrechen, Verhaltensstörungen, einem veränderten Appetitverhalten, Ungeschicklichkeit oder motorische Störungen auf. Da diese Symptome eher unspezifisch sind, kann bis zur Diagnosestellung nicht selten eine längere Zeit vergehen. Bei Verdacht auf eine Hirntumorerkrankung sind eine kernspintomographische Untersuchung des Schädels, nicht selten auch der Wirbelsäule, und eine augenärztliche Untersuchung empfehlenswert. In Abhängigkeit von der Lokalisation des Tumors stehen die Operation und die Entfernung des Tumors an erster Stelle. Insbesondere bei bösartigen Tumoren kann eine Nachbehandlung in Form einer Chemotherapie oder einer Strahlenbehandlung notwendig sein.

An der Universitätskinderklinik in Düsseldorf besteht ein Netzwerk von Versorgern, um die Behandlung von Kindern und Jugendlichen mit Hirntumoren zu optimieren. So gibt es eine enge Zusammenarbeit zwischen Ärzten der Onkologie, NeurochirurgieNeuropädiatrieAugenklinikHNO-Klinik und Endokrinologie (Hormonspezialisten). Zur Diagnostik verfügen wir über erfahrene Institute für Pathologie und Zytopathologie. Auch das pflegerische Personal hat eine Expertise in der Versorgung hirntumorkranker Kinder.

Nach der Operation stehen Physiotherapeuten, ein Ergotherapeut und eine Sporttherapeutin zur Verfügung, um das Kind im Übergang zu späteren Rehabilitationsmaßnahmen frühzeitig zu mobilisieren sowie den kindgerechten Bewegungsdrang zu aktivieren. Patient und Familie werden in dieser schwierigen Zeit durch Psychologen ständig unterstützt und beraten. Dies umfasst auch motorische und intellektuelle Leistungstestungen im Rahmen der Nachsorge und Beratungen zur schulischen und beruflichen Ausbildung.

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